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    Gegenseitigkeitsinitiative: Know-how-Partnerschaft für finanzierungsintensive Projekte

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    Gegenseitigkeitsinitiative: Know-how-Partnerschaft für finanzierungsintensive Projekte

      •  Verfügbare Sprachen:
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      • fr
    • Verfügbar in: de en fr

    Die Bank hat sich mit der französischen Entwicklungsagentur (AFD) und der deutschen Entwicklungsbank KfW in der Gegenseitigkeitsinitiative (Mutual Reliance Initiative - MRI) zusammengeschlossen, um gemeinsam die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen.

    Durch die Initiative stehen den Trägern von Investitionsprojekten, die von den genannten drei Einwicklungsfinanzierungseinrichtungen in EU-Partnerländern kofinanziert werden, im Rahmen einer strukturierten Arbeitsteilung in größerem Umfang Finanzierungsmittel zur Verfügung.

    Know-how-Partnerschaft

    Bei jeder der drei Einrichtungen EIB, KfW und AFD handelt es sich um einen wichtigen Akteur der Außenmaßnahmen der EU. Allerdings sind sie im Rahmen unterschiedlicher Bestimmungen, Satzungen, Rechtsformen und Leitungsstrukturen tätig.

    Im Rahmen der Gegenseitigkeitsinitiative übernimmt bei einem Großteil der Aufgaben des Projektzyklus einer der drei Partner die Federführung, und zwar von der Projektprüfung bis zur Vorbereitung von Finanzierungsbeschlüssen und zur Durchführung. Der federführende Partner übernimmt diese Aufgabe, weil er über besonderes Know-how in einem speziellen Wirtschaftssektor oder über eine große Präsenz im Projektland verfügt. Eine enge Zusammenarbeit zwischen der federführenden Einrichtung und den beiden Kofinanziers ist unerlässlich, um die Vorteile der Partnerschaft zu maximieren.

    Erfolgreiche Pilotphase

    Die Pilotphase der Gegenseitigkeitsinitiative wurde erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurden 14 Projekte in afrikanischen Ländern südlich der Sahara, in Nordafrika und im Nahen Osten kofinanziert.

    So konnten wir testen, inwieweit Aufgaben an Partnereinrichtungen übertragen werden können. Dies führte zur Ausarbeitung der operativen Leitlinien für die Gegenseitigkeitsinitiative, einem ausführlichen und verbindlichen Rahmen, der sicherstellt, dass die Finanzierungsoperationen in einer Weise abgewickelt werden, die den Anforderungen aller drei Partner entspricht.

    Ausbauphase

    Die operativen Leitlinien wurden am 21. Januar 2013 unterzeichnet und die Ausbauphase der Gegenseitigkeitsinitiative hat begonnen. Diese steht weiteren Regionen offen, darunter Asien, Lateinamerika und Osteuropa, da wir die Wirksamkeit unserer Tätigkeit außerhalb der EU im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum, die Beschäftigung, die Armutsbekämpfung, den Klimaschutz und die regionale Integration erhöhen und die Effizienz und Visibilität unserer Tätigkeit verbessern wollen.

    Jedes Jahr werden wir gemeinsam mit unseren Partnern neue Projekte ermitteln, die hinsichtlich der Arbeitsteilung und positiver Auswirkungen für die Durchführung im Rahmen der Gegenseitigkeitsinitiative geeignet sind.

    Verbesserung der Stromübertragung in Ägypten

    Nahezu alle 80 Millionen Einwohner Ägyptens sind an das nationale Stromnetz angeschlossen. Durch das Projekt soll der Wirkungsgrad erhöht und die Einspeisung neuer Erzeugungsleistung aus erneuerbaren Energien sowie die Schaffung neuer Verbundleitungen in der Region ermöglicht werden. Dazu kommen weitere positive Umweltauswirkungen durch geringere Stromverluste.



    Abwasserbehandlung in Marokko

    Der marokkanische Staat verabschiedete das Nationale Abwasserbehandlungsprogramm im Jahr 2005. Ziel ist es, bis 2020 den Anteil der geklärten Abwässer von 13 % auf 60 % zu erhöhen und 80 % der städtischen Gebiete an das Abwassernetz anzuschließen. Dieses 4-Mrd-EUR-Projekt wird 10 Millionen Menschen in 260 städtischen Gebieten zugutekommen.



    Wasser- und Abwasserprojekt „Lake Victoria Water and Sanitation“ (Uganda)

    Ziel des Projekts ist es, die Zuverlässigkeit der Versorgung mit sauberem Trinkwasser für die Einwohner der ugandischen Hauptstadt Kampala zu verbessern, wobei die Versorgung der armen Bevölkerungsschichten in informellen Siedlungen im Mittelpunkt steht. Das Projekt wird dem Großteil der 2,5 Millionen Einwohner Kampalas zugutekommen, zusätzlich jedoch 400 000 Menschen erstmalig mit sauberem und sicherem Trinkwasser versorgen.





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