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  • Präsident Sall begrüßt tatkräftige Unterstützung der EIB für öffentliche Gesundheit, privaten Sektor, saubere Energie, Stadtentwicklung, Wasser- und Abwasserwirtschaft in seinem Land
  • EIB-Präsident Hoyer hebt positive Auswirkungen der engen Zusammenarbeit zwischen EIB und öffentlichen und privaten Partnern auf Beschäftigung, Klimaschutz und regionale Wirtschaftsentwicklung hervor
  • EIB will mit neuen Initiativen Wirtschaftswachstum in Senegal ankurbeln und Bildung fördern

Während seines offiziellen Besuchs in Brüssel traf der senegalesische Präsident Macky Sall in Begleitung der Außenministerin und des Finanzministers heute mit dem Präsidenten der Europäischen Investitionsbank (EIB) Werner Hoyer zusammen. Sie berieten über die Prioritäten öffentlicher und privatwirtschaftlicher Investitionen, mit denen in Senegal die Folgen von Covid-19 abgefedert, Chancen für die Wirtschaft geschaffen, der Zugang zu sauberer Energie ausgebaut und Dienstleistungen im ganzen Land, darunter in Dakar, kleineren Städten und ländlichen Gebieten, verbessert werden sollen.

Präsident Sall: „Die EIB ist ein Schlüsselpartner für eine schnellere nachhaltige Entwicklung und mehr Klimaschutz in Senegal und Afrika. Die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Senegal und der EIB eröffnet der Wirtschaft neue Chancen und verbessert den Zugang zu grundlegenden Diensten wie Wasser- und Abfallwirtschaft, Energie und nachhaltigem Verkehr. Außerdem hilft sie dem Gesundheitswesen und der Wirtschaft in Senegal bei der Bewältigung der Coronafolgen. Ich möchte mich im Namen meines Landes bei Präsident Hoyer und der EIB dafür bedanken, dass sie sich seit 55 Jahren in Senegal engagieren und mit uns die Vision einer besseren und grüneren Zukunft für Senegal und Afrika teilen.“

EIB-Präsident Hoyer: „Die enge Partnerschaft zwischen der EIB und öffentlichen und privaten Partnern in Senegal treibt visionäre und ambitionierte Projekte voran, die für Millionen Senegalesinnen und Senegalesen einen leichteren Zugang zu Finanzierungen, saubere Energie und bessere Wasser- und Abfalldienste bedeuten. Nach dem heutigen Treffen mit Präsident Sall, Minister Hott und Ministerin Tall Sall wird sich diese Partnerschaft weiter intensivieren. Die EIB wird sich an den Prioritäten der Europäischen Union für ihre Zusammenarbeit mit Senegal orientieren und sich auf Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung und den Kampf gegen die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 konzentrieren. Vor einem Jahr eröffneten Präsident Sall und ich den Africa Day in Dakar. Von der Best Practice in nachhaltiger Stadtentwicklung profitierten Stakeholder und Stadtverwaltungen in ganz Afrika. Die Zusammenarbeit zwischen Senegal und der Europäischen Investitionsbank, die Teil von Team Europe ist, wird die Investitionstätigkeit fördern und schließlich das Leben der Menschen verbessern.“

2020 genehmigte die EIB 231 Millionen Euro für öffentliche und private Investitionen in Senegal, um unter anderem die öffentlichen Gesundheitsdienste, den Zugang zu Mikrofinanzierungen, Wasser- und Abfalldienste zu verbessern und die Wirtschaft coronaresistenter zu machen. Als Teil von Team Europe unterstützt die EIB auch die Initiative COVAX, die Senegal nach der Lieferung der ersten 324 000 Dosen im März weitere 1,3 Millionen Covid-19-Dosen bereitstellen wird.

