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Bristol is at the forefront of a global movement of cities that are reinventing what it means to be sustainable and resilient in the age of climate change. ©EIB/Shutterstock

Bristol steht an der Speerspitze einer weltweiten Bewegung von Städten, die sich in den Bereichen Nachhaltigkeit und Anpassung an den Klimawandel neu erfinden.

Die mittelgroße Stadt Bristol liegt im landschaftlich reizvollen Südwestengland und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Kürzlich wurde sie zur „Grünen Hauptstadt Europas 2015“ gekürt. Diese Auszeichnung wurde der Stadt in Anerkennung ihrer zahlreichen Initiativen zum Schutz der Umwelt und zur Verbesserung der Lebensqualität ihrer Einwohner verliehen. Die EIB unterstützte das ehrgeizige Energieprogramm der Stadt im Rahmen des Zuschussprogramms ELENA.

Bristol – Grüne Hauptstadt Europas 2015

Bristol hat diese Auszeichnung wohl verdient. Sie ist die umweltfreundlichste Stadt im Vereinigten Königreich. Fast ein Fünftel der Einwohner Bristols gehen zu Fuß zur Arbeit. Die Zahl der Radfahrer hat sich in den letzten Jahren verdoppelt. Bristol hat sich auch bemüht, die Auswirkungen der Stadt auf den Klimawandel zu verringern. Die CO2-Emissionen sind seit 2005 trotz einer wachsenden Wirtschaft stetig zurückgegangen. Die Stadt machte auch große Fortschritte im Bereich der Versorgung mit erneuerbaren Energien, der Abfall- und Wasseraufbereitung, der Erhöhung der Energieeffizienz in den verschiedensten Sektoren und förderte die Entwicklung einer umweltfreundlichen Wirtschaft.

Der Bürgermeister von Bristol, George Ferguson, erklärt, wie die Stadt diese beeindruckenden Ergebnisse erzielt hat: „Bristol arbeitet in Wirklichkeit schon seit Generationen auf den Titel Grüne Hauptstadt Europas hin. Unser Erfolg geht auf 40 Jahre Pionierarbeit auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit zurück. Ein Großteil davon erfolgte an der Basis und zeugt von echtem Wandel und Gemeinschaftssinn in Bereichen wie Energie, Abfallwirtschaft, Lebensmittel und Verkehr. In den vergangenen Jahren haben wir eine Grüne-Hauptstadt-Partnerschaft (Bristol Green Capital Partnership) aufgebaut, die 750 große und kleine Mitgliedsorganisationen hat.“

Nichtsdestotrotz will sich die Stadt nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen und hat Haushaltsmittel von 500 Millionen Euro für Verbesserungen im Verkehrssektor und bis zu 300 Millionen Euro für Energieeffizienz und erneuerbare Energien bis 2020 eingeplant. Die Stadt unterzeichnete 2009 den Konvent der Bürgermeister und setzte sich selbst das ehrgeizige Ziel, den Energieverbrauch im Vergleich zu 2005 um 30 Prozent und die CO2-Emissionen um 40 Prozent bis 2020 und um 80 Prozent bis 2050 zu verringern.

Das Europäische Finanzierungsinstrument für nachhaltige Energieprojekte unterstützt Bristol

2012 erhielt die Stadt Bristol Zuschussmittel in Höhe von 2,6 Millionen Euro aus der ELENA-Fazilität zur Unterstützung des Investitionsprogramms der Stadt für eine nachhaltige Energieversorgung, das bis Ende 2016 abgeschlossen sein soll. Das Programm umfasst Vorhaben zur Erhöhung der Energieeffizienz von Wohnungen und öffentlichen Gebäuden, zur Installation von Solarpanelen auf Dächern öffentlicher und privater Gebäude und zur Modernisierung oder Errichtung von Fernwärmeanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung oder unter Nutzung erneuerbarer Energieträger.

„Bristol ist dabei, zur energieeffizientesten Großstadt des Vereinigten Königreichs zu werden, und dies nicht zuletzt dank der Europäischen Investitionsbank. Diese unterstützte die Stadt im Rahmen des Europäischen Finanzierungsinstruments für nachhaltige Energieprojekte (ELENA) bei der Durchführung einer Reihe von strategischen und nachhaltigen Energievorhaben auf lokaler Ebene zur Verbesserung der Lebensqualität. Unter anderem haben wir Bristol Energy gegründet, ein ethisch motiviertes Energieunternehmen, das sich vollständig im Eigentum der Stadt befindet“, sagte Ferguson.

Das ELENA-Programm ist eine gemeinsame Initiative der EIB und der Europäischen Kommission. Es unterstützt Gebietskörperschaften und andere öffentliche Einrichtungen bei der Vorbereitung von Vorhaben in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien und erhöht deren Chancen, Finanzierungen aus anderen Quellen zu erhalten. Öffentliche Einrichtungen, die ELENA-Zuschussmittel erhalten, müssen sich verpflichten, den 25-fachen Betrag der Zuschüsse in Vorhaben zur Verringerung der CO2 -Emissionen zu investieren. Investitionsprogramme können die Verbesserung der Energieeffizienz, die Einbindung erneuerbarer Energieträger in die Energieversorgung von Gebäuden, die Modernisierung oder Errichtung von Fernwärmeanlagen sowie Stadtverkehrsvorhaben betreffen. Seit ihrer Einrichtung im Jahr 2009 wurden aus der ELENA-Fazilität 36 Projekte in 14 EU-Ländern mit Zuschussmitteln von insgesamt etwa 65 Millionen Euro unterstützt. Es wird erwartet, dass ELENA Investitionen im Gesamtumfang von bis zu 3,5 Milliarden Euro anstoßen wird.