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Der erste Preis des zehnten Wettbewerbs für Soziale Innovation in der allgemeinen Kategorie ging an Magrid, der zweite Preis an das Institut für Inklusive Bildung. In der Sonderkategorie, deren Fokus auf einer nachhaltigen Lebensweise lag, belegte Cellugy (ecoFLEXY) den ersten und Orange Fiber den zweiten Platz. Orange Fiber erhielt außerdem die meisten Stimmen des Online-Publikums und gewann damit den Audience Choice Award. Orange Fiber und Vortex Bladeless dürfen am INSEAD Social entrepreneurship programme teilnehmen.

Der Wettbewerb ist eine Leitinitiative im Sozialprogramm des Instituts der EIB-Gruppe. Er fördert und prämiert die besten europäischen Unternehmerinnen und Unternehmer. Für die Ausgabe 2020 kamen 15 Unternehmen in die Vorauswahl. Sie wurden aus 280 hochkarätigen Bewerbungen ausgewählt.

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Wettbewerbs erhöhte das EIB-Institut die diesjährigen Preisgelder. Der erste Preis in der allgemeinen und in der Sonderkategorie war jeweils mit 75 000 Euro, der zweite Preis mit 30 000 Euro dotiert. Der Gewinner des Audience Choice Award erhielt 10 000 Euro.

EIB-Vizepräsident Ricardo Mourinho Félix, der dem Wettbewerb vorsaß: „Es war mir eine große Ehre, beim zehnten Wettbewerb für Soziale Innovation dabei zu sein. Der Wettbewerb ist eine bemerkenswerte Initiative, mit der das EIB-Institut innovative Start-ups fördert.  Wir haben 15 hervorragende Pitches von jungen Sozialunternehmerinnen und -unternehmern aus neun europäischen Ländern gehört. Diese innovativen Projekte machen unsere Gesellschaft gerechter, inklusiver und nachhaltiger. Die EIB ist die Bank der EU. Wir fördern Kohäsion, Klimaschutz und Innovation. Wir vergeben nicht nur Geld – wir unterstützen Unternehmen, Ideen und vielfältiges Know-how. Unternehmertum ist der Schlüssel für ein innovatives Europa. Unternehmerinnen und Unternehmer scheitern niemals. Entweder gewinnen sie oder sie lernen dazu. Die EIB teilt ihre Erfolge und lernt mit ihnen gemeinsam.“

Allgemeine Kategorie – Gewinner

1. Preis: Magrid (Luxemburg) ist ein im Inkubationszentrum der Universität Luxemburg gestartetes Programm, das Lehrkräften und Studierenden hilft, Mathematik zu lernen und zu unterrichten. Es beseitigt Sprachbarrieren und bietet allen Lernenden gleiche Bildungschancen, indem es das Leistungsgefälle zwischen Muttersprachlerinnen und Nichtmuttersprachlern verringert. Magrid bietet eine einzigartige Lernumgebung, in der Studierende die Anleitungen in ihrem eigenen Tempo wiederholen und selbstsicherer in der Mathematik werden können. Durch die Visualisierung mathematischer Konzepte und Ideen setzt Magrid auf eine intuitive frühe mathematische Bildung, die für alle Kinder zugänglich ist, egal, wie gut sie die Sprache beherrschen.

2. Preis: Das Institut für Inklusive Bildung (Deutschland) entwickelt Bildungsangebote von und mit Menschen mit Behinderungen. Als qualifizierte Bildungsfachkräfte vermitteln sie ihre Lebenswelten, Bedarfe und spezifischen Sichtweisen. Das Institut qualifiziert Menschen mit Behinderungen zur Bildungsarbeit und schafft Arbeitsplätze.

Sonderkategorie – Gewinner

1. Preis: Cellugy (ecoFLEXY) (Dänemark), ein 2018 gegründetes Biotech-Start-up mit Sitz in Aarhus, will gegen den Plastikmüll kämpfen, indem es Einwegplastik durch 100 Prozent natürliche Biozellulose ersetzt. Durch Biokonversion von überschüssigem Zucker hat das Unternehmen das EcoFLEXY-Material entwickelt, das die Anforderungen der Verpackungsindustrie erfüllt. Gleichzeitig ist es vollständig recycelbar und biologisch abbaubar. Mit diesem innovativen Material können Unternehmen das ab 2030 in Europa geltende Verbot von Einwegkunststoff einhalten und wettbewerbsfähig bleiben.

