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    Die Beratungsteams der Europäischen Investitionsbank und die Europäische Kommission unterstützen gezielt die Entwicklung innovativer Projekte. Dadurch können Projektträger leichter Mittel aus dem Innovationsfonds und anderen EU-Finanzierungsprogrammen abrufen, nationale Zuschüsse in Anspruch nehmen und privates Kapital anziehen. Ziel ist es, die Projekte finanziell und technisch umsetzungsreif zu machen. Unterstützt werden Vorhaben, die maßgeblich zur Treibhausgasminderung beitragen können.

    Der Innovationsfonds gehört weltweit zu den größten Förderprogrammen für die Demonstration innovativer CO2-armer Technologien. Er hilft, industrielle Lösungen auf den Markt zu bringen, die Europa dekarbonisieren, den Übergang zur Klimaneutralität fördern und dabei europäische Unternehmen wettbewerbsfähiger machen. Im Zeitraum 2020–2030 stellen wir dafür rund 40 Milliarden Euro bereit (bei einem CO2-Preis von 75 Euro pro Tonne CO2).

    Umgesetzt wird der Innovationsfonds von der Europäischen Kommission mit Unterstützung der Europäischen Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt.

    Unser Angebot

    Durch die Unterstützung bei der Projektentwicklung werden Projekte investitionsreif und damit fit für die nächste Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen des Innovationsfonds. Mit unserer maßgeschneiderten Beratung können Projektträger technische oder finanzielle Aspekte nachbessern:

    Due-Diligence-Prüfung

    • Bewertung der Projektreife
    • Technische Due Diligence
    • Finanzielle Pre-Due Diligence

    Finanzielle Beratung

    • Businessplan und Marktanalyse
    • Finanzprognosen, Planung und Modellierung
    • Kapitalstrukturierung, Finanzierungs-Fahrplan oder Bewertung der Bankfähigkeit

    Technische Beratung

    • Technische Studien für einen Antrag beim Innovationsfonds
    • Wirtschaftliche Analyse
    • Hilfe bei Konzeptentwicklung, Engineering, Auftragsvergabe und Durchführung

    Antrag stellen

    Legen Sie ein Kundenkonto an und senden Sie Ihre Fragen direkt an unser Team vom Innovationsfonds. Nach der Anmeldung kann Ihr Unternehmen uns kontaktieren und Unterstützung bei der Projektentwicklung beantragen.

    Für den Antrag füllen Sie bitte das Formular aus und reichen, soweit vorhanden, folgende Unterlagen ein:

    • Businessplan und erstes Finanzierungsmodell
    • Machbarkeitsstudie mit entsprechenden technischen Studien
    • Vergabestrategie oder entsprechende Vereinbarungen
    • sonstige unterstützende Studien, die die Projektinnovation, das Potenzial für Treibhausgaseinsparungen und die Replizierbarkeit belegen

    Aufgrund der hohen Anzahl an Bewerbungen können wir nur ausgewählte Kandidaten kontaktieren. Wenn Sie innerhalb von 90 Tagen nach Einreichung Ihrer Bewerbung keine Antwort erhalten haben, wurde Ihr Vorschlag für diese Runde nicht ausgewählt.

    Kriterien

    Vor der Antragsstellung vergewissern Sie sich bitte, dass Ihr Projekt den Förderkriterien des Innovationsfonds entspricht. Das Projekt muss:

    • in der Europäischen Union, Island, Liechtenstein oder Norwegen durchgeführt werden
    • innovativ sein und realistische Erfolgsaussichten für die Demonstration oder Vorkommerzialisierung haben
    • das Potenzial haben, die Treibhausgasemissionen erheblich zu mindern
    • replizierbar und skalierbar sein
    • gute Chancen haben, innerhalb von vier Jahren ab Vorbereitung des Zuschusses die Gewinnschwelle zu erreichen

    Gefördert werden Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien, CO2-Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung (CCUS), innovative CO2-arme Technologien und Prozesse in energieintensiven Branchen, Energiespeicher, klimaneutrale und CO2-arme Mobilität (See-, Luft-, Schienen- und Straßenverkehr) sowie Gebäude gemäß Anhang I und III der EU-EHS-Richtlinie 2003/87/EG.

    Die Unterstützung für ausgewählte förderfähige Projekte erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs der Anträge, unabhängig davon, ob für die Projekte schon Anträge im Rahmen bereits abgeschlossener Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen eingereicht wurden oder künftig noch eine andere Form von Unterstützung aus dem Innovationsfonds beantragt werden soll.

    Hinweis: Nicht förderfähig sind Projekte, für die bei einer kürzlich gestarteten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für Unterstützung aus dem Innovationsfonds Anträge eingereicht wurden, die derzeit geprüft werden oder für die bereits ein Zuschuss gewährt wurde. Projekte können nur einmal Unterstützung bei der Projektentwicklung aus dem Innovationsfonds erhalten.

    Projektträger können zustimmen, dass das Projekt in ihrem Antrag an den Innovationsfonds für eine Unterstützung bei der Projektentwicklung berücksichtigt wird. In diesem Fall leitet die zuständige Abteilung die Projektunterlagen – sofern sie die erforderlichen Bedingungen erfüllen – nach Abschluss der Prüfung für jede Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen automatisch an die EIB weiter.

    Auswahl- und Antragsverfahren

    Das zuständige EIB-Beratungsteam prüft Ihren Antrag, um festzustellen, ob Ihr Projekt förderfähig ist und sich für eine Unterstützung bei der Projektentwicklung eignet. Zu den Bewertungskriterien gehören auch Indikatoren, die auf eine ausgewogene geografische Verteilung abzielen, um EU-Länder mit geringer tatsächlicher Beteiligung zu unterstützen, sektorale Ausgewogenheit und ein hohes Potenzial der Projekte zur Verbesserung des Reifegrads.

    Anträge, die die Kriterien für eine Unterstützung bei der Projektentwicklung erfüllen, werden zur endgültigen Entscheidung an die Europäische Kommission übermittelt.

    Sobald Ihr Projekt ausgewählt wurde, legen wir gemeinsam den konkreten Umfang der Leistungen und den Zeitplan für ihre Erbringung fest.

    Anschließend unterzeichnen wir einen formellen Beratungsvertrag.

    Bei der Erbringung der vereinbarten Leistungen arbeitet unser Beratungsteam eng mit Ihnen zusammen, denn nur durch Ihre umfängliche Beteiligung lassen sich bestmögliche Ergebnisse erzielen. Je nach Leistungsumfang können wir für die Unterstützung bei der Projektentwicklung auch externe Beraterinnen und Berater hinzuziehen. Alle Leistungen sind für den Projektträger kostenlos.

    Unsere Hilfe in Zahlen

    Vom Innovationsfonds unterstützte Projekte

    Seit 2021 unterstützen wir die Entwicklung von Projekten in vielen Sektoren und europäischen Ländern.

    SparkOne

    Land: Lettland
    Sektor: Raffinerien
    Projektträger: SIA BIOREFIC IRG

    SPARK ONE ist ein wegweisendes Projekt für erneuerbares Methanol, entwickelt von Biorefic IRG in Partnerschaft mit dem führenden Abfallwirtschaftsunternehmen im Baltikum. Der Standort im Freihafen Ventspils (Lettland) wird jährlich 65 000 Tonnen grünes Methanol für die chemische Industrie und die Schifffahrt produzieren.

    Das Projekt nutzt modulare Technologien für fortschrittliche Vergasung und die Produktion von grünem Wasserstoff und setzt dabei nicht recycelbare Haushaltsabfälle sowie Forstrestholz als Ausgangsmaterial ein. SPARK ONE ist auf hohe Effizienz und operative Resilienz ausgelegt und soll branchenführende Kostenvorteile bei der Produktion von erneuerbarem Methanol bringen.

    Posclimb

    Land: Schweden
    Sektor: CO2-Transport und -Speicherung
    Projektträger: Växjö Energi AB (VEAS)

    Das Ziel von POSCLIMB besteht darin, bis zu 200 Kilotonnen negative Emissionen pro Jahr zu erfassen, zu transportieren und dauerhaft zu speichern. Dafür wird eine erstmals realisierte landgestützte Wertschöpfungskette für Bioenergie‑CO2‑Abscheidung und ‑Speicherung (BECCS) aufgebaut, um zu den Zielen des Pariser Abkommens beizutragen.

    POSCLIMB kombiniert bestehende und neue Technologien und arbeitet mit Partnern entlang der gesamten Wert‑ und Logistikkette zusammen. Die Logistikkette setzt auf minimale Emissionen, indem der Transport vom Emissionspunkt bis zum Speicherstandort über eine Kombination aus Bahn‑ und Schiffstransport erfolgt.

    Die entstandenen negativen Emissionen werden in Gutschriften umgewandelt und am freien Markt verkauft, was die europäische Bioökonomie stärkt.

    OrCHyDé

    Land: Frankreich
    Sektor: Raffinerien
    Projektträger: Verso Energy

    Das von Verso Energy entwickelte OrCHyDé‑Projekt zielt auf die Errichtung einer modularen und flexiblen Anlage zur Herstellung von E‑Methanol in Origny‑Sainte‑Benoite (Frankreich) ab. Es baut auf dem integrierten Modell von Verso Energy auf, das von erneuerbarer Energie bis zur Produktion synthetischer Kraftstoffe reicht.

    Das Projekt soll die E‑Methanol‑Produktion auf industrielles Niveau ausbauen, die Prozesseffizienz verbessern und das Spektrum der Endprodukte erweitern. Als nachhaltiger, CO2‑armer Kraftstoff hat E‑Methanol das Potenzial, die Transformation der Schifffahrt oder der chemischen Industrie hin zu den Klimaneutralitätszielen der EU zu unterstützen.

