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Sichere und nachhaltige Verkehrsinfrastruktur bietet neue Chancen

Sichere und nachhaltige Verkehrsinfrastruktur bietet neue Chancen

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Die Möglichkeit, sicher und problemlos über große Entfernungen zu reisen, sehen wir im Westen als ein Grundrecht an. Für viele Menschen in den Entwicklungsländern gestaltet sich allein schon die Reise in die nächstgelegene Stadt oder in das Nachbardorf als äußerst mühsam und gefährlich. Dabei wird auch die Umwelt stark in Mitleidenschaft gezogen.

Die multilateralen Entwicklungsbanken müssen daher weltweit zusammenarbeiten, um die Verkehrsinfrastruktur dort zu verbessern, wo sie nach wie vor unterentwickelt ist.

Ein wachsendes Problem: die Entwicklung des städtischen Verkehrs

„Indem wir gemeinsam mit der Asiatischen Entwicklungsbank ein integriertes und nachhaltiges Nahverkehrsprojekt entwickeln, können wir die Lebensqualität insbesondere von armen und benachteiligten Menschen real beeinflussen. Dieses Projekt wird für die Einwohner der Stadt Vientiane bezahlbare und umweltfreundliche Verkehrdienste, eine höhere Straßenverkehrssicherheit und geringere Gesundheitsrisiken mit sich bringen“, erklärte Meryn Martens, der für Projekte im Bereich städtischer Verkehr zuständige Experte der EIB.

Vientiane, die Hauptstadt der Demokratischen Volksrepublik Laos, war mit ernsthaften Stadtentwicklungsproblemen konfrontiert. Mit der immer stärker steigenden Bevölkerungsdichte der Stadt hat auch die Zahl der Pkw auf den überlasteten städtischen Straßen zugenommen. Zwischen 2005 und 2012 hat sich der Motorisierungsgrad fast verdreifacht. Die Folge davon waren immer häufigere Verkehrsstaus und Verkehrsunfälle sowie eine starke Luftverschmutzung. Eine Verlagerung vom Individualverkehr auf den öffentlichen Personennahverkehr ist daher dringend erforderlich geworden, um nicht nur die Lebensqualität und die Mobilität, sondern auch den Klimaschutz zu verbessern.

Die EIB unterstützt die Stadt bei diesem Vorhaben und finanziert in Zusammenarbeit mit der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) ein Schnellbussystem mit eigener – räumlich getrennter – Busspur. Dieses Projekt sieht den Bau eigener Busspuren mit einer Gesamtlänge von 11,5 Kilometern, die Errichtung von 21 baulich abgegrenzten Haltestellen und die Anschaffung von 96 neuen Bussen vor. Ziel ist es, den Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit in der gesamten Hauptstadt zu verbessern.Darüber hinaus wird ein Park- und Verkehrsleitsystem installiert werden, das die Zugangsmöglichkeiten für Fußgänger und andere nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer verbessern soll. Während der gesamten Projektdurchführung werden Experten der ADB und der EIB sowie externe Berater (deren Kosten durch einen Zuschuss aus der Investitionsfazilität der EU für Asien finanziert werden) dem Ministerium für öffentliche Arbeiten und Verkehr technische Unterstützung gewähren. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass das Projekt erfolgreich und nachhaltig durchgeführt wird.

Die Lebensqualität in Vientiane wird durch das Projekt deutlich steigen. Durch die Entlastung der Verkehrssituation in der Stadt werden sich die Fahrzeiten der Pendler insgesamt um 1,5 Millionen Stunden pro Jahr verringern, und der Zugang zu wichtigen Dienstleistungen wird erleichtert. Die Gesundheit der Bewohner dieser Entwicklungsregion wird sich infolge der geringeren Luftverschmutzung und des geringeren Risikos von Verkehrsunfällen ebenfalls verbessern.



Wichtige Handelskontakte

Handelskontakte sind weltweit für die wirtschaftliche Entwicklung und Integration von wesentlicher Bedeutung und ermöglichen einen grenzüberschreitenden Personen- und Warenverkehr.

Die Menschen, die in den Verwaltungsbezirken Copán und Cortés, zwei der ärmsten und am stärksten benachteiligten Regionen von Honduras, leben und arbeiten, wissen das nur zu gut. Der Corredor de Occidente, der die wichtigste honduranische Industriestadt San Pedro Sula mit Guatemala und El Salavador verbindet, ermöglicht die erforderliche regionale Integration und grenzüberschreitenden Handel.

Für die wachsende Zahl von Verkehrsteilnehmern auf dieser Strecke ist die Fahrt wegen tiefer Schlaglöcher, größerer Erdrutsche, Schotterabschnitten und geringer Beschilderung mit einem hohen Risiko verbunden. Aber das soll sich nun ändern. Die EIB leistet einen wesentlichen Beitrag zur Instandsetzung eines 116 Kilometer langen Abschnitts des Korridors. Damit möchte sie sicherstellen, dass die europäischen Standards für die Straßenverkehrssicherheit eingehalten werden und der Korridor auch von Pendlern ohne Sicherheitsrisiko genutzt werden kann. Die Finanzierung wird in Partnerschaft mit der Investitionsfazilität der EU für Lateinamerika und der Zentralamerikanischen Bank für wirtschaftliche Integration (CABEI) bereitgestellt. Sie wird die Lebensqualität der Nutzer der Straße deutlich verbessern. Die Fahrzeiten werden sich um 2,5 Millionen Stunden pro Jahr verringern und die Zahl der Verkehrstoten wird zurückgehen, was eine verstärkte Entwicklung in der Region ermöglichen wird.

Die Notwendigkeit, die Handelsverbindungen auch innerhalb von Ländern zu verbessern, tritt nirgendwo deutlicher zu Tage als in Bangladesch, wo täglich 40 000 Pendler den 203 km langen Eisenbahnkorridor zwischen der Hauptstadt Dhaka und Chittagong nutzen. Dieser Korridor ist die meistbefahrene Bahnstrecke des Landes und eine wichtige Verbindung. Die eingleisige Strecke kann jedoch das wachsende Verkehrsaufkommen immer weniger bewältigen. Auch hier bemüht sich die EIB in enger Zusammenarbeit mit der ADB darum, diese Situation zu ändern. Ein Darlehen von 132 Millionen Euro soll dazu beitragen, einen 70 Kilometer langen Abschnitt des Korridors zu modernisieren. Vorgesehen sind ein zweigleisiger Ausbau, neue Signalanlagen und eine Erhöhung der Kapazität der Oberleitungen. Dadurch wird die Möglichkeit eröffnet, zusätzliche 2,7 Millionen Fahrgäste und 1 Million Tonnen Fracht pro Jahr zu befördern. Darüber hinaus wird dieses Projekt die Handelsverbindungen mit den angrenzenden indischen Bundesstaaten und mit Bhutan sowie die regionale Integration stärken und so spürbare Veränderungen bewirken.




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