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Unterstützung für Projekte im Bildungs- und Gesundheitswesen in Navarra

Unterstützung für Projekte im Bildungs- und Gesundheitswesen in Navarra

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Das Investitionsprogramm „Navarra 2012“ im Umfang von 609 Millionen Euro, das 2008 von der EIB mitfinanziert wurde, brachte dringend benötigten frischen Wind in die Region. Im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie im Bereich kulturelles Erbe wurden Tausende von Arbeitsplätzen geschaffen. 50 abgeschlossene Vorhaben geben der Wirtschaft von Navarra neue Impulse.

Navarra ist eine der wohlhabendsten Regionen in Spanien, jedoch wurde sie von der Wirtschafts- und Finanzkrise stark mitgenommen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 16 Prozent. Obwohl dies weit unter dem Durchschnitt Spaniens liegt, geht hierbei viel wirtschaftliches und menschliches Potenzial verloren. Um diese negativen Faktoren zu bekämpfen, haben die spanische Regierung sowie das Parlament der Autonomen Region Navarra im April 2008 ein mit 609 Millionen Euro ausgestattetes Investitionsprogramm genehmigt. Dieses ergänzt den operationellen Plan für Navarra 2007-2013, der von der Europäischen Kommission im November 2007 genehmigt und vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mitfinanziert wurde.

Im Rahmen dieses Plans hat die EIB ein Darlehen von insgesamt 300 Millionen Euro bereitgestellt. Damit wurden Projekte in den unterschiedlichsten Sektoren wie Gesundheit, Bildung, FuE, kulturelles Erbe und Umwelt finanziert. Insgesamt wurden trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage 50 Vorhaben planmäßig fertiggestellt. Schätzungsweise mehr als 5 000

180 Millionen Euro für das Bildungswesen

180 Millionen Euro wurden in die Infrastruktur und die Ausstattung des Bildungssektors investiert. Die Mittel kamen Primar- und Sekundarschulen sowie Universitäten und Berufsbildungseinrichtungen zugute. Das 2011 neu eröffnete Konservatorium in Pamplona zählt zu den größten Errungenschaften im Rahmen des Plans und hat heute mehr als 800 Schüler.

Das Gebäude wurde nach den höchsten Standards errichtet und umfasst 25 Unterrichtsräume für Kammermusik, 25 Unterrichtsräume für Instrumentalmusik, 25 Studierzimmer, sechs gemeinsame Klassenzimmer, zwei Chor-/Orchesterräume, Orgelräume, eine Bibliothek, eine Mediathek, einen Schlagzeugraum, ein elektroakustisches Labor und ein Tonstudio.

Das Konservatorium gehört zum Europäischen Verband der Konservatorien und wird von spanischen und internationalen Schülern im Rahmen des Erasmus-Programms besucht. Derzeit bestehen Kooperationsvereinbarungen mit Universitäten in Deutschland, Finnland, Holland, Italien und Polen.



Neues biomedizinisches Forschungszentrum für Navarra

Das biomedizinische Forschungszentrum ist eines der wichtigsten Vorhaben, das von der EIB mitfinanziert wurde. Bisher bekannt unter dem Namen CIB wurde es 1997 als Forschungszentrum der Gesundheitsbehörde von Navarra eingerichtet. Im Oktober 2012 wurde es unter dem Namen NAVARRABIOMED in die Miguel Servet-Stiftung integriert, behielt aber alle seine Funktionen bei. Jedoch haben sich nicht nur Name und Zugehörigkeit geändert. In seinem neuen Gebäude und mit einem strategischen Plan wird das Forschungszentrum einen neuen Maßstab für die biomedizinische Forschung in Navarro setzen.

Zu diesem Zweck führt NAVARRABIOMED Untersuchungen in den Bereichen molekulare Biologie, Zytogenetik, Zellkultur, Immunhistochemie und Zelltherapie durch, um Forschung auf dem Gebiet der Hämatologie, Onkologie und Neurowissenschaften zu betreiben.

Dafür stehen eine Biobank mit Gehirnen und eine weitere mit Tumoren sowie Technologieplattformen für Proteomik und Genomik, Tierversuchseinrichtungen und experimentelle Chirurgie zur Verfügung. In dem neuen Gebäude können die Forscher drei Reinräume nutzen und werden ihre bisherigen Forschungsaktivitäten, Plattformen und Unterstützungseinheiten ausweiten und verstärken.



Bessere Patientenversorgung

Wer sich in die Notaufnahme eines Krankenhauses begibt, möchte zügig mit einem Arzt sprechen, behandelt werden und wieder nach Hause gehen. Genau diesen Service möchte die neue Notaufnahme für Erwachsene des Navarra-Krankenhauses ihre 100 000 Patienten bieten. Seit seiner Eröffnung im Oktober 2013 werden in dem neuen Gebäude die Notfallpatienten behandelt, um die sich zuvor die Krankenhäuser Virgen Del Camarro und Navarra gekümmert hatten.

Bei einem medizinischen Notfall zählt jede Minute. Deswegen wird bei den Wartezeiten nach vier Prioritätsstufen von 15 Minuten bis vier Stunden unterschieden: Patienten, deren Zustand als ernst eingestuft wird, sollten spätestens 15 Minuten nach ihrem Eintreffen von einem Arzt untersucht werden. Andere, deren Zustand als weniger ernst eingestuft wird, werden eine Stunde im Wartezimmer warten. Patienten mit geringfügigen Erkrankungen warten zwei Stunden und noch weniger dringende Fälle bis vier Stunden.

Die Kommunikation zwischen den verschiedenen behandelnden Ärzten eines Patienten hat sich dank der elektronischen Übertragung von Patientenakten ebenfalls verbessert.

Die neue Unfall- und Notfallaufnahme des Navarra-Hospitals hat vier Stockwerke und einen Keller. Das Dach dient als Heliport. Im Erdgeschoss und einem Teil des 1. Stocks befindet sich die Unfall- und Notaufnahme. Damit hat sich der Platz von bisher ca. 65 auf mittlerweile ca. 280 m² um das Dreifache vergrößert. Außerdem hat sich die Anzahl der Kabinen gegenüber den aktuellen Zahlen von 8 auf 16 verdoppelt. Die Zahl der Beobachtungsbetten wird von 10 auf 15 steigen. In dem neuen Gebäude gibt es zwei Radiologieräume, ein Computertompographieteam und ein Ultraschallgerät. Insgesamt werden 300 Mitarbeiter (33 mehr als in den alten Krankenhäusern) durchschnittlich 307 Patienten pro Tag behandeln.




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