    Das vollständig integrierte Projekt soll jährlich rund 50 Kilotonnen E‑Methanol erzeugen und etwa 90 Kilotonnen biogenes CO2 verarbeiten. OrCHyDé steht für Origny Carburant et Hydrogène Décarboné (dekarbonisierte Kraftstoffe und Wasserstoff aus Origny) und soll über einen Zeitraum von zehn Jahren zu einer Vermeidung von rund 770 Kilotonnen CO2 gegenüber herkömmlichem Schiffskraftstoff führen. Dieses Projekt lässt sich in Frankreich und in der Europäischen Union voraussichtlich gut replizieren.

    Synrise

    Land: Norwegen
    Sektor: Raffinerien
    Projektträger: Norsk e-Fuel AS

    Synrise im norwegischen Mosjøen wird eine der ersten Power-to-Liquid-Anlagen im industriellen Maßstab sein, die nachhaltigen Flugkraftstoff (e-SAF) und e-Naphtha produziert.

    Das Projekt nutzt erneuerbaren Strom zur Erzeugung von grünem Wasserstoff und kombiniert diesen mit abgeschiedenem CO2. Dabei kommt ein optimiertes Fischer‑Tropsch‑Verfahren zum Einsatz, das durch innovative Technologien ergänzt wird, darunter ein elektrisch beheizter e‑RWGS‑Reaktor sowie fortschrittliche CO2-Recyclingsysteme. Synrise wird die Lebenszyklus-Emissionen deutlich reduzieren, indem fossile Kraftstoffe durch vollständig erneuerbare Alternativen ersetzt werden.

    Diese Kombination ermöglicht eine hohe CO2-Konversionseffizienz und hohe e-SAF-Ausbeuten. Sie hilft der Luftfahrt und der Chemieindustrie, die EU-Klimaziele und RFNBO-Anforderungen zu erfüllen. Das Projekt fungiert als Katalysator für die entstehende europäische E‑Fuel‑Industrie, stimuliert die Nachfrage nach grünem Wasserstoff und CO2‑Abscheidung, stärkt die Lieferketten und fördert die strategische Autonomie der EU bei innovativen Technologien und beim Zugang zu fossilfreien Flüssigkraftstoffen.

    Synrise wird als erste Demonstrationsanlage ihrer Art die Verbreitung von E-Fuels europaweit beschleunigen. Die Anlage wurde von Norsk e-Fuel entwickelt und wird von einem starken Konsortium unterstützt.

    Projekt H2CRETE Valley

    Land: Griechenland
    Sektor: Chemikalien
    Projektträger: ProEuropean Trading GmbH

    Das Projekt H2CRETE Valley ist ein Großprojekt zur Herstellung von grünem Ammoniak in Atherinolakos auf Kreta, Griechenland. Es kombiniert einen 100-Megawatt-PEM-Elektrolyseur mit der Haber-Bosch-Synthese, um mit erneuerbarem Strom und entsalztem Meerwasser jährlich etwa 77 770 Tonnen grünen Ammoniak herzustellen.

    Ziel des Projekts ist die Dekarbonisierung von Branchen, in denen die Emissionsminderung besonders schwierig ist. Es richtet sich an nationale und internationale Märkte, darunter Häfen, Zementwerke und Tankstellen in Griechenland und anderen EU-Ländern. Projektträger ist die ProEuropean Trading GmbH mit Sitz in Deutschland.

    Das Unternehmen baut Know-how in den Bereichen grüne Wasserstoffinfrastruktur, schlüsselfertige Energielösungen und Projektfinanzierung auf mit H2CRETE als zentralem Referenzprojekt.

    HyVoerde

    Land: Deutschland
    Sektor: Wasserstoff
    Projektträger: RWE GENERATION SE

    HyVoerde ist ein integriertes Projekt für grünen Wasserstoff im nordrhein-westfälischen Voerde und wurde im Zuge der Umwandlung des früheren Kohlekraftwerks zu einem Knotenpunkt für grüne Energie entwickelt.

    Der Elektrolyseur mit einer Anfangsleistung von 10 bis 100 Megawatt (abhängig vom Finanzierungsprogramm) soll im Frühjahr 2030 in Betrieb gehen und vor Ort an einen großen Batteriespeicher sowie über das deutsche Wasserstoff-Kernnetz an einen H2-Salzkavernenspeicher angeschlossen werden. Der Standort Voerde bietet hohes Potenzial für künftige Kapazitätserweiterungen.

    Das Projekt soll Treibhausgasemissionen eindämmen, indem grüner Wasserstoff für die wasserstoffbasierte Mobilität und industrielle Nutzung hergestellt wird. In unmittelbarer Nähe des Elektrolyseurs ist eine Wasserstoff-Tankstelle für Trailer und MEGC-Container geplant.

    HyVoerde umfasst mehrere technische, kommerzielle und systemische Innovationen, die primär auf Effizienzsteigerungen und bessere Wasserstoff‑Lieferketten abzielen. Dazu zählen ein optimiertes Strommanagement sowie strukturierte Versorgungsprofile für grünen Wasserstoff im Rahmen einer dualen Speicherstrategie, die einen vorausschauenden, flexiblen und wirtschaftlich optimalen Betrieb des Elektrolyseurs über seine gesamte Lebensdauer hinweg ermöglicht.

    Der genehmigte Flächennutzungsplan sowie gute Fortschritte beim Netzanschluss erhöhen die Projektreife. Aufgrund seiner hohen Projektreife wurde HyVoerde 2024 mit dem STEP-Siegel der EU ausgezeichnet.

    Finnem

    Land: Norwegen
    Sektor: Chemikalien
    Projektträger: CARBON RECYCLING INTERNATIONAL (CRI)

    Im Rahmen des Projekts „Finnfjord e-methanol“ (FINNEM) soll am Produktionsstandort des Ferrosilicium-Werks von Finnfjord in Nordnorwegen eine neuartige Anlage im kommerziellen Maßstab zur Herstellung von E-Methanol entstehen.

    Der Produktionsprozess basiert auf der von Carbon Recycling International (CRI) entwickelten Emissions‑to‑Liquids‑Technologie (ETL). Dabei werden unvermeidbare industrielle CO2‑Emissionen abgeschieden, gereinigt und anschließend mit durch Wasserelektrolyse gewonnenem Wasserstoff in Methanol umgewandelt.

    RETROFIT

    Land: Griechenland
    Sektor: Eisen und Stahl
    Projektträger: HELLENIC HALΥVOURGIA SA

    Das RETROFIT‑Projekt zielt auf eine CO2-arme Stahlherstellung ab, indem es vor‑ und nachgelagerte Prozesse der Stahlproduktion in einem integrierten Ministahlwerk in Velestino optimiert, das von Hellenic Halyvourgia betrieben wird.

    9-PV

    Land: Italien
    Sektor: Nichteisenmetalle
    Projektträger: 9-Tech

    Das Volumen ausgedienter Solarmodule nimmt rasant zu und dürfte bis 2050 auf 78 Millionen Tonnen anwachsen – mit rückgewinnbaren Rohstoffen im Wert von 15 Milliarden Euro. Die derzeit einzige kommerzielle Recyclinglösung ist das Schreddern. Damit lassen sich jedoch weniger als 60 Prozent des potenziellen Materialwerts der Solarmodule sowie weder Silizium noch Silber rückgewinnen und auch bifaziale Module nicht effektiv verarbeiten.

    9PV will eine fortschrittliche Technologie für das Recycling von ausgedienten Silizium-Solarmodulen skalieren und auf den Markt zu bringen. Das vollautomatisierte System kombiniert eine KI‑gestützte Modulerkennung und ‑demontage mit einem energieeffizienten Durchlaufofen und Siebverfahren für die thermomechanische Aufbereitung. Ergänzt wird der Prozess durch ein ultraschallbasiertes Verfahren zur Rückgewinnung von Silber und Silizium, das milde Säuren einsetzt und auf aggressive Chemikalien verzichtet.

    Dieser geschlossene Kreislauf ermöglicht die Rückgewinnung von Glas, Aluminium, Kupfer, Silizium, Silber und Restenergie, sodass die Materialien ohne erneute Rohstoffgewinnung und Reinigung wiederverwendet werden können. Das reduziert CO2-Emissionen und macht die Photovoltaik insgesamt noch nachhaltiger.

    CarlHYng

    Land: Frankreich
    Sektor: Wasserstoff
    Projektträger: VERSO ENERGY

    Ziel des Projekts CarlHYng von Verso Energy ist der Aufbau einer Großanlage für erneuerbaren, CO2-armen Wasserstoff in Carling, Frankreich. Die Anlage soll an die geplante Wasserstoff-Pipeline mosaHYc zwischen Frankreich und Deutschland angeschlossen werden und Industrieunternehmen versorgen, darunter ein Hersteller von grünem Stahl.

    Bis zum vierten Quartal 2029 soll eine Elektrolysekapazität von 70 Megawatt elektrisch (MWe) installiert werden, die die Produktion von jährlich bis zu 10 000 Tonnen grünem Wasserstoff ermöglicht. Bis 2032 ist eine Erweiterung auf 140 MWe und langfristig auf bis zu 300 MWe geplant. Verso Energy verfolgt zudem eine flexible Strategie zur Versorgung mit erneuerbarem Strom, die auf aggregierte Erzeugungsanlagen und kurzfristige Stromabnahmeverträge setzt.

    DECCS

    Land: Deutschland
    Sektor: Zement und Kalk
    Projektträger: Dyckerhoff GmbH

    Ziel des DECCS‑Projekts ist der Bau einer Anlage zur CO2-Abscheidung und ‑Speicherung, um das Zementwerk in Deuna (Thüringen) zu dekarbonisieren. Dabei sollen brennstoff- und prozessbedingte CO2‑Emissionen direkt aus dem Zementofen abgeschieden und anschließend vorübergehend vor Ort gespeichert werden.

