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Die Europäische Union unterstützt den Bau des Rentel-Windparks vor der belgischen Küste mit einem Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) von 300 Millionen Euro. Davon sind 250 Millionen Euro durch eine Garantie im Rahmen des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) – dem Kernstück des Investitionsplans für Europa – abgesichert. Die EIB und die Kommission sind strategische Partner bei der Umsetzung des Investitionsplans. Die Gesamtprojektkosten werden auf ungefähr 1,1 Milliarden Euro veranschlagt. Davon sollen etwa 27 Prozent durch das EIB-Darlehen gedeckt werden.

Durch den Bau des Windparks entstehen rund 1 400 neue direkte Arbeitsplätze sowie weitere 1 400 indirekte Arbeitsplätze während der Entwicklungs- und der Bauphase des Projekts. Nach Inbetriebnahme des Windparks werden weitere 100 Dauerarbeitsplätze geschaffen.

Rentel NV wurde von einem Konsortium belgischer Spezialisten für erneuerbare Energien gegründet, die gemeinsam Offshore-Windparks entwickeln, finanzieren, bauen und betreiben wollen. Der Windpark besteht aus 42 Windturbinen. Mit einer Kapazität von 309 MW wird er einer der größten Offshore-Windparks in belgischen Hoheitsgewässern sein. Er wird rund 285 000 belgische Haushalte mit Ökostrom versorgen. Er wird rund 34 Kilometer vor der belgischen Küste zwischen den Windparks C-Power und Northwind liegen, die ebenfalls von der EIB mitfinanziert und mittlerweile in Betrieb genommen wurden.

EIB-Vizepräsident Pim van Ballekom erklärte: „Die Förderung von Erneuerbaren Energien ist eines der wichtigsten Ziele des Investitionsplans für Europa. Allein in den letzten fünf Jahren hat die EIB Windenergieprojekte in Belgien mit mehr als 600 Millionen Euro unterstützt. Damit soll eine sichere, bezahlbare und diversifizierte Versorgung für einen großen Teil der belgischen Bevölkerung gewährleistet werden. Die Bekämpfung des Klimawandels gehört zu unseren langfristigen Zielen. Deshalb werden wir in der Zukunft sicher weitere Windprojekte in Belgien unterstützen.“

Marianne Thyssen, EU-Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität erklärte: „Ich freue mich sehr, dass dieses sinnvolle Projekt im Rahmen der Investitionsoffensive unterstützt wird. Gemessen an der Größe des Landes, schneidet Belgien bei den EFSI-Finanzierungen bisher überdurchschnittlich gut ab. Der Erneuerbare-Energien-Bereich ist äußerst wichtig für die Schaffung von Arbeitsplätzen und natürlich auch für die Erreichung unserer COP21-Ziele. Deswegen begrüße ich die heutige Unterzeichnung des Projekts.“

Nachdem die Finanzierungsverträge heute zum Abschluss gebracht wurden, soll im zweiten Quartal des nächsten Jahres mit dem Bau des Offshore-Windparks begonnen werden. Etwa 250 Millionen Euro der EIB-Finanzierung werden im Rahmen des EFSI bereitgestellt. Damit ist der Rentel-Windpark eines der größten Projekte in Belgien, die bisher im Rahmen der Investitionsoffensive für Europa finanziert werden. Der Ausbau der Offshore-Windenergie trägt zur Umsetzung der nationalen und europäischen Ziele für erneuerbare Energien und damit auch der Umweltschutzziele und zur Versorgungssicherheit bei.

Der Windpark wird sich über ein Gebiet von 22,72 km² mit einer Wassertiefe von 22 bis 36 Metern erstrecken. Für das Projekt wird ein neues, größeres Turbinenmodell verwendet, die Siemens D7-Plattform mit einem 154 Meter großen Rotor (dies entspricht einer Flügelspannweite von zwei nebeneinander geparkten Airbus A380) und einer Nabenhöhe von 106 Metern.

Rentel press release