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  • Bis 2020 sollen mindestens 500 Milliarden Euro mobilisiert werden, um Projekte zu finanzieren, die in Einklang mit der EU-Politik stehen

Die Investitionsoffensive für Europa wurde am 27. April 2017 am Sitz der Europäischen Institutionen als „Wachstumschance für Spanien“ bezeichnet. An der Festveranstaltung nahmen der spanische Minister für  Wirtschaft, Industrie und Wettbewerbsfähigkeit Luis de Guindos, der für Beschäftigung, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission Jyrki Katainen, der Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) Román Escolano und der Vorsitzende des Instituto de Crédito Oficial (ICO) Pablo Zalba teil. Die Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Spanien, Direktorin Aránzazu Beristain, begrüßte die mehr als 150 Anwesenden, bei denen es sich größtenteils um Vertreter aus dem Unternehmenssektor und von öffentlichen Einrichtungen handelte.

Mit der Investitionsoffensive für Europa sollen mindestens 500 Milliarden Euro für Investitionen mobilisiert werden. Finanziert werden sollen innovative Projekte, die in Einklang mit der EU-Politik stehen. Der Investitionsplan wurde 2015 eingerichtet, um Investitionen in Vorhaben von strategischer Bedeutung für die europäische Wirtschaft zu fördern. Sowohl liquide Mittel als auch technische Hilfe sollen bereitgestellt werden, um Investitionen zu ermöglichen und sicherzustellen, dass die Finanzierungen die Realwirtschaft erreichen.

Das Kernstück der Investitionsoffensive ist der Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI). Er wurde eingerichtet, um Projekte von großen Unternehmen, KMU und Midcap-Unternehmen zu finanzieren, die hauptsächlich die Bereiche strategische Infrastruktur (digitale und Verkehrsinfrastruktur), Forschung und Innovation, Aus- und Weiterbildung sowie Förderung erneuerbarer Energien und der Ressourceneffizienz betreffen.

Eines der Ziele der Europäischen Union (EU) besteht darin, das wirtschaftliche Umfeld zu verbessern, indem die Energie-, die Kapitalmarkt- und die digitale Union gefördert werden. Die Investitionsoffensive für Europa bietet die Möglichkeit, Projekte auf diesen Gebieten umzusetzen, da der Schwerpunkt der auf diese Weise geförderten Investitionsvorhaben darauf liegt, langfristig zu Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in den EU-Mitgliedstaaten beizutragen.

Seit der Einrichtung der Investitionsoffensive für Europa im Jahr 2015 genehmigte die EIB-Gruppe in der EU 477 Projekte und Operationen im Gesamtbetrag von rund 34 Milliarden Euro. Damit sollen Investitionen von mehr als 183 Milliarden Euro angestoßen werden. In Spanien wurden bis April 2017 45 Operationen auf der Grundlage der Investitionsoffensive genehmigt. Ihr Finanzierungsvolumen beläuft sich auf mehr als 4 Milliarden Euro, und dadurch können rund 27,8 Milliarden Euro in die spanische Wirtschaft gepumpt werden. Ausgehend von den im Rahmen der Investitionsoffensive für Europa vorgelegten Projekten und den dafür bewilligten Finanzierungen ist Spanien eines der aktivsten EU-Länder. Weitere Informationen über die in Spanien im Rahmen des „Juncker-Plans“ genehmigten Projekte finden sich hier.

Die Vertreter von Wirtschaft und öffentlichen Einrichtungen, die im Europasaal des Sitzes der Europäischen Institutionen anwesend waren, lauschten aufmerksam den Worten von Luis de Guindos, Jyrki Katainen, Román Escolano und Pablo Zalba, die die „einmalige Wachstumschance“ zum Thema hatten, die die Investitionsoffensive für Europa für Spanien darstellt. Es wurde auch darauf verwiesen, dass Projekte vorgelegt werden müssen, die Wachstum und Beschäftigung fördern.

Finanzierungen beantragen

Es bestehen verschiedene Möglichkeiten, um Finanzierungen im Rahmen der Investitionsoffensive für Europa zu beantragen. Wenn sich die Kosten Ihres Investitionsvorhaben auf mehr als 50 Millionen Euro belaufen, dann wenden Sie sich bitte direkt an die EIB. Wenn die Kosten geringer sind, kontaktieren Sie bitte eines der Finanzinstitute, die eine Vereinbarung mit der EIB abgeschlossen haben. Auch KMU können über die Finanzintermediäre für die Garantie- und Kapitalbeteiligungsoperationen des Europäischen Investitionsfonds (EIF) Finanzierungen in Anspruch nehmen. Zusätzliche Informationen zur Funktionsweise der Investitionsoffensive für Europa sind hier abrufbar.

99,88 Prozent der spanischen Unternehmen sind KMU. In Spanien gibt es 3 178 408 KMU, die für Finanzierungen auf der Grundlage des EFSI in Betracht kommen, wenn sie tragfähige und innovative Projekte vorlegen.

Workshop

Die Präsentation wurde direkt über Internet gestreamt und in ganz Spanien über Twitter mit großem Interesse verfolgt. Die Informationsveranstaltungen werden heute Abend mit einem Workshop über die europäische Plattform für Informationsberatung (EIAH, www.eib.org/eiah) und das europäische Investitionsvorhabenportal (EIPP, www.ec.europa.eu/eipp), für das die Europäische Kommission zuständig ist, fortgesetzt.

Geleitet wird der Workshop von Mark Mawhinney, Abteilungsleiter bei der Europäischen Investitionsbank mit Zuständigkeit für die europäische Plattform für Investitionsberatung, und von der EIPP-Expertin Filipa Ramalho. Daran teilnehmen werden mehr als hundert Unternehmen, die wissen wollen, wie, wo und auf welche Weise sie ihre Projekte vorlegen können.

Große Informationsoffensive der Kommission und der EIB

Seit 2015 und besonders intensiv seit 2017 sind leitende Mitarbeiter und Fachleute der Kommission in Spanien sowie der EIB in Zusammenarbeit mit dem ICO intensiv damit befasst, Unternehmer und Einrichtungen in ganz Spanien laufend und umfassend zu informieren. Zu diesem Zweck organisieren sie in zahlreichen spanischen Provinzen Informationsveranstaltungen, halten Seminare an und machen Präsentationen darüber, wie Finanzierungen in Anspruch genommen werden können, um Projekte auf der Grundlage der Investitionsoffensive für Europa durchzuführen.