Senegal führend bei Best Practice für grüne Investitionen in Afrika

In vergangenen Monat veranstalteten die EIB und die portugiesische EU-Ratspräsidentschaft den Green Talk in Dakar. Mehr als 200 Fachleute auf dem Gebiet der nachhaltigen Investitionen nahmen daran teil, um Best Practice auszutauschen und aufzuzeigen, wie grüne und digitale Investitionen in Afrika die größte Wirkung erzielen können.

Dakar war die erste der 25 afrikanischen und europäischen Städte, in denen vor dem High-Level EU-Africa Green Investment Forum am 23. April in Lissabon Green Talks stattfinden.

Für stärkere wirtschaftliche Resilienz in der Coronakrise und mehr Impfstoffe für Senegal

Senegal erhielt als erstes afrikanisches Land Soforthilfe der EIB gegen die Coronafolgen. Dem waren hochrangige Gespräche bereits in den ersten Wochen der Pandemie vorausgegangen.

Gemeinsam mit Fachleuten der senegalesischen Regierung und der EU-Delegation in Dakar entwickelte die EIB ein gezieltes Finanzierungsprogramm – ein entscheidender Baustein der umfassenden Maßnahmen Senegals gegen Covid-19. Die EIB hilft Banken mit 49 Milliarden CFA-Franc bei der Kreditvergabe an Firmen, die am stärksten unter Corona leiden. Betroffen sind Sektoren wie Fischerei, Landwirtschaft, Tourismus, verarbeitendes Gewerbe und Einzelhandel. Sie trägt so dazu bei, der Unsicherheit und den Schocks durch die Pandemie entgegenzuwirken.

Die EIB fördert außerdem die globale Initiative COVAX, die Senegal im März mit den ersten Covid-19-Impfstoffen versorgte.

2020 genehmigte die EIB ein Darlehen über 20 Millionen Euro, um Coronatests des privaten Sektors weiterzuentwickeln und in Partnerschaft mit dem Pasteur-Institut in Dakar im ganzen Land die Krisenfestigkeit des Gesundheitswesens zu stärken. Die Einzelheiten werden voraussichtlich in den kommenden Wochen festgelegt.

Landesweit bessere Wasserversorgung und Abfalldienste

Im Februar bestätigte die EIB neue Finanzierungen über 75 Milliarden CFA-Franc (114,5 Millionen Euro) für die Verbesserung der Trinkwasserversorgung in den Städten Saint-Louis, Kaolack und Kolda. In Städten wie Saint-Louis, Podor, Matam, Thiès, Mbour, Ziguinchor, Kolda und Sédhiou soll zudem die Abfallbewirtschaftung verbessert werden.

Damit erhalten 634 000 Menschen sicheres Trinkwasser und weitere 350 000 Zuschüsse für einen Wasseranschluss.

Die EIB finanziert auch erstmals Investitionen in die städtische Abfallwirtschaft – von denen 3,2 Millionen Menschen, das sind 20 Prozent der Bevölkerung des Landes, profitieren – und unterstützt das Programm „Null Abfall“ der Regierung.

55 Jahre EIB in Senegal

Die EIB hat in Senegal seit 1966 Projekte in den Bereichen Wasser, saubere Energie, Gesundheit, Digitalisierung und Mikrofinanz gefördert.

Mit den Investitionen, die die EIB in den letzten Jahren finanziert hat, wurden ländliche Gemeinden an das Senelec-Stromnetz angeschlossen und in Zusammenarbeit mit Baobab Senegal der Zugang von Kleinbauern und Unternehmern zu Finanzierungen verbessert.

Die EIB prüft derzeit mögliche finanzielle und technische Hilfe für die Beschäftigung junger Menschen, die Landwirtschaft, nachhaltigen Stadtverkehr und die Elektrifizierung ländlicher Gebiete in Senegal.

Senegal führender EIB-Partner in Afrika

2020 stellte die EIB 4,7 Milliarden Euro für neue Investitionen in Afrika bereit, 71 Prozent davon in fragilen und gefährdeten Regionen.