>@EIB/Landsvirkjun
©EIB/Landsvirkjun

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat mit Landsvirkjun, dem staatlichen Stromkonzern Islands, einen Darlehensvertrag über 125 Millionen Euro unterzeichnet. Er dient der Finanzierung eines neuen Erdwärmekraftwerks und entsprechender geothermischer Bohrungen in Theistareykir in der Nähe von Húsavik im Nordosten Islands.

Die Darlehensmittel werden für die Entwicklung, den Bau und den Betrieb eines neuen Erdwärmekraftwerks mit einer Leistung von 90 MWe und der entsprechenden geothermischen Bohrlöcher verwendet. Betreiber der Anlage ist der staatliche isländische Stromkonzern. Das Kraftwerk wird in Theistareykir, einem Vulkangebiet etwa 30 Kilometer südöstlich von Húsavik im Nordosten des Landes errichtet. Dort wurden bereits neun Bohrlöcher, die eine Leistung von über 50 MWe ermöglichen, gebohrt und getestet.

Der für Finanzierungsoperationen in EFTA-Ländern zuständige EIB-Vizepräsident Christian Popa kommentierte: „Island nimmt bei erneuerbaren Energien eine ganz besondere Stellung ein. Es ist schön zu sehen, dass Landsvirkjun dieses Potenzial bestmöglich nutzt. Die EIB freut sich, dieses bedeutende Energieprojekt mitfinanzieren zu können. Sie stellt damit erneut ihre Unterstützung des europäischen Energiesektors unter Beweis. Islands Kompetenzen auf dem Gebiet der Geothermie entsprechen dem neuesten Stand der Technik und setzen für Erdwärmeprojekte rund um den Globus Maßstäbe.“

Hörður Arnarson, Vorstandsvorsitzender von Landsvirkjun, fügte hinzu: „Dies ist ein wichtiger Meilenstein für Landsvirkjun. Wir danken der EIB für die Unterstützung, die sie Island im Bereich erneuerbare Energien leistet. Die EIB hat bereits in der Vergangenheit ihr hohes Engagement unter Beweis gestellt, indem sie Finanzierungen für solide und nachhaltige Projekte in Europa bereitstellte. Wir werten diesen Darlehensvertrag als Vertrauensbeweis gegenüber unserem Unternehmen.“

Es ist das erste Darlehen seit 2011, das die EIB für ein Projekt in Island bereitstellt. Damals vergab sie 70 Millionen Euro an Landsvirkjun für den Bau des Wasserkraftwerks Budarhals an den Flüssen Tungnaa und Kaldakvisl im südisländischen Hochland. Die beiden Projekte fördern erneuerbare Energien und tragen somit maßgeblich zur Bekämpfung des Klimawandels bei. Damit stimmen sie mit einem vorrangigen Finanzierungsbereich der Europäischen Investitionsbank überein. Im letzten Jahr floss mehr als ein Viertel des gesamten Finanzierungsvolumens der EIB in Umweltschutzprojekte.