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  • Die neuen Grundsätze leiten die Förderung dieser Banken für Länder und den Privatsektor bei der Umsetzung des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal
  • Die Banken legen erstmals gemeinsame Grundsätze und die Kriterien für die Ermittlung und Erfassung naturpositiver Finanzierungen fest
  • Die Bekanntgabe knüpft an ihre gemeinsame Erklärung „Nature, People and Planet“ auf der COP26 an

Die Europäische Investitionsbank (EIB) und andere multilaterale Entwicklungsbanken (MDBs) haben heute gemeinsame Grundsätze für die Ermittlung und Erfassung naturpositiver Finanzierungen veröffentlicht. Bekannt gegeben wurden sie am Tag der Natur auf der 28. UN-Klimakonferenz in Dubai.

Die gemeinsamen Grundsätze sollen die Natur systematisch in allen Projekten und Investitionen der MDBs verankern und damit naturpositive Finanzierungen steigern. Das ist eine der zentralen Vorgaben der auf der COP26. Darin sagten die MDBs zu, sich verstärkt für den Schutz, die Wiederherstellung und die nachhaltige Nutzung der Natur einzusetzen. So wollen sie zum Globalen Biodiversitätsrahmen von Kunming-Montreal beitragen.

Die Natur spielt eine entscheidende Rolle, weil sie Ressourcen und Leistungen bereitstellt, ohne die die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung nicht zu erreichen sind. Und sie ist ausschlaggebend für die Lösung von Entwicklungsaufgaben wie Gesundheit, Arbeitsplätze und Lebensgrundlagen, Ungleichheit, Klimawandel, Ernährungssicherheit und Fragilität.

EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle: „Im Ausbau naturpositiver Finanzierungen liegt der Schlüssel zur Überwindung der Klima-, Biodiversitäts- und Umweltkrise. Mit den gemeinsamen Grundsätzen zur Erfassung naturpositiver Finanzierungen setzen die MDBs eine zentrale Vorgabe ihrer gemeinsamen Erklärung zur Natur um. Wir bei der EIB übernehmen diese Grundsätze ab 2024 in unsere Methodik zur Erfassung der ökologischen Nachhaltigkeit. Damit verpflichten wir uns, gemeinsam mit den Ländern und dem privaten Sektor naturpositive Investitionen weltweit auszubauen.“

Die gemeinsamen Grundsätze weisen den Weg für die Entwicklung und Umsetzung der Rahmen und internen Methoden der multilateralen Entwicklungsbanken zur Erfassung naturpositiver Finanzierungen, damit sie Länder und den Privatsektor bei der systematischen Umsetzung des Globalen Biodiversitätsrahmens begleiten können. Außerdem erleichtern die Grundsätze die Vergleichbarkeit der Prüfungs- und Erfassungsverfahren der Banken. Der EIB helfen sie bei der Bewertung, ob von ihren Finanzierungen ein aussagekräftiger und messbarer positiver Beitrag zur Natur zu erwarten ist, und bei der Kommunikation über naturpositive Ergebnisse. Schließlich können sie auch für andere Investoren aufschlussreich sein, Kapitalmärkte und Regierungen eingeschlossen.

Die EIB auf dem Klimagipfel COP28

Besuchen Sie unsere Website mit Informationen über die EIB auf der COP28. Die EIB ist mit einem Pavillon im Side-Event-Bereich der blauen Zone vertreten und bietet Veranstaltungen zu verschiedenen Themen an (alle Details in der Agenda). Sie können sich die Veranstaltungen live oder als Aufzeichnung ansehen. Darüber hinaus teilt sich die EIB einen Pavillon mit der Gruppe der multilateralen Entwicklungsbanken (Agenda des MDB-Pavillons).

Hintergrundinformationen

  • Mit ihrem Klimabank-Fahrplan will die EIB-Gruppe in den entscheidenden zehn Jahren bis 2030 Investitionen von 1 Billion Euro in Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit mobilisieren. Die EIB hat sich das Ziel gesetzt, bis 2025 den Anteil für Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit auf über 50 Prozent ihres jährlichen Finanzierungsvolumens zu steigern – mit 58 Prozent übertraf sie dieses Ziel schon vergangenes Jahr.
  • Die EIB ist entschlossen, Ländern und Kunden bei der Umsetzung der vielen Status- und Handlungsziele des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal beizuspringen, vor allem bei der Vision 2050 und dem Auftrag bis 2030, der lautet, den Naturverlust bis 2030 aufzuhalten und umzukehren, um bis 2050 eine vollständige Erholung zu erreichen.
  • Wir ermitteln und bauen unsere naturpositiven Investitionen aus, das heißt wir (a) verankern Biodiversität in allen Leitlinien, Investitionen und Aktivitäten, (b) bewerten naturbezogene Auswirkungen, Interdependenzen und Risiken und (c) weiten Klimafinanzierungen mit positiven Nebeneffekten für die Natur aus.
  • Wir entwickeln konkrete Initiativen, Programme und Partnerschaften mit dem erklärten Ziel, Investitionen in Biodiversität und/oder mit positiven Nebeneffekten für Biodiversität zu fördern.

Die EIB Global ist der Geschäftsbereich der EIB-Gruppe für Finanzierungen außerhalb der EU. Sie ist zentraler Partner der Global-Gateway-Strategie der EU. Bis Ende 2027 will sie Investitionen von mindestens 100 Milliarden Euro anschieben – das ist ein Drittel des Gesamtziels der Initiative. Die EIB Global arbeitet als Teil von Team Europa eng und zielorientiert mit anderen Entwicklungsfinanzierungsinstituten und der Zivilgesellschaft zusammen. Über ihre Büros in aller Welt bringt die EIB Global die EIB-Gruppe näher zu den Menschen, Unternehmen und Institutionen vor Ort.