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  • Das Darlehen der EIB stärkt Leasinglösungen von DLL in den Bereichen Transport, Maschinen und Bioökonomie
  • Die Vereinbarung unterstützt den Klimaschutz, weil ein großer Teil der Mittel für den Übergang zu einer CO2-freien Wirtschaft eingesetzt wird

Die Europäische Investitionsbank (EIB) vergibt ein Darlehen von 200 Millionen Euro an DLL, ein weltweit tätiges Asset-Finance-Unternehmen für Maschinen und Technologie. Mit dem Geld wird die hundertprozentige Tochtergesellschaft der Rabobank kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unterstützen und zu einer grüneren Wirtschaft beitragen. DLL stellt im Gegenzug ebenfalls 200 Millionen Euro bereit, sodass insgesamt 400 Millionen Euro für spanische und italienische KMU zur Verfügung stehen. Da die Coronapandemie die Wirtschaft beider Länder schwer getroffen hat, dürfte das Programm für die einheimischen Unternehmen eine wertvolle Hilfe sein.

Mit der Finanzierung der EIB kann DLL mehr Unternehmen in den Bereichen Transport, Maschinen, Bioökonomie etc. unterstützen und nachhaltige Investitionen spanischer und italienischer KMU stärker fördern. Vor allem seine Finanzierungen für Projekte, die zum Übergang zu einer CO2-freien Wirtschaft und damit einem wichtigen Ziel der EIB-Gruppe beitragen, will DLL ausbauen. Dazu zählen die Installation von Solarmodulen, der Austausch selbstfahrender landwirtschaftlicher Arbeitsmaschinen und der Ersatz dieselbetriebener Hubstapler durch elektrische Stapler.

Daneben wird das Programm das Leasing als Finanzierungsalternative zu klassischen Bankkrediten fördern. Es bietet sich besonders für KMU an, die in der Regel nur über begrenztes Kapital verfügen und vor allem in schwierigen Zeiten oft keine ausreichenden Sicherheiten für einen Kredit stellen können. DLL-Kunden profitieren durch die EIB-Förderung von wettbewerbsfähigen Laufzeiten und günstigen Zinsen.

Diese dritte Transaktion der EIB mit DLL in Spanien ist gleichzeitig die erste mit einer Nachhaltigkeitskomponente für Spanien und Italien. Vorgesehen ist, dass spanische Unternehmen 65 Prozent und italienische 35 Prozent des Darlehens erhalten.

Emma Navarro, EIB-Vizepräsidentin mit Aufsicht über Finanzierungen in Spanien und die Klimamaßnahmen der Bank: „Die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen zählt zu den obersten Prioritäten der EIB. In schwierigen Phasen wie der Coronapandemie, die kleine Unternehmen besonders hart trifft, gilt das umso mehr. Deshalb ist es uns wichtig, spanischen und italienischen KMU mit dieser Finanzierungsvereinbarung beizuspringen. Durch das Darlehen erhalten Unternehmen neue Kredite, mit denen sie ihr Geschäft am Laufen halten oder weiter ausbauen und neue Jobs schaffen können. Gleichzeitig trägt es zu einer grünen Erholung in der Europäischen Union bei.“

Luca Nuvolin, General Manager Italy und Head of Region South bei DLL: „Viele unserer Kunden machen schwierige Zeiten mit großen wirtschaftlichen Unwägbarkeiten durch. DLL sieht sich traditionell als ihr Partner – sie können in guten wie in schlechten Zeiten stets auf uns zählen. Mit dem Geld von der EIB werden wir ausgewählten kleinen und mittleren Unternehmen aus Spanien und Italien unter die Arme greifen – und gleichzeitig unseren Nachhaltigkeitszielen näher kommen, indem wir Projekte für eine CO2-freie Wirtschaft fördern.“

Hintergrundinformationen

Spanien gehörte mit ca. neun Milliarden Euro zu den Ländern, die am stärksten unterstützt wurden. Über die Hälfte davon, rund 4,75 Milliarden Euro, entfielen auf Investitionen von KMU, die die EIB in Spanien besonders fördert. Spanien war das Land, das den größten Anteil der KMU-Finanzierungen der EIB erhielt.

Die EIB ist der weltweit größte Geldgeber für den Klimaschutz. Sie will bei der Mobilisierung des nötigen Kapitals vorangehen, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen und damit die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Am 14. November 2019 genehmigte der Verwaltungsrat der EIB die neuen Klimaziele und die neuen Energiefinanzierungsleitlinien der Bank. Die EIB wird den Anteil ihrer Klima- und Umweltfinanzierungen bis 2025 schrittweise um bis zu 50 Prozent erhöhen. Im entscheidenden Jahrzehnt von 2021 bis 2030 will die EIB-Gruppe mindestens eine Billion Euro für Investitionen mobilisieren, die zum Erreichen ihrer Klima- und Umweltziele beitragen. Außerdem will sie ihre Aktivitäten durchgängig auf die Ziele der Pariser Vereinbarung ausrichten. Entsprechend wird die EIB ab Ende 2021 keine Projekte mehr finanzieren, die auf fossilen Energieträgern basieren.

DLL ist ein global tätiges Asset-Finance-Unternehmen für Maschinen und Technologie mit einem verwalteten Portfolio von mehr als 35 Milliarden Euro. Das 1969 gegründete Unternehmen mit Sitz im niederländischen Eindhoven ist als Anbieter von Finanzlösungen in den Bereichen Agriculture, Food, Healthcare, Clean Technology, Construction, Transportation, Industrial, Office Equipment und Technology Industries in über 30 Ländern vertreten. DLL arbeitet mit Herstellern, Händlern und Distributoren von Maschinen sowie mit Endkunden direkt zusammen, um Unternehmen einen leichteren Zugang zu Maschinen, Technologie und Software zu ermöglichen. Außerdem bietet DLL Know-how und Beratung für Partner und Kunden an, die um intelligentere und wirtschaftlichere Anwendungen bemüht sind. DLL vereint Kundenorientierung mit einem umfassenden Branchen Know-how, um nachhaltige Lösungen für den gesamten Lebenszyklus der Wirtschaftsgüter zu entwickeln, einschließlich Finanzierungen für Gewerbe und Einzelhandel sowie die Finanzierung von gebrauchten Maschinen. Das Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Rabobank Group.