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Am Vortag der Europäischen Entwicklungstage 2021 lud die ständige Vertretung der EIB bei der EU in Brüssel zu einer Diskussion mit Fachleuten. Im Vordergrund stand die Frage, wie insbesondere über Team Europe ein allgemeiner und gerechter Zugang zu Gesundheitsversorgung und Wasser in Afrika erreicht werden kann.

EIB-Präsident Werner Hoyer stellte bei dieser Gelegenheit zwei neue Publikationen vor: den EIB-Entwicklungsbericht über unsere Finanzierungen außerhalb der EU in den Bereichen Klima, Gendergerechtigkeit, Migration und mehr sowie A Partnership with Africa, ein Ausblick auf unsere Pläne für Afrika, bei denen der Grüne Deal der EU im Mittelpunkt steht.

Es wurde betont, dass mehr private Investitionen in sauberes Wasser und in die Gesundheitssysteme in Afrika angeschoben werden müssen – um nicht nur der Coronapandemie zu begegnen, sondern auch zu verhindern, dass andere endemische Krankheiten sich ausbreiten.

Die Diskussionsrunde zur Gesundheitsversorgung unterstrich die Rolle der EU und der EIB im Kampf gegen die Pandemie in Entwicklungsländern und für einen gerechten Zugang zu Impfstoffen. Besonders hervorgehoben wurden die Finanzierungsplattform Sustainable Health Industry for Resilience in Africa und die COVAX-Initiative im Rahmen von Team Europe. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wiesen darauf hin, dass nicht nur die Impfstoffherstellung, sondern auch die Pharmaproduktion finanziert werden muss, um Afrika beim Aufbau eigener Kapazitäten für die Herstellung von Arzneimitteln zu helfen. Sie forderten außerdem mehr Unterstützung, damit die afrikanischen Länder die logistische Herausforderung der Impfstofflieferung bewältigen können.

Die zweite Diskussionsrunde zum Wasserbedarf Afrikas unterstrich den positiven Effekt von Wasserprojekten für Frauen und Mädchen und für die Armutsbekämpfung. Als Beispiele hierfür wurden EU- und EIB-geförderte Wasser- und Sanitärprojekte in der Region um den Viktoriasee genannt, die den Städten Kisumu in Kenia, Mwanza in Tansania und Kampala in Uganda zugutekommen. Caroline Ogutu, Wasseringenieurin bei der EIB in Nairobi, wies darauf hin, dass die EIB der größte Geldgeber im Wassersektor ist. Seit ihrer Gründung hat die Bank über 70 Milliarden Euro für mehr als 1 600 Projekte weltweit vergeben. Allein im Jahr 2020 waren es über 200 Millionen Euro für Wasserprojekte in Afrika.

EIB-Vizepräsident Thomas Östros erinnerte abschließend daran, dass wir alle unseren Ansatz in der Entwicklungsarbeit stetig weiterentwickeln müssen, damit wir auf neue Prioritäten der EU und der Partnerländer im Kampf gegen Armut, Krankheiten und Umweltzerstörung reagieren können.

Die EIB auf den Europäischen Entwicklungstagen 2021