    Das Baustoffunternehmen Dyckerhoff GmbH ist auf die Herstellung von Zement und Transportbeton spezialisiert und ist eine Tochtergesellschaft der italienischen Buzzi S.p.A., eines der weltgrößten Zementkonzerne. Die Dyckerhoff GmbH und ihre deutschen Tochterunternehmen zählen etwa 1 800 Beschäftigte.

    EAGLE

    Land: Estland
    Sektor: Chemikalien
    Projektträger: OÜ Derivaat NH3

    OÜ Derivaat NH3 entwickelt in Estland ein innovatives Projekt zur Herstellung von grünem Ammoniak. Kern des Projekts mit dem Namen EAGLE ist der bahnbrechende Einsatz einer innovativen, patentierten Festoxid‑Elektrolysezelle (SOEC) in Kombination mit dem Haber‑Bosch‑Verfahren.

    Der von OÜ Derivaat NH3 entwickelte SOEC‑Elektrolyseur soll die Produktion von grünem Ammoniak steigern – ein bedeutender Fortschritt auf diesem Gebiet. Die Technologie ist aufgrund ihrer hohen Energieeffizienz und der Vermeidung von Treibhausgasemissionen anderen Optionen überlegen. Mit der ersten großskaligen Produktion von grünem Ammoniak in Estland positionieren sich OÜ Derivaat NH3 und Estland als Innovationsführer im Bereich der erneuerbaren Energien und der nachhaltigen Chemieindustrie.

    ELSSA

    Land: Schweden
    Sektor: Eisen und Stahl
    Projektträger: SSAB EMEA AB

    Ziel des ELSSA-Projekts ist die Entwicklung und der Bau einer einzigartigen, fossilfreien elektrischen Anlage zum Erwärmen und Schneiden von Stahlbrammen am Standort der SSAB im schwedischen Oxelösund. Die SSAB wurde 1978 in Schweden gegründet und ist der größte Stahlproduzent Skandinaviens.

    Das Unternehmen war Vorreiter bei der Herstellung des weltweit ersten fossilfreien Stahls und arbeitet an einer vollständig fossilfreien Lieferkette vom Rohstoffabbau bis zum Endverbraucher. Sein Ziel: eine stärkere, bessere und nachhaltigere Welt.

    TERRA-Q

    Land: Rumänien
    Sektor: Herstellung anderer nichtmetallischer Mineralprodukte
    Projektträger: CALAMEARIC SRL

    Ziel des Projekts TERRA‑Q ist die Entwicklung einer innovativen, kreislauforientierten und energieeffizienten Technologie zur Herstellung von Hochleistungsfliesen in Rumänien, basierend auf einem ersten Konzeptnachweis.

    Bis 2029 wird eine jährliche Produktionskapazität von insgesamt 600 000 Quadratmetern Fliesen angestrebt. Calamearic SRL ist ein Start‑up mit derzeit vier Beschäftigten, das 2024 in Rumänien gegründet wurde.

    ALGECIRAS GREEN BAY

    Land: Spanien
    Sektor: Wasserstoff
    Projektträger: Siroco Hydrogen 3, S.L.

    Das ehemalige Projekt ALGECIRAS GREEN BAY, das nun unter der Bezeichnung PBAC läuft, betrifft den Bau einer Anlage zur Herstellung von grünem Ammoniak mit durch Elektrolyse erzeugtem grünem Wasserstoff.

    Der für die Ammoniakherstellung erforderliche Wasserstoff stammt aus einer standorteigenen Wasserstoff-Produktionsanlage und kommt zum Teil auch über eine speziell für das Projekt gebaute Wasserstoff-Pipeline, in die Wasserstoff aus mehreren Produktionsanlagen im Umkreis von 20 bis 80 Kilometern eingespeist wird.

    Die Anlage soll jährlich mehr als 800 000 Tonnen grünen Ammoniak produzieren. Ammoniak kommt in verschiedenen Industriebranchen und in der Landwirtschaft zum Einsatz, etwa bei der Herstellung von synthetischen Düngemitteln, bei der Kälteerzeugung, im Bergbau, in der Medizin und bei der Wasseraufbereitung sowie bei der Herstellung von Polymeren und Textilien.

    Für dieses Produktionsvolumen werden jährlich rund 140 000 Tonnen grüner Wasserstoff benötigt. Durchgeführt wird das Projekt von der Zweckgesellschaft Siroco Hydrogen 3, S.L., die zu Avalon Renovables, S.L. gehört.

    HyFly

    Land: Polen
    Sektor: Raffinerien
    Projektträger: ORLEN SPOLKA AKCYJNA

    Das Projekt „HyFly“ betrifft den Bau einer Anlage zur großtechnischen Herstellung synthetischer Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs (RFNBO) nach dem Fischer‑Tropsch-Verfahren. Dabei kommen RFNBO-Wasserstoff und biogenes CO2 zum Einsatz.

    Die Anlage soll jährlich rund 70 000 Tonnen synthetische Kohlenwasserstoffe herstellen, darunter hochwertige, nachhaltige Flugkraftstoffe und wertvolle Ausgangsstoffe für die Petrochemie.

    Das Besondere an dem Projekt ist der innovative Einsatz digitaler Lösungen für ein Echtzeit‑Management der Moleküle. Dadurch lassen sich Nebenprodukte gezielt an Raffinerien und petrochemische Anlagen weiterleiten, sodass noch mehr margenstarke Produkte hergestellt werden können.

    Das Projekt trägt zu den CO₂‑Minderungszielen bei sowie zu den Zielen der „ReFuelEU-Aviation“‑Verordnung (seit Oktober 2023 in Kraft). Das betrifft vor allem den Anteil von RFNBO und synthetischen nachhaltigen Flugkraftstoffen am Flugkraftstoffmix.

    BioCO2 Nancy

    Land: Frankreich
    Sektor: CO2‑Transport und ‑Speicherung
    Projektträger: Carbon Impact

    Das Projekt BioCO₂ Nancy im nordostfranzösischen Nancy soll biogenes CO₂ aus drei Biomethananlagen abscheiden und speichern. So werden über einen Zeitraum von zehn Jahren rund 120 000 Tonnen CO₂ dauerhaft aus der Atmosphäre entfernt.

    Durch anaerobe Vergärung entsteht in den Anlagen Biogas aus landwirtschaftlichen Abfällen. Sie stammen hauptsächlich von umliegenden Landwirten, die auch die Eigentümer und Betreiber der Anlagen sind.

    Das dabei abgeschiedene CO₂ wird gereinigt, verflüssigt und anschließend in der Nordsee dauerhaft im Meeresboden gespeichert. Gleichzeitig wird entweichendes Methan wieder in den Biogasprozess zurückgeführt, um Treibhausgasemissionen zu vermeiden.

    Sunrise GH2

    Land: Tschechien
    Sektor: Raffinerien
    Projektträger: Sunrise GH2 Energy Holding s.r.o.

    Das Projekt Sunrise GH2 der Sunrise GH2 Energy Holding umfasst eine 1 000-MW-Photovoltaikanlage, eine 100-MW-Windkraftanlage und einen Batteriespeicher mit 320 MW/640 MWh für den Lastausgleich. Gleichzeitig versorgen die Anlagen einen 100-MW‑PEM‑Elektrolyseur, der jährlich rund 8 000 Tonnen RFNBO‑Wasserstoff erzeugen soll, um nachgelagerte Branchen und Verkehrsnetze in der Umgebung zu dekarbonisieren.

    Außerdem speist der Projektträger erneuerbaren Strom in das öffentliche Stromnetz des tschechischen Bezirks Ústí nad Labem ein und erbringt Netzdienste.

    Der strategische Standort – nahe eines ehemaligen Kohleabbaugebiets in einer Übergangsregion – befindet sich in unmittelbarer Nähe des tschechischen Wasserstoff-Transportnetzes WEST von NET4GAS, dessen Infrastruktur das tschechische Wasserstoffnetz an das deutsche Wasserstoff-Kernnetz anbindet und den produzierten Wasserstoff weiterleiten wird.

    Turn2X

    Land: Spanien
    Sektor: Raffinerien
    Projektträger: TURN2X GmbH

    Das Projekt TURN2X betrifft eine Anlage, die im industriellen Maßstab grünen Wasserstoff und in Kombination mit biogenem CO₂ erneuerbares Erdgas (E‑Methan) herstellt. Das patentierte Methanisierungs-Verfahren von TURN2X ermöglicht die modulare, netzkompatible E‑Methan-Produktion nach den RFNBO-Anforderungen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III).

    TURN2X betreibt bereits erfolgreich eine kommerzielle Pilotanlage in Miajadas (Region Extremadura, Spanien). Darauf aufbauend macht das Unternehmen mit seinem neuen Projekt nun einen wichtigen Schritt hin zur Industrialisierung und Markteinführung von E‑Methan in Europa.

    Mit der Demonstration der großmaßstäblichen Einspeisung von RFNBO‑konformem E‑Methan in das bestehende Gasnetz trägt das Projekt zur skalierbaren, kosteneffizienten Dekarbonisierung von Branchen bei, in denen die Emissionsminderung besonders schwierig ist. Dabei wird vorhandene Infrastruktur genutzt. Durch das modulare Design lässt sich das Konzept rasch auf weitere Standorte übertragen. Das fördert den Aufbau einer Plattform für E-Methan in Spanien und hilft Europa, energieautark zu werden und seine Klimaziele zu erreichen. Die Erfahrungen, die TURN2X mit dem Betrieb der Anlage macht, werden in Europa weitere Projekte für erneuerbare Gase beschleunigen und damit zum europäischen Grünen Deal und zu den Netto‑Null‑Zielen beitragen.

