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  • Kostenlose technische Hilfe bei der Vorbereitung von Klimaprojekten in der Frühphase
  • Projekte in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität, Abfallwirtschaft und Wasser
  • Der Gap Fund unterstützt Städte in Entwicklungs- und Schwellenländern

Der City Climate Finance Gap Fund (Gap Fund) hat heute angekündigt, welche Städte in der nächsten Runde kostenlose technische Hilfe bei der Vorbereitung bankfähiger städtischer Klimaprojekte erhalten. Zum Zuge kommen Städte in Montenegro, Ecuador, Südafrika, Vanuatu, Mexiko und der Ukraine. Die Projekte betreffen unter anderem die Begrünung städtischer Flächen, Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität, sowie die Abfall- und Wasserwirtschaft. Im April dieses Jahres hatte die Weltbank bereits Zuschüsse in Höhe von 1,8 Millionen Dollar an neun Städte vergeben, um ihre Klimaziele in finanzierungsfähige Projekte zu verwandeln.

Der Gap Fund unterstützt weltweit Städte, die bei der Entwicklung und Finanzierung städtischer Klimaprojekte auf Schwierigkeiten stoßen, weil es ihnen etwa an Kompetenz oder technischem Know-how fehlt. Dafür bietet er frühzeitig kostenlose technische Hilfe und Beratung bei der Priorisierung und Vorbereitung städtischer Investitionen in den Klimaschutz. Ziel des Gap Fund ist es, die Vorbereitung von Investitionen zu beschleunigen, die Qualität der Projekte zu verbessern und sicherzustellen, dass sie bankfähig sind.

Die Weltbank und die Europäische Investitionsbank (EIB) setzen den City Climate Finance Gap Fund gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) um – eine neue Partnerschaft für grüne, inklusive, resiliente, kreative und wettbewerbsfähige Städte in Entwicklungsländern. Mit geberfinanzierter technischer Hilfe und einem Zielvolumen von mindestens 100 Millionen Euro will der City Climate Finance Gap Fund rund vier Milliarden Euro mobilisieren, um städtische Klimaprojekte auf den Weg zu bringen.

In den heute bekannt gegebenen Städten sind folgende Aktivitäten geplant:

  • Podgorica, Montenegro: Unterstützung der Stadt bei der Ermittlung öffentlicher Gebäude, die für eine Begrünung der Dächer und Fassaden infrage kommen, um die Gebäude energieeffizienter zu machen und die Regendurchlässigkeit öffentlicher Flächen zu verbessern
  • Cuenca, Ecuador: Unterstützung bei der Analyse des vorhandenen hydrometeorologischen Netzwerks, der Bewertung von Klimawandelszenarien und neuen Möglichkeiten des Hochwasserschutzes
  • Mbombela, Südafrika: Unterstützung bei der Aufstellung eines Masterplans für das Regenwassermanagement
  • Port Vila, Vanuatu: Vermittlung von technischem Know-how in der Biogaserzeugung, um das Potenzial der ersten abfallbefeuerten Biogasanlage in Port Vila zu analysieren
  • Naucalpan, Mexiko: Bewertung der institutionellen Kompetenzen für die Entwicklung einer neuen Bahnverbindung von Naucalpan nach Mexiko-Stadt
  • Lwiw, Ukraine: Unterstützung bei der fußgänger- und fahrradfreundlichen Straßengestaltung

EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle: „Städte weltweit verursachen mehr als zwei Drittel der globalen CO2-Emissionen. Viele Städte leiden bereits unter den verheerenden Auswirkungen der Klimakrise, und die Coronapandemie hat es noch schwieriger gemacht, dieses Problem zu bekämpfen. Der Gap Fund zeigt, wie wir durch partnerschaftliche Zusammenarbeit Städten von Mexiko bis zur Ukraine helfen können, aus Ideen bankfähige Projekte zu machen. Ich möchte den Städten, der Weltbank, unseren Gebern und Partnern aus den städtischen Netzwerken danken, dass sie sich so engagiert für unsere gemeinsamen Ziele des Gap Fund einsetzen.“

Carole Dieschbourg, luxemburgische Ministerin für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung: „Als europäischer Staat und weltweit größter Geldgeber pro Kopf für internationale Klimafinanzierungen weiß Luxemburg um die wichtige Rolle, die Städte auf dem Weg in eine emissionsfreie Zukunft spielen. Der Gap Fund bietet das notwendige Instrumentarium, um das Potenzial der Städte für den Klimaschutz zu nutzen.“

Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU): „Wir unterstützen Städte auf der ganzen Welt bei der Suche nach klimafreundlichen Lösungen für den raschen Zuzug in städtische Gebiete. Der Zustrom von Menschen stellt die Städte schon jetzt vor gewaltige Herausforderungen in puncto Wohnen, Energieversorgung, Wasser, Abfallwirtschaft, Mobilität und Anpassung an den Klimawandel. Deshalb müssen wir ihnen helfen und die Zusammenarbeit ausbauen. Zentraler Bestandteil dieser Herkulesaufgabe ist der Gap Fund.“

Arlene McCarthy, Executive Director des Globalen Konvents der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für Klima und Energie (GCoM): „Städte sind bei der Bekämpfung des Klimawandels und der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise ganz vorne mit dabei. Bürgermeister und Stadtverantwortliche gehen neue Wege beim Neuaufbau für eine stärkere, grünere und gerechtere Gesellschaft. Wir müssen mehr in lokale Lösungen und städtische Infrastruktur investieren, die den Übergang zu einer sauberen Wirtschaft beschleunigen. Der Gap Fund hilft Städten auf der ganzen Welt, darunter vier Städten des Konvents, ihre Pläne für eine Verringerung der Emissionen und Verschmutzung umzusetzen und konkrete Verbesserungen für ihre Bürgerinnen und Bürger zu bewirken.“

City Climate Finance Gap Fund

Der City Climate Finance Gap Fund wird durch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das luxemburgische Ministerium für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung unterstützt. Weitere Partner sind der Globale Konvent der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister (GCoM) und Städtenetzwerke wie Local Governments for Sustainability (ICLEI) und C40 Cities Climate Leadership Group. Der Gap Fund wird von drei Institutionen umgesetzt: der Weltbank und der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Partnerschaft mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Erfahren Sie mehr unter www.citygapfund.org.

Hintergrundinformationen

Die Europäische Investitionsbank ist in rund 160 Ländern tätig und der weltweit größte multilaterale Geldgeber für Klimaschutzprojekte. Vor Kurzem hat die EIB-Gruppe ihren Klimabank-Fahrplan verabschiedet, um ihre ehrgeizigen Ziele zu erreichen: In den zehn Jahren bis 2030 will sie eine Billion Euro für Klimaschutz und ökologisch nachhaltige Investitionen mobilisieren und bis 2025 mehr als 50 Prozent ihrer Finanzierungen für Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit bereitstellen. Gemäß diesem Fahrplan richtet die EIB-Gruppe seit Anfang 2021 alle neuen Finanzierungen an den Zielen und Grundsätzen des Pariser Abkommens aus.