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Metro macht Athen umweltfreundlicher

Metro macht Athen umweltfreundlicher

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  •  Datum: 15 Oktober 2010

Bei den Olympischen Spielen im Sommer 2004 konnten Hunderttausende Besucher das brandneue Metronetz in Athen nutzen, das die EIB mitfinanziert hat. Kürzlich hat die Bank weitere 150 Mio EUR für den Ausbau der U-Bahn bereitgestellt. Die EIB wird zu dieser Erfolgsgeschichte letztlich insgesamt 1,5 Mrd EUR beigetragen haben.

Athen hat rund vier Millionen Einwohner (40% der griechischen Bevölkerung) und zwei Millionen Pkw. Vor dem Bau der Metro war die griechische Hauptstadt nicht nur wegen der Akropolis bekannt. Athen stand auch für Verkehrsstaus und Luftverschmutzung.

Heute gehört das Athener Metronetz zu den modernsten in Europa und gilt als bauliche Meisterleistung. Jeden Tag benutzen 650 000 Fahrgäste die U-Bahn. Das heißt, dass 200 000 Pkw weniger unterwegs sind. Insgesamt erleichtert das 30 km lange Metronetz 200 Millionen Fahrgästen das tägliche Leben - die Verkehrsstaus auf den wichtigsten Straßenverbindungen haben abgenommen, und die Fahrzeiten für Pendler haben sich von 40 Minuten auf 10 verkürzt.

Darüber hinaus wurden die Stadtviertel im Umfeld der Metrostationen modernisiert und sind damit zu neuem Leben erwacht. Auch den meisten Geschäften in der Nähe von Metrostationen sind diese Modernisierungsarbeiten zugute gekommen, und die Immobilien haben an Wert gewonnen. Ehemals schlecht erreichbare Viertel sind nun besser angebunden und dadurch wieder attraktiver geworden. Durch den Ausbau der Metro in Athen und den Bau eines weiteren Metronetzes in Thessaloniki im Nordosten Griechenlands, das bis 2015 fertiggestellt sein soll, werden 1 450 Arbeitsplätze entstehen.

Und schließlich haben die Bauarbeiten am U-Bahn-Netz in einer Stadt voller archäologischer Wunder auch noch neue Funde ans Tageslicht gebracht. Man fand eine Nekropolis aus dem 4. Jahrhundert vor Christus, die Ruinen eines Aquädukts aus dem 6. Jahrhundert vor Christus und Teile einer alten römischen Mauer sowie rund 30 000 weitere wertvolle Fundstücke, um die sich nun Bauingenieure und Archäologen in Zusammenarbeit mit Vertretern des Kulturministeriums kümmern. Die bedeutendsten archäologischen Ausgrabungen wurden in der ersten Bauphase für vier Metrostationen im historischen Stadtzentrum gemacht (Syntagma, Keramikos, Monastiraki und Akropoli). Einige dieser Funde sind heute zusammen mit Werken zeitgenössischer griechischer Künstler in den Metrostationen zu bewundern.

Das neue Darlehen der EIB ist für die Planung, den Bau und die Inbetriebnahme der Verlängerungen der Linien 2 und 3 sowie für die Beschaffung von Zügen bestimmt. Die 4,3 km lange Linie 3 wird von Monastiraki nach Egaleo verlängert. Dazu werden drei neue Metrostationen gebaut und in Betrieb genommen. Der weitere Ausbau von Egaleo nach Haidari über 1,4 km mit einer neuen Metrostation befindet sich bereits in einer fortgeschrittenen Bauphase.



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