    Slite CCS

    Land: Schweden
    Sektor: Zement und Kalk, CO₂‑Abscheidung und ‑Speicherung
    Projektträger: HEIDELBERG MATERIALS CEMENT SVERIGE AB

    Das Projekt Slite CCS ist ein innovatives Vorzeigeprojekt, das den CO2-Ausstoß der Zementindustrie mehr denn je verringern wird. Die Anlage soll Anfang der 2030er‑Jahre in Betrieb gehen. Durch umfangreiche Investitionen in die CO₂‑Abscheidung sowie den zunehmenden Einsatz biogener Brennstoffe in einem der größten Zementwerke Europas soll die Zementproduktion dort nahezu klimaneutral werden.

    Die Kombination energieeffizienter Lösungen mit nicht‑fossiler Stromerzeugung und einem optimierten Konzept für den Transport und die Speicherung des abgeschiedenen CO₂ machen die Anlage insgesamt energie‑ und kosteneffizient. Sie wird bis zu 1,8 Millionen Tonnen CO₂ abscheiden und damit Schwedens aktuelle CO₂‑Emissionen um vier Prozent mindern.

    Über den eigenen Ostsee-Hafen kann das Unternehmen seinen evoZero®‑Zement (den weltweit ersten Carbon-Captured Near-Zero-Zement) kosten- und zeiteffizient an Kunden in Schweden und anderen europäischen Ländern ausliefern. Zudem lassen sich die CO₂‑Einsparungen durch das Marktmodell virtuell einer breiten Palette von Kunden in Europa zuordnen.

    Insgesamt trägt das Projekt maßgeblich zur Entwicklung des europäischen Marktes bei und stärkt die Nachfrage nach Netto‑Null‑Lösungen in der Baubranche.

    PLACICLE

    Land: Frankreich
    Sektor: Bioraffinerie, biobasierte Chemikalien und Materialien
    Projektträger: FUTERRO S.A.

    Das Projekt PLACICLE im französischen Port‑Jérôme‑sur‑Seine (Normandie) ist die weltweit erste kreislauforientierte Bioraffinerie. Damit schafft Futerro S.A. Europas erste vollständig integrierte Industrieplattform, die die gesamte Wertschöpfungskette von Milchsäure, Lactid, Polymilchsäure (PLA) und recycelter PLA an einem Standort abdeckt. In Einklang mit den Prinzipien der Kaskadennutzung von Biomasse soll die Bioraffinerie von Tereos Lillebonne jährlich 150 000 Tonnen zertifizierte nachhaltige Weizendextrose aus der Region beziehen und damit jährlich 75 000 Tonnen neue PLA herstellen.

    PLACICLE integriert zudem den weltweit ersten Recycling‑Hub für PLA, der mechanisches Recycling mit dem chemischen Recycling LOOPLA kombiniert. Die Anlage soll zunächst jährlich 7 000 Tonnen produzieren. Mit dem Projekt schafft das Unternehmen einen geschlossenen Kreislauf, verringert die Abhängigkeit von Primärbiomasse und minimiert das Abfallaufkommen. Bei der PLA-Herstellung in PLACICLE entstehen mindestens 75 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als bei erdölbasierten Kunststoffen wie Polystyrol.

    Neben einer guten Klimabilanz bietet PLA auch erhebliche funktionale und ökologische Vorteile: Es ist biobasiert, mechanisch und chemisch recycelbar, industriell kompostierbar, und seine Mikro‑ und Nanorückstände bauen sich leicht zu dem natürlichen Molekül Milchsäure ab.

    Brocēni CC

    Land: Lettland
    Sektor: Zement und Kalk, CO₂‑Abscheidung und ‑Speicherung
    Projektträger: SCHWENK LATVIJA SIA

    Beim Projekt Brocēni CC kommt ein innovatives System für die kryogene CO₂‑Abscheidung zum Einsatz. Dabei werden die heißen Rauchgase vorbehandelt und die überschüssige Wärme in den Produktionsprozess zurückgeführt.

    Die neue Anlage entsteht im Zementwerk im lettischen Brocēni.

    GEROA

    Land: Griechenland
    Sektor: Windenergie
    Projektträger: ITSAS WIND S.L.

    Das GEROA-Projekt ist eine ehrgeizige Initiative im Bereich schwimmende Windkraft. Sie setzt da an, wo herkömmliche Technologien aufhören. Bisher waren Offshore-Windparks nur in flachen Küstengewässern effektiv und wirtschaftlich. GEROA will das ändern und testet einen schwimmenden Windpark vor der griechischen Küste zwischen Alexandroupoli und der Insel Samothraki.

    Der Demonstrations-Windpark nutzt die innovative SATH-Technologie (Swinging Around Twin Hull) und besteht aus drei bis fünf Windrädern mit je 10 bis 15 Megawatt (insgesamt 45–50 Megawatt). Er soll zeigen, dass große schwimmende Offshore-Windparks in tieferen Gewässern technisch, ökologisch und wirtschaftlich machbar sind.

    GEROA ist ein wichtiger Schritt in Richtung Industrialisierung und Kommerzialisierung von schwimmender Windkraft in Europa. Das Projekt bringt eine skalierbare Lösung voran, die Offshore-Windkraft in tieferen Gewässern ermöglicht und dabei die ökologischen Auswirkungen und die Lebenszykluskosten minimiert. Mit Beton-Schwimmkörpern und einem sogenannten SPM-System (Single Point Mooring) stellt das Projekt eine langlebige, kostengünstige und leicht replizierbare Alternative vor. GEROA trägt zum europäischen Grünen Deal und den Netto-Null-Zielen bis 2050 bei. Außerdem fördert es die regionale Entwicklung, denn es trägt zu einer stabilen europäischen Lieferkette bei, bindet die lokale Industrie ein und schafft hochwertige Arbeitsplätze. Das bei diesem Projekt erworbene Wissen ist entscheidend, um künftig in Europa und weltweit schwimmende Windparks mit mehreren Gigawatt installierter Leistung ans Netz zu bringen.

    Projekt SÜD

    Land: Deutschland
    Sektor: Geothermie
    Projektträger: ZeroGeo Energy GmbH

    Das Projekt SÜD soll die sogenannte ERS-Technologie (elektrische Reservoirstimulation) in einem Sedimentbecken einsetzen und dabei mit dem Organic-Rankine-Cycle-Verfahren (ORC) Strom erzeugen. Bei der ERS-Technologie werden in separaten Bohrlöchern eine Anode und eine Kathode in die Erde gelassen.

    Durch die Stimulation der Lagerstätte werden die natürliche Durchlässigkeit des Sediments und der Flüssigkeitsfluss erhöht. Das Pilotprojekt ist der erste Einsatz der ERS-Technologie bei Geothermie-Projekten in Europa und die erste Anwendung von ERS außerhalb von Feldtests in den USA und in Oman.

    BIO4CO2

    Land: Spanien
    Sektor: Einsatz von erneuerbaren Energien außerhalb Anhang I
    Projektträger: ENSÖ ESC S.L.

    Das Projekt B1O4O02 besteht aus einer großen kommerziellen BECCU-Anlage. Dabei steht BECCU für Bioenergy with Carbon Capture and Usage, also Bioenergie mit CO2-Abscheidung und -Nutzung. Das Prinzip: Ein Biomasse-Heizkraftwerk wird auf innovative Art und Weise mit einem modernen Verfahren für CO2-Abscheidung und -Speicherung kombiniert. Anders als bei früheren Amin-Verfahren kommt dabei ein neues, weiterentwickeltes Amin-Lösungsmittel zum Einsatz, und der Energieverbrauch ist niedriger.

    Ziel des Projekts im spanischen Torrelavega ist es, nachhaltige Wärme, grünen Strom und vollständig biogenes CO2 als Nebenprodukt zu produzieren. Die produzierte nachhaltige Energie (112 MWt Wärme und 15,84 MWe Strom jeweils aus Biomasse) wird mit Prozessintegrationsstrategien an unterschiedlichen Stellen eines Chemiewerks genutzt und dient der Selbstversorgung. Das Projekt BIO4CO fördert die Entwicklung neuer CO2-Wertschöpfungsketten in der Kreislaufwirtschaft. Und es ermöglicht neue Geschäftsmodelle für die chemische Industrie (Herstellung von E-Fuels) und die Lebensmittelindustrie mit nachhaltigem abgeschiedenem CO2.

    PELAFLEX

    Land: Spanien
    Sektor: Windenergie
    Projektträger: Marine Power Systems Ltd

    PelaFlex ist die einzige Offshore‑Windkraftplattform für tiefere Gewässer, die entlang der gesamten Wertkette optimiert ist – von der installierten Leistung, Fertigung, Montage, dem Transport und der Installation über die Integration des Windturbinen‑Generators bis hin zur Wartung.

    PelaFlex ist stabil, leicht und gut in Serie herstellbar. Die Plattform maximiert mit minimalen Bewegungen den Energieertrag und ist mit zahlreichen Windturbinen kompatibel.

    • Ihre effiziente Struktur verbindet ein geringes Gewicht mit hoher Stabilität, Robustheit und Leistung.
    • Das Design ermöglicht die Fertigung vor Ort und die maximale Nutzung bestehender Lieferketten.
    • PelaFlex stützt sich auf bewährte Modelle für Offshore‑Windkraftanlagen, vereinfacht Abläufe im Hafen und ermöglicht eine schnelle industrielle Skalierung.
    • Hohe Stabilität mit vernachlässigbarer Neigung im Betrieb erhöht den Energieertrag und reduziert den Anpassungsbedarf bei Turbinen und Turm.
    • Dank ihres geringen ökologischen Fußabdrucks minimiert die Plattform die Auswirkungen auf Meereslebewesen und Meeresboden. Im Rahmen des Pilotprojekts wird die PelaFlex GS-Plattform für tiefe Gewässer samt Turbine im offenen Meer verankert, Strom ins Netz eingespeist und die Projektzertifizierung angestrebt.
    SunHarbor Brest

    Land: Frankreich
    Sektor: Wasserkraft/Meeresenergie
    Projektträger: HelioRec SAS

    SunHarbor Brest ist ein innovatives schwimmendes Solarprojekt im Hafen von Brest. Es nutzt das patentierte W300A-System von HelioRec, das speziell für den küstennahen Einsatz entwickelt wurde.