2. Preis: Orange Fiber (Italien), 2014 in Catania gegründet, produziert für die Luxusmodenbranche patentierte nachhaltige Stoffe aus Zitrusfruchtresten. Die Reste stammen aus der Zitrusfrüchte verarbeitenden Industrie, und ihre Entsorgung belastet sowohl die Saftindustrie als auch die Umwelt. Orange Fiber hat eine vollständig nachverfolgbare und transparente Lieferkette aufgebaut, sodass sich ihr Produkt perfekt für umweltbewusste Designer eignet. Die Methode des Unternehmens gilt international als Best Practice für eine nachhaltige Modeindustrie. Orange Fiber ist an mehreren Initiativen beteiligt, um bei der Nachhaltigkeit in der Lebensmittel- und der Textilindustrie immer noch einen Schritt weiter zu gehen.

Audience Choice Award – Gewinner

Orange Fiber (Italien), 2014 in Catania gegründet, produziert für die Luxusmodenbranche patentierte nachhaltige Stoffe aus Zitrusfruchtresten. Die Reste stammen aus der Zitrusfrüchte verarbeitenden Industrie, und ihre Entsorgung belastet sowohl die Saftindustrie als auch die Umwelt. Orange Fiber hat eine vollständig nachverfolgbare und transparente Lieferkette aufgebaut, sodass sich ihr Produkt perfekt für umweltbewusste Designer eignet. Die Methode des Unternehmens gilt international als Best Practice für eine nachhaltige Modeindustrie. Orange Fiber ist an mehreren Initiativen beteiligt, um bei der Nachhaltigkeit in der Lebensmittel- und der Textilindustrie immer noch einen Schritt weiter zu gehen.

Hintergrundinformationen

Wettbewerb für Soziale Innovation

Der Wettbewerb für Soziale Innovation unterstützt und prämiert die besten europäischen Sozialunternehmen. Er fördert innovative Ideen und zeichnet Initiativen aus, die einen sozialen, ethischen oder ökologischen Nutzen für die Gesellschaft bewirken. Ausgezeichnet werden in der Regel Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheitsversorgung, Umwelt, Kreislaufwirtschaft, Inklusion, Schaffung von Arbeitsplätzen, Altern usw.

Alle Projekte konkurrieren um den ersten und zweiten Preis (75 000 Euro bzw. 30 000 Euro) in der allgemeinen und der Sonderkategorie sowie um den Audience Choice Award (10 000 Euro) für das Projekt mit den meisten Stimmen des Publikums. 2021 gehen die Preise der Sonderkategorie an Projekte mit Fokus auf nachhaltiger Lebensweise. Zwei Projekte können sich außerdem für das INSEAD Social Entrepreneurship Programme im französischen Fontainebleau qualifizieren.

Die Preise werden von einer Jury mit Fachleuten aus Wirtschaft und Wissenschaft vergeben. Der Publikumspreis wird anhand der Stimmen des Publikums vergeben.

Das EIB-Institut

Das EIB-Institut wurde innerhalb der EIB-Gruppe (Europäische Investitionsbank und Europäischer Investitionsfonds) eingerichtet, um gemeinsam mit europäischen Partnern und der breiten Öffentlichkeit soziale, kulturelle und akademische Initiativen zu fördern. Es leistet einen wichtigen Beitrag zu unserem gesellschaftlichen Engagement.

Das EIB-Institut fördert soziale Innovation und Unternehmen, die soziale, ethische oder ökologische Ziele verfolgen oder einen dauerhaften gesellschaftlichen Nutzen anstreben. Themen sind dabei in der Regel Arbeitslosigkeit, Chancengleichheit, die Marginalisierung benachteiligter Gruppen und der Zugang zu Bildung und anderen grundlegenden sozialen Versorgungsleistungen.