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  • Die Bank der EU hat ein Darlehen über 125 Millionen Euro mit Redexis Gas im Rahmen des Juncker-Plans unterzeichnet
  • Das Darlehen ermöglicht den Bau von Energieinfrastruktur in elf autonomen Gemeinschaften, unter anderem auf den Kanarischen Inseln, wo neue Netze für die Gasversorgung mit einem Propan-Luft-Gemisch entstehen
  • EIB-Vizepräsident Román Escolano und der kanarische Regierungschef Fernando Clavijo Batlle sprachen bei ihrem Treffen über die Finanzierung von Projekten durch die EIB

Die Europäische Investitionsbank (EIB) vergibt ein Darlehen über 125 Millionen Euro an Redexis Gas und unterstützt damit den Bau neuer Gasversorgungsinfrastruktur in Spanien. Der Darlehensvertrag wurde heute auf den Kanarischen Inseln unterzeichnet, wo ein großer Teil der von der EIB bereitgestellten Gelder investiert wird.

Mit den Investitionen sollen die Gasverteilungsnetze in Spanien ausgebaut und modernisiert werden. Das EIB-Darlehen an Redexis Gas wird durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) abgesichert. Der EFSI ist das Kernstück der Investitionsoffensive für Europa, auch als „Juncker-Plan“ bekannt.

EIB-Vizepräsident Román Escolano und der CEO von Redexis Gas, Fernando Bergasa, haben den Darlehensvertrag heute in Las Palmas de Gran Canaria in Anwesenheit des kanarischen Wirtschaftsministers Pedro Ortega unterzeichnet.

Dank der EIB-Finanzierung kann Redexis Gas neue Verteilungsnetze in elf autonomen Gemeinschaften bauen, von denen fünf Konvergenzregionen sind. Ziel dieser Investitionen ist es, die Gasversorgung auf mehr Haushalte, Unternehmen und Industrien auszuweiten. Konkret wird Redexis Gas sein Verteilungsnetz um 845 Kilometer neue Leitungen und 115 000 neue Anschlusspunkte erweitern. Mit ihrem Darlehen stärkt die EIB auch die Beschäftigung. So werden während der Durchführungsphase des Projekts 2 400 Arbeitskräfte benötigt.

Die EIB trägt mit dieser Finanzierung nicht nur zum Ausbau des Gasverteilungsnetzes in Spanien bei, auch die Abhängigkeit von umweltschädlicheren Energiequellen und damit der CO2-Ausstoß werden reduziert. Ein Teil der Finanzierung ist für den Bau neuer Gasleitungsnetze durch Redexis Gas im Zeitraum 2018 bis 2019 bestimmt, wodurch acht bisher unversorgte Kommunen an das Netz angeschlossen werden. Um die Gasversorgung sicherzustellen, werden auf Teneriffa und Gran Canaria insgesamt acht neue Anlagen für die Bereitstellung des benötigten Propan-Luft-Gemischs gebaut.

Finanzierungen wie diese im Rahmen der Investitionsoffensive für Europa fördern Projekte, die aufgrund ihrer Art oder Struktur zu mehr Wirtschaftswachstum, Innovation und Arbeitsplätzen beitragen.

EIB-Vizepräsident Román Escolano erklärte anlässlich der Unterzeichnung des Darlehensvertrags: „Mit dem heute unterzeichneten Darlehen geht die EIB einen Schritt weiter in ihren Bestrebungen, die Qualität und Nachhaltigkeit der Energiequellen in Spanien und vor allem auf den Kanarischen Inseln sicherzustellen. Dank dieses Projekts werden Tausende von Haushalten und Unternehmen auf den Kanaren von einer stabileren Energieversorgung profitieren, die besser an die Bedürfnisse der Inseln angepasst ist. Gleichzeitig ist dies ein weiterer Schritt im Kampf gegen den Klimawandel.“

Miguel Arias Cañete, EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie: „Es freut mich, dass die EIB weiterhin Investitionen in Energieinfrastruktur unterstützt, da diese Infrastruktur eine wesentliche Voraussetzung für eine Energieunion in Europa ist. Die energiewirtschaftliche Isolation der iberischen Halbinsel zu beenden, ist eines der vorrangigen Ziele der Europäischen Kommission. Dafür müssen allerdings erst die Verbindungen innerhalb Spaniens verbessert werden. Mit dem Bau der Verteilungsnetze sorgen wir dafür, dass die spanische Energieversorgung für alle Bürgerinnen und Bürger sicherer, erschwinglicher und nachhaltiger wird.“

Fernando Bergasa, CEO von Redexis Gas, bekräftigte das Interesse von Redexis Gas an einem für Verbraucher und Unternehmen möglichst wirtschaftlichen und vorteilhaften Aufbau der Gasnetze auf den Kanarischen Inseln: „Redexis Gas verfügt über die erforderlichen Finanzmittel für diesen Netzausbau. Wir machen damit den Weg frei für eine Schlüsselenergie, die die kanarische Wirtschaft stärkt und wettbewerbsfähiger macht. Der Investitionsplan sieht vor, dass in den Bereichen Betrieb, Ausbau, Wartung und Vermarktung der Infrastruktur 700 direkte und indirekte Arbeitsplätze auf den Kanaren entstehen. Über die neue Infrastruktur werden neben 425 000 Haushalten in acht Kommunen – d. h. 85 Prozent ihrer Bevölkerung – auch die wichtigsten Industrien und Unternehmen aller Branchen an die Gasversorgung angeschlossen.“

Pedro Ortega, Minister für Wirtschaft, Industrie, Handel und Wissen der kanarischen Regierung: „Die heute unterzeichnete Finanzierung steht im Einklang mit der Strategie der kanarischen Regierung, die seit Beginn ihrer Amtszeit mehr Nachhaltigkeit auf den Kanaren anstrebt. Beim Kampf gegen den Klimawandel müssen wir drei Ziele verfolgen: Ausbau der erneuerbaren Energien (auf das mit der aktuellen Technik mögliche Höchstmaß), Reduzierung des Verbrauchs und Verringerung des Schadstoffausstoßes in die Atmosphäre. Die Regierung der Kanarischen Inseln wird den Anteil der erneuerbaren Energien auf den Kanaren bis zum 31. Dezember 2018 von 9–10 Prozent im Jahr 2015 auf 20 Prozent ausbauen. Wir werden den Beitrag der erneuerbaren Energien also verdoppeln. Darüber hinaus arbeiten wir daran, den Energieverbrauch zu senken und damit die Energieeffizienz zu steigern. Wir wollen außerdem erreichen, dass möglichst wenig CO2, Schwefel und Stickoxide in die Atmosphäre gelangen – allesamt Stoffe, die zum Treibhauseffekt beitragen. Da ein Teil der weltweit vorhandenen Energie derzeit nicht erneuerbar ist, halten wir die Kombination der drei genannten Ziele für die beste Strategie gegen den Klimawandel.“