    Das von der EIB unterstützte Demonstrationsprojekt veranschaulicht fortschrittliche Komponenten (darunter das Hydro‑Lock‑Ballastsystem und ein stoßdämpfender Mechanismus), die einen zuverlässigen Betrieb bei Wellenhöhen von bis zu 4 Metern und Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h ermöglichen.

    Anders als herkömmliche schwimmende Photovoltaiksysteme ist das W300A-System für den Einsatz unter rauen maritimen Bedingungen ausgelegt und erschließt damit neues Potenzial für saubere Energie in Häfen und Küstenregionen. Mit seinem ökologischen Design, seiner Multifunktionalität und seiner Kostenparität mit Dach-Solaranlagen definiert das System den Einsatz erneuerbarer Energien auf ungenutzten Wasserflächen neu.

    SunHarbor Brest wurde vom französischen Start-up HelioRec in Zusammenarbeit mit dem Hafen von Brest entwickelt und setzt neue Maßstäbe für die skalierbare, nachhaltige Energieerzeugung in Europas Küsteninfrastruktur.

    Pilotprojekt WINDCATCHER

    Land: Norwegen
    Sektor: Windenergie
    Projektträger: WIND CATCHING SYSTEMS AS

    Wind Catching Systems (WCS) ist ein Technologieunternehmen, das mit seinen wegweisenden Lösungen der nächsten Generation für schwimmende Offshore-Windkraftanlagen die Stromgestehungskosten deutlich senken will. Die patentierte Multi-Turbinen-Architektur soll es ermöglichen, schwimmende Windkraftanlagen im industriellen Maßstab zu Preisen zu realisieren, die sich den heutigen Benchmarks für fest installierte Anlagen annähern. Dies soll zu einer breiteren Marktakzeptanz beitragen und die Energiewende beschleunigen.

    Mit dem Projekt Wind Catching Demo (WCD) in der Nähe des Standorts Vestavind D an der norwegischen Westküste wird die erste Validierung der WCS-Technologie im Vollmaßstab angestrebt. Das Projekt umfasst die Konstruktion, Installation und den Betrieb einer einzelnen schwimmenden Multi-Turbinen-Struktur mit einer Leistung von 40 Megawatt. Dabei werden zentrale Komponenten wie Turbinen, das Turbinen-Handhabungssystem, die Fertigungs- und Installationsmethodik sowie der Betrieb unter realen Offshore-Bedingungen getestet. Die Demonstration im Vollmaßstab ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Kommerzialisierung. Sie ermöglicht die Zertifizierung, die Verifizierung der Kosten sowie die Vorbereitung auf eine künftige Markteinführung.

    Über die gesamte kommerzielle Lebensdauer bietet die Anlage erhebliche Vorteile in puncto Flächeneffizienz, Betriebskosten und Leistung. Das Windcatcher-Konzept dürfte sich daher als wettbewerbsfähige Lösung für schwimmende Windparks in tieferen Gewässern etablieren. Durch die Validierung der Technologie im Vollmaßstab kann WCS die Einführung kosteneffizienter, leistungsstarker schwimmender Windkraftanlagen beschleunigen und zur globalen Energiewende beitragen.

    Finnmark Dragon Farm

    Land: Schweden (Einsatz in EU-Gewässern)
    Sektor: Erneuerbare Energien – Meeres-/Gezeitenenergie
    Projektträger: Minesto

    Ziel des Projekts Euro Dragon Farm ist die Errichtung einer innovativen Pilotanlage für Gezeitenenergie in EU‑Gewässern. Es soll die Skalierung der Gezeitenenergie in der EU beschleunigen und ihre Marktreife nachweisen.

    Die Pilotanlage besteht aus mehreren Turbinen, die an einem Küstenstandort in der EU installiert werden, als erste Stufe eines späteren großskaligen Ausbaus. Das Projekt demonstriert den Einsatz innovativer Gezeiten­turbinen, die vom schwedischen Technologieführer Minesto entwickelt wurden. Es stützt sich auf bewährte operative Erfahrung und führt Innovationen ein, die Leistung, Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz weiter verbessern. Die Multimegawatt‑Pilotanlage nutzt eine genau vorhersehbare und jederzeit verfügbare erneuerbare Energiequelle und stärkt damit die Rolle der Gezeitenenergie als wertvolle Ergänzung zu intermittierenden erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne.

    Das Projekt soll das erste kosteneffiziente, leichte und zuverlässige Gezeitenkraftwerk an einem ausgewählten Standort in der EU testen und demonstrieren und markiert einen bedeutenden Meilenstein der innovativen Meeresenergie. Mit dieser bahnbrechenden Technologie soll zuverlässige grundlastfähige Gezeitenenergie bereitgestellt werden. Das Projekt dient damit als globale Referenz für isolierte und miteinander verbundene Regionen, die den Übergang zu CO2‑neutralen Energiesystemen vollziehen. Das Projekt soll die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Gezeitenenergie in Umgebungen demonstrieren, in denen konventionelle Lösungen nicht realisierbar sind.

    Euro Dragon Farm ist Minestos erste Multimegawatt‑Anlage in der EU und unterstreicht die Vorreiterrolle des Unternehmens im Bereich der Meeresenergie.

    Minesto, 2007 im schwedischen Göteborg als Spin‑off von Saab gegründet, entwickelt innovative Lösungen zur Stromerzeugung aus Gezeiten- und Meeresströmungen. Seine patentierte Drachen-Technologie ermöglicht eine effiziente Energiegewinnung bei geringer Strömung und in tiefen Gewässern und eröffnet damit neue Märkte für die Gezeitenenergie.

    ComPon

    Land: Tschechien
    Sektor: Erneuerbare Energie
    Projektträger: ComPon Praha a.s

    Ziel des ComPon-Projekts ist der Einsatz eines innovativen schwimmenden Wärmepumpensystems, das das Energiepotenzial der Flussströmung nutzt. Das System erzeugt Wärme und Kälte und soll an ein Vierleiter‑Fernwärme- und ‑kältenetz in der Stadt Prag angeschlossen werden. Es nutzt sechs Wärmepumpen von fünf verschiedenen Herstellern auf einem schwimmenden Ponton (ComPon).

    Die Innovation besteht in der neuartigen Kombination von Wärme‑ und Kühltechnologien, die die Energie des Flusswassers nutzen. Im Gegensatz zu Energieanlagen an Land, die industrielle Wärmepumpentechnologie nutzen, muss bei dem ComPon‑System kein Flusswasser entnommen werden. Die Anlage befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Abnehmern (kürzere, kostengünstigere und effizientere Verteilung) und wird als Plug‑and‑Play‑Lösung in einer Werft gefertigt (keine übermäßigen Grundstücks- und Baukosten, kürzere Bauzeit in kontrollierter Umgebung).

    Primavera-PP

    Land: Spanien
    Sektor: Windenergie
    Projektträger: EnerOcean S.L.

    Das Projekt Primavera‑PP, das für den EU-Innovationsfonds vorgeschlagen wurde, ist ein bahnbrechendes Offshore-Pilotprojekt von EnerOcean. Das Unternehmen ist der älteste Offshore-Entwickler in Spanien und gehört heute zur Eni‑Gruppe. Mit W2Power, der mehrfach ausgezeichneten schwimmenden Windplattform von EnerOcean, setzt Primavera‑PP auf zwei Windturbinen statt der derzeitigen Einzelanlagen. Letztere werden mit zunehmender Leistungsstärke immer schwerer und teurer und sind mit der aktuellen Hafen‑ und Werftinfrastruktur immer schwieriger zu installieren und instand zu halten.

    Das Projekt in den Gewässern des Handelshafens von Granadilla auf Teneriffa (Kanarische Inseln) soll vorkommerziell demonstrieren, dass sich solche Anlagen weltweit besonders gut für Offshore‑Standorte mit starkem Windaufkommen, großer Wassertiefe und rauer See eignen. Aufbauend auf dem praxiserprobten Prototyp von EnerOcean, der seit 2019 unter Realbedingungen auf offener See getestet wurde, sowie auf der weltweit ersten zertifizierten technischen Auslegung in der Leistungsklasse über 15 MW, geht es bei der Pilotanlage um zwei Windkraftanlagen der patentgeschützten W2Power‑Konfiguration. Diese sind auf einem kompakten Halbtaucher mit Windrichtungsnachführung und Einpunkt-Verankerung installiert. Im Vergleich zu anderen schwimmenden Windkraftanlagen sind bei dieser innovativen Konfiguration Krängung, Materialeinsatz und mechanische Komplexität deutlich geringer.

    Die Pilotanlage nutzt zwei Windkraftanlagen mit jeweils 5,5 MW Leistung (insgesamt 11 MW). Die kommerziellen W2Power‑Plattformen haben eine zertifizierte Leistung von 20 MW. Dabei kommen zwei 10‑MW‑Turbinen zum Einsatz, die bereits kommerziell verfügbar sind und von mehreren Herstellern geliefert werden können. Das ist kosteneffizienter und zuverlässiger als der Einsatz einer einzelnen, noch nicht marktreifen 20‑MW‑Turbine. Nach der Fertigstellung ist Primavera‑PP die erste W2Power‑Anlage in kommerzieller Größe. Sie wird leistungsstärker sein als jede andere schwimmende Windplattform in europäischen Gewässern.

