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  • EIB-Darlehen erhöht Effizienz des Flugverkehrs und verbessert Sicherheit von vielen Millionen Fluggästen auf wichtigen Luftkorridoren über dem westlichen Balkan
  • Mittel werden im Rahmen der finanziellen Covid-19-Soforthilfe der EIB für den Westbalkan bereitgestellt
  • Finanzierung macht SMATSA krisenfester in der Pandemie

Die Europäische Investitionsbank (EIB) vergibt 10,3 Millionen Euro an das Flugsicherungsunternehmen SMATSA, das den Flugverkehr über Serbien und Montenegro kontrolliert. Die von dem Unternehmen abgedeckten Luftkorridore sind wichtige regionale, europäische und globale Flugrouten, die viele Millionen Passagiere und Frachtbetreiber aus der ganzen Welt benutzen.

Mit dem Darlehen der EIB erhöht SMATSA die Zuverlässigkeit und Interoperabilität der Flugsicherung und stimmt sie auf die EU-Verordnungen zum einheitlichen europäischen Luftraum ab, die den Luftverkehr in Europa regulieren. Die Finanzierung verbessert europaweit die Anbindungen. Da die Qualität der zentralen Luftverkehrsinfrastrukturen und -dienstleistungen optimiert wird, trägt sie auch zu einem effizienteren Regionalverkehr bei. Dies fördert die Integration des Westbalkans in die Europäische Union.

Lilyana Pavlova, EIB-Vizepräsidentin mit Aufsicht über Finanzierungen in Serbien: „Wir freuen uns, dass wir den Luftverkehrssektor im Westbalkan unterstützen können, der von der Coronapandemie mit am härtesten getroffen wurde. Mit diesen zusätzlichen Mitteln kann SMATSA geplante Investitionen erfolgreich abschließen. Damit erhöht das Unternehmen die Flugsicherheit in Europa und der Region und treibt die Effizienz und Angleichung an EU-Standards voran. Das Projekt ist vorrangig für die Region und Teil des TEN-V-Netzes. Es verbessert daher die Anbindung und regionale Integration, und es fördert die wirtschaftliche Erholung, insbesondere im Tourismus, der stark unter Covid-19 leidet.“

Predrag Jovanović, CEO von SMATSA: „Die EIB-Finanzierung hilft SMATSA, die Krise zu überstehen, die die Coronapandemie verursacht hat. Dank der Gelder setzen wir unser Investitionsprogramm fort, mit dem wir die Betriebssicherheit, Effizienz und Kapazitäten des Luftverkehrs steigern und die Umweltbelastung verringern.“

Botschafter Sem Fabrizi, Leiter der EU-Delegation in Serbien: „Sicheres Reisen ist ein zentrales europäisches Ziel, vor allem im schwer von der Coronapandemie getroffenen Flugverkehrssektor. Ich freue mich deshalb, dass Serbien mit finanzieller Hilfe der EU den Westbalkan stärker in Europa integriert.“

Anhaltende Unterstützung während der Coronapandemie

Die Finanzierung ergänzt ein Darlehen von 45 Millionen Euro zur Modernisierung der Flugsicherungssysteme von SMATSA. Es wurde 2018 unterzeichnet, um die Effizienz und Sicherheit des Luftverkehrs in Europa und der Region zu erhöhen. Mit dem neuen Darlehen kann SMATSA die Luftverkehrsdienste, die das Unternehmen unter Coronabedingungen anbieten muss, schneller entwickeln und das 2018 unterzeichnete Projekt effektiv umsetzen und verwalten.

Die zusätzlichen Mittel sind Teil der Covid-19-Soforthilfe der EIB, die im Mai 2020 von Team Europe verabschiedet wurde, um die sozioökonomische Erholung des Westbalkans zu unterstützen. Die EIB hat bislang über 2,3 Milliarden Euro für den serbischen Verkehrssektor bereitgestellt. Sie fördert damit die Verkehrssicherheit und das Wirtschaftswachstums des Landes.

Hintergrundinformationen

Die EIB in Serbien

Die EIB ist seit 1977 in Serbien tätig und vergibt landesweit Finanzierungen für wichtige Infrastrukturprojekte sowie kleine und mittlere Unternehmen, die Industrie, den Dienstleistungssektor und Gebietskörperschaften. Bisher wurden 88 Projekte finanziert und mehr als 6,1 Milliarden Euro in die Bereiche Verkehr, Bildung, Gesundheit und Versorgungsinfrastruktur sowie in kleine und mittlere Unternehmen investiert.

Die EIB im Westbalkan

Die EIB ist einer der größten internationalen Geldgeber im Westbalkan. Seit 2009 hat die Bank in der Region fast 8,6 Milliarden Euro für Projekte bereitgestellt. Neben ihrer anhaltenden Unterstützung für den Wiederaufbau und die Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur fördert sie seit 2010 auch viele weitere Bereiche, darunter Gesundheit, Forschung und Entwicklung, Bildung sowie kleine und mittlere Unternehmen.

SMATSA

SMATSA wurde 2003 als Gesellschaft mit beschränkter Haftung für die Flugsicherung gegründet. Das Unternehmen ist der Nachfolger der Föderalen Flugkontrollbehörde, die dem Verkehrsministerium unterstand. Gründer der GmbH sind Serbien und Montenegro, die 92 Prozent bzw. 8 Prozent der Anteile halten. Das Unternehmen erbringt Flugsicherungsdienste im Luftraum und auf den Flughäfen Serbiens und Montenegros sowie in einem Teil des Luftraums über der Adria. SMATSA operiert in Einklang mit nationalen und internationalen Vorschriften sowie einschlägigen internationalen Abkommen.