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  • Europäische Investitionsbank fördert Klimaprojekte und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Peru mit 100 Millionen US-Dollar
  • Von der EU besicherte Finanzierung hilft coronageschädigten Unternehmen
  • Das Darlehen trägt zu zahlreichen UN-Entwicklungszielen bei und stärkt Perus Widerstandsfähigkeit gegen Pandemien wie Covid-19

Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt der peruanischen Entwicklungsbank Corporación Financiera de Desarrollo S.A. (COFIDE) ein Rahmendarlehen von 100 Millionen US-Dollar bereit. Mit dem Geld sollen kleine Unternehmen und Klimaschutzprojekte, vor allem in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz, finanziert werden.

Als Antwort auf die Covid-19-Krise erhalten KMU rund 30 Millionen US-Dollar aus dem EIB-Darlehen, vor allem Unternehmen, die mit den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen kämpfen. Die Mittel werden über einheimische Geschäftsbanken an förderfähige Investitionsprojekte weitergeleitet.

Das Darlehen wird außerdem mit einem Zuschuss von 3,7 Millionen Euro (4,5 Millionen US-Dollar) aus der Investitionsfazilität für Lateinamerika der EU kombiniert. Diese Mittel sollen vor allem in Form von technischer Hilfe eingesetzt werden, um die Systeme von COFIDE zur Steuerung ökologischer und sozialer Risiken zu stärken und private Investitionen in Perus Sektor für nachhaltige Energie zu ermöglichen.

Ricardo Mourinho Félix, EIB-Vizepräsident mit Aufsicht über die Finanzierungen der Bank in Lateinamerika: „Investitionen in kleinste, kleine und mittlere Unternehmen sind wichtig, um Arbeitsplätze zu schaffen und die wirtschaftliche Entwicklung und Innovation anzukurbeln. Wir freuen uns, der COFIDE zusätzliche finanzielle Mittel für kleine, von der Pandemie betroffene Unternehmen bereitzustellen und den Erneuerbare-Energien-Sektor im Land weiter voranzubringen. Die Vereinbarung ist ein gutes Beispiel für die gemeinsamen Anstrengungen der EU im Rahmen von ‚Team Europe‘ und hebt hervor, woran uns in Lateinamerika besonders gelegen ist: einen Beitrag zu nachhaltigem und inklusivem Wachstum zu leisten und den Klimaschutz zu fördern.“

COFIDE-Präsident Carlos Linares: „CODIFEs Strategie als Entwicklungsbank Perus basiert auf drei Säulen und verknüpft wirtschaftliche, soziale und ökologische Fortschritte. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns sehr über die Vereinbarung mit der Europäischen Investitionsbank – sie wird kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen zugutekommen, die frische Mittel brauchen, um ihr Geschäft wieder in Schwung zu bringen, vor allem nach dieser in jeder Hinsicht schwierigen Zeit. Außerdem hilft sie, die Infrastrukturlücke zu schließen, und rückt dabei grüne Projekte ins Zentrum, die die COFIDE seit mehreren Jahren finanziert.“

Diego Mellado, EU-Botschafter in Peru: „Klima- und Umweltauswirkungen sind ein schwelendes Problem für Peru und die Welt. Um solche Risiken zu bewältigen, müssen unbedingt nachhaltige Projekte, etwa in den Bereichen erneuerbare Energien, städtische Mobilität oder ökologischer Wohnraum, gefördert werden. Diese Projekte entsprechen auch dem europäischen Grünen Deal. Das Geld der Europäischen Investitionsbank fließt in Initiativen und die Förderung von Unternehmen, die diese Klimarisiken mildern. Dies wird sich sehr positiv auf die Zukunft der Menschen hier in Peru auswirken.“

Die globale Antwort der EIB auf Covid-19

Die gezielte Unterstützung der peruanischen Wirtschaft in der Covid-19-Krise ist Teil des 20-Milliarden-Euro-Hilfspakets, mit dem die EIB weltweit gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie angehen will.

EU-Garantien und UN-Nachhaltigkeitsziele

Die Bank der EU stellt das Darlehen im Rahmen ihres Finanzierungsmandats für Lateinamerika 2014–2020 bereit. Es ist durch die EU-Garantie besichert. Mit ihrer Finanzierung unterstützt die EIB die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung. Sie sichert den Zugang zu bezahlbarer, zuverlässiger, nachhaltiger und moderner Energie und bekämpft gleichzeitig den Klimawandel.

Die EIB in Lateinamerika

Die EU ist der größte Investor und der zweitgrößte Handelspartner Lateinamerikas und trägt damit wesentlich zur Entwicklung in der Region bei. Als Bank der EU unterstützt die EIB die Beziehungen der EU zu Lateinamerika durch die Finanzierung von Projekten, die zu den außenpolitischen Zielen der EU beitragen: Entwicklung der Wirtschafts-, Umwelt- und Sozialinfrastruktur, Entwicklung des Privatsektors sowie Bekämpfung der Ursachen des Klimawandels und Klimaanpassung.

In Lateinamerika ist die EIB ein wichtiger Geldgeber für Erneuerbare-Energien- und Energieeffizienz-Projekte. Im Zeitraum 2015–2019 unterzeichnete sie in der Region Finanzierungen von über 1 564 Millionen Euro. Für die EIB hat der Kampf gegen die Ursachen und Folgen des Klimawandels Priorität in der Region. Deshalb finanziert die Bank der EU vor allem Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz und nachhaltiger öffentlicher Verkehr. Zur Anpassung der Region an die Folgen des Klimawandels unterstützt die Bank die Modernisierung der bestehenden Infrastruktur, damit sie den direkten und indirekten Auswirkungen unbeständigerer und unvorhersehbarer Wetterverhältnisse besser standhält.

2019 förderte die EIB den Klimaschutz und die nachhaltige Entwicklung in Lateinamerika mit neun Finanzierungen von insgesamt 817 Millionen Euro – nie zuvor hat die Bank in einem Jahr so viele Projekte in der Region unterstützt.

Dies ist die sechste Finanzierung, die die Bank der EU in Peru vergeben hat. Die EIB hat in dem Land bislang 360 Millionen US-Dollar für Investitionsprojekte bereitgestellt.