    Das innovative Projekt wird die technische, ökologische und wirtschaftliche Machbarkeit des Konzepts demonstrieren – mit fortschrittlichen Regelungsstrategien, Monitoring mit dem Digitalen Zwilling und Modulbauweise. Primavera‑PP beliefert im Rahmen langfristiger Stromabnahmeverträge industrielle Abnehmer im Hafen mit Grünstrom und trägt damit maßgeblich zur Industrialisierung und kommerziellen Einführung skalierbarer, kosteneffizienter schwimmender Offshore‑Windenergieanlagen in Europa bei. Gleichzeitig stärkt es regionale Lieferketten und entspricht den Dekarbonisierungszielen der EU.

    Genesis

    Land: Kroatien
    Sektor: Geothermie
    Projektträger: Factor2Energy GmbH

    Das Projekt Genesis von Factor2Energy ist die erste großtechnische Demonstrationsanlage für ein geothermisches Kraftwerk, das CO₂ verwendet. Bei der Anlage wird unternehmenseigene Prozesstechnologie der nächsten Generation eingesetzt.

    Standort des Projekts ist Kopčevec nahe Zagreb (Kroatien). Genesis revolutioniert die Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen: Statt Wasser oder Dampf nutzt es CO₂ als Arbeitsmedium. Das steigert die Energieeffizienz und senkt die Betriebskosten. Das Konzept funktioniert auch mit abgeschiedenem CO2. So wird aus einem Abfallprodukt ein hocheffizientes Medium für die Stromerzeugung aus Geothermie. Im Vergleich zu konventionellen Technologien lässt sich mit CO2-basierter Geothermie um bis zu 50 Prozent mehr Strom erzeugen – bei rund 40 Prozent niedrigeren Betriebskosten.

    Das Projekt soll in erster Linie die technisch‑ökonomische Machbarkeit der CO₂‑basierten Geothermie validieren und demonstrieren, dass diese Technologie netto-negativ ist und somit eine emissionsfreie, grundlastfähige Stromerzeugung ermöglicht. Außerdem soll das Projekt dazu beitragen, dass Kroatien weniger Strom importieren muss und dadurch energiesicherer wird. Parallel dazu fördert es den Wissenstransfer und einheitliche Standards, damit sich diese Technologie EU‑weit leichter durchsetzt. Genesis ist nicht nur ein Technologie-Projekt, sondern auch eine strategische Investition in Europas Energiezukunft. Es entspricht den EU‑Zielen Klimaneutralität und Energiesicherheit und macht die EU zum Vorreiter bei einer neuen Generation regelbarer erneuerbarer Energiequellen.

    Genesis wandelt traditionelle CCS‑Infrastruktur in eine Einnahmequelle um und ebnet damit den Weg für einen skalierbaren Einsatz in Europa und anderen Regionen. CO₂‑basierte Geothermie bietet eine nachhaltige, kosteneffiziente und emissionsfreie Energielösung. Diese weltweit neuartige Demonstrationsanlage entsteht unter der Leitung eines multidisziplinären Teams von Factor2Energy mit viel Erfahrung in den Bereichen Geothermie, Stromerzeugung und Infrastrukturentwicklung. Das Projekt wird neue Maßstäbe in puncto skalierbare Geothermie und CO2-Nutzung setzen und damit maßgeblich zur globalen Energiewende beitragen.

    GEOMEL

    Land: Spanien
    Sektor: Geothermie
    Projektträger: Melilla Geothermal Energy S.L.

    Das Projekt GEOMEL ist Spaniens erstes Tiefengeothermie-Kraftwerk mit hoher Enthalpie. Es befindet sich strategisch in der autonomen Stadt Melilla, die nicht an das Stromnetz angeschlossen ist und derzeit stark von Öl- und Gasimporten abhängt. GEOMEL nutzt das geothermische Potenzial der Störungszone Melilla–Fès–Smaala–Oulmès. Es umfasst vier geothermische Doubletten (Förder- und Reinjektionsbohrung) und nutzt moderne Organic Rankine Cycle (ORC)‑Technologie. Damit produziert die Anlage netto 21 MW Strom und 8 MW Wärme.

    Diese duale Auslegung ermöglicht eine effiziente Kraft‑Wärme‑Kopplung: Die erzeugte Energie wird in das regionale Stromnetz und in ein Fernwärmenetz eingespeist, die kommunale und industrielle Abnehmer versorgen, darunter die Abwasserbehandlungs- und Abfallverwertungsanlagen von REMESA. Das geschlossene System von GEOMEL gewährleistet einen emissionsfreien Betrieb. Da die Sole vollständig reinjiziert wird, lässt sich diese geothermische Ressource langfristig nutzen. Gleichzeitig werden Flächenverbrauch und Umweltauswirkungen auf ein Minimum reduziert. Das Projekt setzt auf fortschrittliche Bohrtechnologien und vorausschauende, SCADA‑gestützte Betriebsführung und ist in die städtische Wasserinfrastruktur integriert. Damit schafft es ein Geothermie-Konzept, das sich in dicht besiedelten Gebieten und Gebieten mit wenig Platz gut replizieren lässt.

    GEOMEL ist nicht nur technologisch innovativ. Es trägt auch zur Klimaneutralität, Energiesouveränität und regionalen Entwicklung bei und entspricht EU‑Initiativen wie dem Grünen Deal, REPowerEU und dem Mechanismus für einen gerechten Übergang. GEOMEL schafft hochwertige Arbeitsplätze, fördert das Wirtschaftswachstum in einem strukturell benachteiligten Gebiet in äußerster Randlage und ist deshalb ein Schlüsselprojekt für Europas resiliente, dekarbonisierte Energiezukunft.

    SUNFUEL

    Land: Dänemark
    Sektor: Solarenergie
    Projektträger: EUROPEAN ENERGY A/S

    Das Projekt SUNFUEL von European Energy ist eine innovative großskalige Demonstrationsanlage für Agri‑Photovoltaik (Agri-PV). Bei dieser Technologie wird bei der Pflanzenproduktion parallel Strom erzeugt. Die Anlage steht im 65 Hektar großen Barmosen Energy Park in Dänemark und ist mit einer installierten Leistung von 44,5 MWp die weltweit größte PV‑Anlage, die in die landwirtschaftliche Produktion integriert ist.

    SUNFUEL basiert auf firmeneigener Technologie mit einachsig horizontaler Nachführung (HSAT‑2P). Diese Technologie eignet sich besonders gut für die Doppelnutzung von Flächen: Sie gewährleistet eine effiziente Sonneneinstrahlung für die Stromerzeugung und behindert dabei nicht die Bewirtschaftung der Flächen unterhalb der Solarmodule. Innovativ sind unter anderem die Steuerungseinheiten (Tracker) für die Nachführung, das einklappbare Montagesystem für eine leichtere Installation und Wartung, das optimierte Kabelmanagement sowie speziell entwickelte Lager für mehr Resilienz und niedrigere Kosten.

    ADAPT

    Land: Frankreich
    Sektor: Herstellung von Komponenten für erneuerbare Energien
    Projektträger: Liebherr-Components Colmar SAS

    Mit dem ADAPT-Projekt entsteht bei Liebherr-Components Colmar SAS im französischen Colmar eine neue Fertigungslinie für einen Hochleistungs-Dual-Fuel-Stromgenerator (> 2 Megawatt) für netzunabhängige Anwendungen. Der Generator ist für den Betrieb mit grünem Ammoniak und hydriertem Pflanzenöl (HVO) ausgelegt und bietet eine sauberere, flexibel einsetzbare Alternative zu Diesel-basierten Systemen. Er richtet sich an Branchen wie den Bergbau, mit hohem Energiebedarf und begrenztem Netzzugang, und soll die Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren. Liebherr‑Components Colmar SAS ist eine Tochtergesellschaft der Liebherr‑Gruppe und auf große Verbrennungsgeneratoren für den Bergbau und industrielle Anwendungen spezialisiert.

    REDCAP

    Land: Spanien
    Sektor: Herstellung von Komponenten für Energiespeicher
    Projektträger: Micro Electrochemical Technologies S.L.

    Micro Electrochemical Technologies S.L. (B5tec) bietet Energiespeicherlösungen, die durch den Einsatz von Mikro­technologie und organischer Chemie mehr Leistung, geringere Kosten und höhere Zuverlässigkeit bieten. Das Portfolio des kleinen Unternehmens umfasst eine Mikrofluss-Batterie mit zugehörigen Komponenten, eine Mikrobrennstoffzelle für Photovoltaik und den REDCAP (Redox-Kondensator), der der Markteinführung am nächsten ist. Nach dem erfolgreichen REDCAP-Konzeptnachweis im Labormaßstab im Jahr 2021 erwarb B5tec Ende 2022 eine Pilotanlage, um die Industrialisierung und die Validierung unter realen Bedingungen in Angriff zu nehmen. Der innovative REDCAP besteht aus einem metallfreien Hybrid-Superkondensator, der eine hohe Leistung und Energiedichte mit einer langen Lebensdauer vereint.

    GIGAWATT CELLS

    Land: Polen
    Sektor: Herstellung von Komponenten für Energiespeicher
    Projektträger: ADM 14 Sp. z o. O.

    Das Projekt „GigaWatt Cells“ zielt auf die industrielle Produktion von fortschrittlichen TNMC811-Lithium-Ionen-Batteriezellen für den Schwerlastbereich und ausgewählte Dual-Use-Anwendungen ab. Es handelt sich um ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Tangram Battery sp. z o.o. und der Coracina Enterprises Ltd. Tangram ist dabei für das Engineering, die Werksintegration und den Technologieeinsatz zuständig, und Coracina steuert die für die Industrialisierung der TNMC811-Technologie erforderliche Expertise für Skalierung und geistiges Eigentum bei.

    Die Technologie punktet durch hohe Energiedichte, lange Lebensdauer, einen stabilen Innenwiderstand und schnelle Ladefähigkeit. Durchgeführt wird das Projekt von der Zweckgesellschaft ADM14 sp. z o.o., die sich vollständig im Eigentum der DC24 ASI sp. z o.o. befindet. Sie soll im Südosten Polens eine Produktionsanlage mit einer anfänglichen Leistung von etwa 0,5 Gigawattstunden pro Jahr errichten. ADM14, Tangram und Coracina stellen gemeinsam komplementäres Know-how in den Bereichen Technologieentwicklung, Engineering, Skalierung und Finanzierung bereit.

    SOLVING

    Land: Frankreich
    Sektor: Herstellung von Komponenten für Energiespeicher
    Projektträger: SAS CARBON

    CARBON will mit der Entwicklung seiner vertikal integrierten 5‑Gigawatt-Gigafabrik für Ingots, Wafer, Zellen und Module

    • zu den Dekarbonisierungszielen beitragen und die CO2‑Emissionen bei der Herstellung von Solarmodulen deutlich reduzieren,
    • die Produktion von Solarmodulen durch eine lokale, verantwortungsvolle und innovative Fertigung nachhaltiger machen,
    • die Produktion von Solarmodulen nach Europa zurückholen, eine resiliente Wertkette für Solarmodule aufbauen und eine klimaneutrale Industrie in Europa etablieren,
    • Europas Energiesouveränität stärken.

    Die Fabrik soll Ende 2028 in Betrieb gehen, 2029 ihre volle Leistung von 5,1 Gigawatt erreichen und während ihrer zehnjährigen Betriebsdauer insgesamt rund 22 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente einsparen.

    Das Projekt setzt in allen Phasen der Wertkette auf innovative Technologien sowie auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Das hocheffiziente Zellfertigungsverfahren, das den Kern des Projekts bildet, basiert auf den neuesten TOPCon‑ (Tunnel Oxide Passivated Contact) und BC-Zelltechnologien (Back‑Contact). Er ist das Ergebnis jahrzehntelanger Forschungs‑ und Entwicklungsarbeit des ISC Konstanz, des CEA‑Liten am Institut National de l‘Energie Solaire (INES) sowie von ECM Greentech und Semco Smartech, den Anteilseignern von CARBON.

    Die Gigafabrik wird in Fos-sur-Mer in der französischen Region Provence-Alpes-Côte d’Azur auf einer Fläche von über 45 Hektar errichtet. Der Standort befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Hafen von Marseille-Fos, Frankreichs größtem Industriehafen, und verfügt über eine vorteilhafte geostrategische Lage an der Kreuzung wichtiger Seewege. Er bietet eine sehr gute Anbindung an alle großen Welthäfen und eine ausgezeichnete Infrastruktur für den Straßen-, Schienen-, Fluss- und Seeverkehr. Das stark industrialisierte Gebiet punktet mit gut ausgebildeten Fachkräften.

    Die Baugenehmigung und die Umweltgenehmigung für die drei Hauptanlagen der in Europa einzigartigen Gigafabrik (Ingot- und Wafer-Herstellung, Zellfertigung in Reinräumen und hochautomatisierte Modulmontage) wurden bereits erteilt. Die Versorgung mit ausreichend Wasser und erneuerbarem Strom ist ebenfalls sichergestellt.

    CARBON profitiert von der starken Unterstützung seiner wichtigsten lokalen und nationalen Stakeholder, die eine Taskforce zur Rekrutierung der benötigten Talente und Fachkräfte eingerichtet haben. CARBON ist in ein außergewöhnliches industrielles Umfeld eingebettet, das Teil eines innovationsorientierten Ökosystems ist, und trägt aktiv zur strategischen Entwicklung der Region bei.

    EUROMAG

    Land: Deutschland
    Sektor: Herstellung von Komponenten für erneuerbare Energien
    Projektträger: VACUUMSCHMELZE GmbH & CO KG (VAC)

    Ziel des EUROMAG-Projekts ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung von jährlich 439 Tonnen Neodym‑Eisen‑Bor‑Magneten speziell für Windturbinen. Die Magnete erzielen eine beispiellose magnetische Leistung ohne den Einsatz schwerer Seltenerdmetalle wie Dysprosium (Dy) und Terbium (Tb).

    Die Fertigung verteilt sich auf zwei Standorte: In Deutschland erfolgen die erste Pulveraufbereitung und das Sintern, in der Slowakei das abschließende Schleifen, Beschichten und die Montage.

    High-Cyde

    Land: Italien
    Sektor: Herstellung von Komponenten für Energiespeicher
    Projektträger: GVP ITALIA S.R.L.

    High‑Cyde betrifft die Herstellung von 12 Meter langen Wasserstoff-Druckbehältern. Das Projekt erweitert und modernisiert eine bestehende Produktionsanlage, die derzeit kleinere Behälter fertigt. Dadurch können künftig große Mengen an stark komprimiertem Wasserstoff gespeichert und transportiert werden. Das schafft die Voraussetzungen für den Einsatz im industriellen Maßstab.

    Die herzustellenden Verbundzylinder sind für Hochdruck (300 bar) ausgelegt und kommen für den sicheren und effizienten Transport in einen ISO‑Stahlrahmen. Die wichtigste Innovation ist der hydrogeformte Stahlliner, den GVP nach einem patentierten Verfahren herstellt.

    Eine weitere Verbesserung ist die weniger dicke Kohlefaserverstärkung. Dadurch ist der Behälter insgesamt leichter und hat ein größeres Fassungsvermögen.

    Pumpedge

    Land: Ungarn
    Sektor: Herstellung von Komponenten für erneuerbare Energien
    Projektträger: CAADEX KFT

    Mit dem Projekt PUMPEDGE will CAADEX eine innovative Wärmepumpenfamilie entwickeln und herstellen und damit die industrielle Wärmeerzeugung revolutionieren. Diese bahnbrechende Technologie adressiert den dringenden Bedarf an effizienten, skalierbaren Heizlösungen im bislang unterversorgten Leistungsbereich von 20 bis 100 kW und ist auf industrielle Anwendungen ausgerichtet.

    Im Mittelpunkt steht ein neuartiges Wärmeleitmaterial, das Leistungsverluste verhindert und die Energieeffizienz über den Lebenszyklus von zehn Jahren um 30 Prozent erhöht.

    Projektziele:

    • Entwicklung von fünf Wärmepumpen-Modellen (20, 30, 50, 65 und 94 kW)
    • Optimierte Anwendung des innovativen Leitmaterials
    • Ausbau einer Produktionsanlage in Komló (Ungarn)
    • Nachweis der Einsatzfähigkeit unter industriellen Betriebsbedingungen

    Diese Ziele sollen durch fortschrittliche Fertigungstechnologien und Partnerschaften mit wichtigen Branchenakteuren erreicht werden. Der Projektträger nutzt bestehende Anlagen und Know-how und integriert innovative Elemente für eine hochmoderne Produktionsumgebung.

    PUMPEDGE trägt zur Dekarbonisierung der Industrie bei, stärkt die technologische Führungsrolle der EU, verbessert die Energiesicherheit und entspricht damit den Zielen des Arbeitsprogramms.

    Durch das Projekt sollen über einen Zeitraum von zehn Jahren rund 115 801,98 Tonnen CO₂ eingespart werden, was maßgeblich zum Umweltschutz beiträgt. Darüber hinaus stärkt es Europas industrielle Wettbewerbsfähigkeit im Bereich saubere Energietechnologien und fördert den Übergang zu einer CO₂‑armen Wirtschaft.

    Durch die Verbindung technologischer Innovation mit einem marktorientierten Ansatz könnte PUMPEDGE neue Maßstäbe für die Effizienz und Nachhaltigkeit in der industriellen Wärmeerzeugung setzen und einen wichtigen Beitrag zur von der EU angestrebten Klimaneutralität leisten.

    EAMFINLAND

    Land: Finnland
    Sektor: Herstellung von Komponenten für Energiespeicher
    Projektträger: Epsilon Advanced Materials Oy

    Das Projekt EAMFINLAND betrifft den Bau einer Anlage für die Produktion leistungsstarker, nachhaltiger Anodenmaterialien aus Graphit, darunter sogenanntes aktives Anodenmaterial für Lithium‑Ionen‑Batterien. Diese Materialien werden vor allem in Elektrofahrzeugen und Energiespeichern eingesetzt. Die Anlage hat eine jährliche Produktionskapazität von 30 000 Tonnen. Sie soll in einem Fertigungszentrum im Gewerbegebiet GigaVaasa im finnischen Vaasa gebaut werden.

    FENICE

    Land: Italien
    Sektor: Herstellung von Komponenten für Energiespeicher
    Projektträger: FIB S.p.A.

    FENICE ist die erste Anlage in Italien und Südeuropa, die Batteriezellen, Module und Batteriepacks auf Lithium-Ionen-Basis in Massenproduktion herstellt. Als europäischer Hersteller von Batteriezellen setzt FIB S.p.A. auf modernste Batterietechnologien. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung und dem Einsatz umweltfreundlicher Materialien. Das Projekt FENICE, bei dem ENI zu den Begünstigten gehört, soll zur Dekarbonisierung und zu mehr Nachhaltigkeit beitragen und so die Energiewende beschleunigen. Ziel ist ein neues Wirtschaftsparadigma, das auf ressourcenschonende, innovative und emissionsarme Produkte und Produktionsprozesse setzt und den Übergang vom linearen Wirtschaftsmodell zu einem Kreislaufmodell unterstützt.

    Mit dem Projekt will FIB S.p.A. in Süditalien eine vertikal integrierte Produktionsplattform für Lithium‑Eisenphosphat‑Batterien aufbauen. Ziele sind die Herstellung von aktivem Kathodenmaterial, die Produktion von Batteriezellen und Modulen sowie das Recycling. Mithilfe eines Digitalen Zwillings will der Projektträger die Effizienz steigern, eine bessere Rückverfolgbarkeit erreichen und die Prozesse optimieren. Das Projekt entspricht den Klimazielen der EU, stärkt Europas Produktionskapazitäten im Bereich saubere Technologien und fördert die strategische Autonomie.

    SODISTORE

    Land: Finnland
    Sektor: Herstellung von Komponenten für Energiespeicher
    Projektträger: BROADBIT BATTERIES ΟΥ

    Das Projekt SODISTORE betrifft eine Pilot-Produktionslinie für Natriumsalz-Batterien für Langzeit-Energiespeicher. Sie sollen mit dieser Technologie effizienter, sicherer und ökologisch nachhaltiger werden.

    Potenzielle Kunden sind Erzeuger erneuerbarer Energien, Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur und Rechenzentren. Durch das Projekt sollen Stromnetze flexibler werden und mehr Strom aus erneuerbaren Quellen einbinden können. Die Pilotanlage dient als Demonstrationsplattform für Natriumsalz‑Batterien.

    SoSued

    Land: Österreich
    Sektor: Energiespeicherung
    Projektträger: Wärmespeicher Weitendorf GmbH

    Das Projekt „Sonnenspeicher Süd“ (SoSued) betrifft ein großflächiges saisonales thermisches Energiespeichersystem (TES) in einem umgewidmeten Basaltsteinbruch. Das System kombiniert bewährte Technologien wie Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, solarthermische Kollektoren und Biomassekessel mit einem neuartigen Wärmespeicher mit innovativem schwimmendem Isolationsdeckel.

    IGL

    Land: Italien
    Sektor: Sonstige Energiespeicherung
    Projektträger: CFFT S.p.A.

    Das Projekt IGL (Intermodal Green Logistics) ist eine strategische Initiative von CFFT. Der Projektträger will damit den Hafen von Civitavecchia (nördlich von Rom) in eines der weltweit ersten intermodalen klimaneutralen Logistikzentren umwandeln.

    Bei dem Projekt geht es um einen Anionenaustauschmembran‑Elektrolyseur mit Photovoltaikanlage und Brennstoffzelle. Er soll mit Sonnenenergie grünen Wasserstoff erzeugen und damit ein skalierbares Modell für die Speicherung und Nutzung erneuerbarer Energien liefern. Das Projekt ist an die Infrastruktur der Hydrogen-Valley‑Initiative in Italien angebunden und soll mit nachhaltigen Verfahren und grüner Energie zu einem breiteren Ökosystem beitragen. Dank des modularen Aufbaus lässt sich das System künftig erweitern und an neue Anforderungen anpassen.

    Die neue Anlage dürfte erhebliche Mengen an CO₂ einsparen. Damit entspricht das Projekt den globalen Nachhaltigkeitszielen und fördert den Einsatz von grünem Wasserstoff in Häfen und in der Industrie.

    Durch die Kombination von Solarstrom- und Wasserstofftechnologie und ihre Einbettung in eine umfassende Dekarbonisierungsstrategie setzt das Projekt einen Maßstab für Innovationen bei erneuerbaren Energien in der Logistik. Es unterstreicht die Bedeutung von Wasserstoff für die Energiewende und positioniert Civitavecchia als Modell für den nachhaltigen Hafenbetrieb – in Einklang mit den globalen Klimazielen und als Wegbereiter für klimaneutrale Logistikzentren.

    LUGH-ID

    Land: Irland
    Sektor: Energiespeicherung
    Projektträger: Redoxblox

    Redoxblox will am Standort der Molkereigenossenschaft ArraTipp in Irland demonstrieren, wie sich mit seiner thermochemischen Energiespeichertechnologie überschüssiger Ökostrom zur Dampferzeugung nutzen lässt. Damit bringt der Projektträger seine Technologie zur Speicherung von Ökostrom in Form von Wärme und chemischer Energie erstmals zum Einsatz.

    Die gespeicherte Wärme wird an einen Abhitzedampferzeuger abgegeben und ersetzt das Erdgas, das bisher bei ArraTipp zur Dampferzeugung verwendet wurde. Mit dem modernen thermochemischen Hochtemperatur-Wärmespeicher lässt sich Grünstrom kompakt und kosteneffizient speichern. Die Energierückgewinnung basiert auf Heißluft, die im Abhitzedampferzeuger zur Dampferzeugung eingesetzt wird.

    UW-CAES1

    Land: Zypern
    Sektor: Kurzzeit-Stromspeicherung
    Projektträger: ALTUM MARE LTD

    UW‑CAES1 ist ein Novum für Europa. Bei dem Pilotprojekt geht es um das erste isobare‑adiabatische Unterwasser-Druckluftspeicherkraftwerk (Compressed Air Energy Storage, CAES) mit Netzanschluss. Die Anlage entsteht vor der Südküste Zyperns und gehört zum Forschungszentrum PROTEAS. Der Speicher soll eine Kapazität von 3 MWh haben und bis zu zehn Stunden lang 300 kW Strom liefern können. Dazu werden Drucklufttanks in einer Wassertiefe von rund 100 Metern installiert und mit einer landseitigen Anlage zur Kompression, Expansion und thermischen Speicherung gekoppelt.

    UW‑CAES1 setzt auf natürlichen hydrostatischen Druck und auf Wärmerückgewinnung durch adiabatische Kühlung. Das ermöglicht eine emissionsfreie Langzeitspeicherung von Energie – ohne kritische Rohstoffe, fossile Brennstoffe und geologische Kavernen. Der Projektträger verwendet dabei kommerziell bewährte Technik wie Kompressoren, Turboexpander und Wärmespeicher und kombiniert sie mit modularen Unterwasser-Speichertanks. Im Betrieb unter realen Netzbedingungen soll UW‑CAES1 die technische Leistungsfähigkeit, Effizienz, Zuverlässigkeit und Umweltverträglichkeit der Unterwasser‑CAES‑Technologie bestätigen. Gleichzeitig generiert das Projekt belastbare Betriebsdaten für eine spätere Replikation und kommerzielle Skalierung.

    UW‑CAES1 wird von Altum Mare durchgeführt. Die zyprische Zweckgesellschaft wurde von der Muttergesellschaft BaroMar gegründet, um deren patentierte Technologie zu kommerzialisieren.

    GEMIS

    Land: Ungarn
    Sektor: Kurzzeit-Stromspeicherung
    Projektträger: Green Industry Kft

    Das Projekt GEMIS (Graphene Energy Module Innovation System) von Green Industry Kft betrifft die Entwicklung, den Bau und den Betrieb eines Langzeit‑Energiespeichers mit einer Kapazität von 120 MWh. Der Speicher wird in der Nähe von Neszmély (Ungarn) errichtet. Er verwendet Hybrid-Superkondensatoren aus Graphen und Tantal und wird mit einem 82,8-MW-Solarpark kombiniert.

    Für das Projekt werden auf einem ehemaligen, 172 Hektar großen Deponiegelände 20 modulare Kondensatoren installiert. Das Projekt wird in das öffentliche Stromnetz eingebunden. Es ermöglicht den Handel mit überschüssiger Energie auf dem Intraday‑Markt und trägt auch zur Frequenzregelung, Schwarzstartfähigkeit und zum Spitzenlastmanagement bei.

    RCO2B

    Land: Irland
    Sektor: Kurzzeit-Stromspeicherung
    Projektträger: ENERGY DOME SPA

    Das Projekt Rhode CO₂ Battery (RCO2B) betrifft die Installation von zwei Standard-CO₂‑Batterien mit einer Entladeleistung von rund 45 MW und einer Speicherkapazität von etwa 363 MWh. Projektstandort ist Rhode in der Grafschaft Offaly (Irland). Das Projekt ist auf den irischen Strommarkt ausgerichtet, vor allem auf Arbitragehandel, Systemdienstleistungen, Kapazitätsbereitstellung und Rechenzentrum-Anwendungen. Dafür wurde ein langfristiger Tolling‑Vertrag abgeschlossen.

    RCO2B fällt unter die Langzeit‑Energiespeicherung. Seine CO2-Batterien basieren auf einem geschlossenen thermodynamischen Prozess. Innovativ ist vor allem die systemseitige Integration zweier standardisierter Speicher. Damit demonstriert das Projekt das Zusammenspiel mehrerer Einheiten und verbessert durch die Skalierung innovativer Technologien die Systemreife.

    Der Projektträger Energy Dome S.p.A. (Italien) entwickelt und betreibt eigene CO₂‑basierte Langzeit-Energiespeichersysteme. Dabei deckt das Unternehmen sämtliche Projektphasen ab – von der Konzeption und Planung über den Bau bis hin zur Installation.

    Vaeridion Microliner

    Land: Deutschland
    Sektor: Emissionsarme Luftfahrt
    Projektträger: Vaeridion GmbH

    Vaeridion ist ein deutsches Start‑up, das innovative Technologien für Elektroflugzeuge entwickelt. Außerdem plant das Unternehmen eine eigene Produktionsstätte für Hochleistungs-Batteriesysteme.

    Mit dem Microliner will Vaeridion in Europa das erste zertifizierte vollelektrische Kurzstreckenflugzeug für neun Passagiere auf den Markt bringen – für einen emissionsfreien Regionalflugverkehr.

    Das mittelgroße „First of a kind“-Demonstrationsprojekt soll einen Produktionsstandort für die Serienfertigung der Microliner schaffen.

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    ©spainter_vfx/iStock

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