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  • EIB-Gruppe will bis 2030 Investitionen von einer Billion Euro in Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit fördern
  • Alle Finanzierungsaktivitäten der EIB-Gruppe werden bis Ende 2020 auf die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens ausgerichtet
  • Die EIB wird den Anteil ihrer Finanzierungen für Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit bis zum Jahr 2025 auf 50 Prozent erhöhen
  • Finanzierungen für Projekte mit fossilen Energieträgern werden ab Ende 2021 eingestellt

Die Europäische Investitionsbank (EIB) wird auf der 25. Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Madrid ihren neuen Klimafahrplan vorstellen und ihren vor Kurzem gefassten Beschluss erläutern, Projekte mit fossilen Energieträgern ohne CO2-Minderung künftig nicht mehr zu finanzieren. Dabei geht es auch um die Frage, wie die Bank der EU die Führungsrolle der Europäischen Union im internationalen Klimaschutz stärken kann.

Die EIB-Delegation wird mit nationalen Regierungen, dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft sowie mit anderen Finanzinstituten und Einrichtungen der Europäischen Union darüber diskutieren, wie mehr Klimafinanzierungen mobilisiert werden können, um dem Klimanotstand zu begegnen. Darüber hinaus wird die EIB mehrere neue Finanzierungsvereinbarungen unterzeichnen, beispielsweise für Solarenergieprojekte in Spanien und Investitionen in den Klimaschutz in Lateinamerika.

EIB-Präsident Werner Hoyer: „Der Klimanotstand steht aktuell ganz oben auf der politischen Tagesordnung. Wir müssen auf eine CO2-neutrale Zukunft umschwenken und den aus dem Klimawandel resultierenden Schaden begrenzen. Das heißt, dass jedes Land, jede Branche und jede Institution seinen und ihren Teil beisteuern muss. Die Bank der EU hat beschlossen, bei ihren Klimazielen noch ehrgeiziger zu werden: Wir werden keine fossilen Energieprojekte ohne CO2-Minderung mehr finanzieren, wir werden den ehrgeizigsten Fahrplan für Klimainvestitionen aller internationalen Finanzierungsinstitutionen vorlegen, und wir werden ein Paket für die Energiewende vorschlagen, das alle Akteure berücksichtigt. Wir werden dem europäischen Grünen Deal unter der neuen EU-Kommission die nötige finanzielle Schubkraft verleihen. Diese Entscheidungen sind gerade vor dem Hintergrund des 25. UN-Klimagipfels ein wichtiges Signal für die Welt: Die Europäische Union und ihre Bank meinen es ernst mit dem Klimaschutz.“

Weitere Informationen über die Teilnahme der EIB an der COP 25 sowie eine Auswahl von Videos, Blogs und Podcasts finden Sie hier

Umfrage der EIB zum Klimawandel: Panik oder Realitätsbewusstsein?

Am 2. Dezember 2019 wird die EIB die Ergebnisse ihrer Umfrage zum Klimawandel vorstellen, die sie in der EU, in den USA und in China durchgeführt hat. Die erste Ergebnisreihe zeigt, wie die Menschen den Klimawandel und dessen Folgen für ihr Leben wahrnehmen. EIB/Benelux-Pavillon, 13.30–14.15 Uhr.

EIB-Vizepräsidentin Emma Navarro äußerte sich wie folgt zu den Ergebnissen der Umfrage: „Die Menschen in Europa sehen den Klimawandel und seine Auswirkungen auf ihr Leben und ihre Zukunft mit Sorge. Interessanterweise glauben viele von ihnen, dass der Klimawandel noch rückgängig gemacht werden kann. Die Wissenschaft sagt leider etwas anderes. Wir haben einen einzigen Versuch, um die Erderwärmung und ihre Folgen zu begrenzen. Die Umfrage der EIB ist ein wichtiges Instrument, um zu verstehen, wie die Menschen den Klimawandel wahrnehmen, und welche Rolle sie von den Führungsverantwortlichen im öffentlichen und privaten Sektor erwarten. Als einer der weltweit größten multilateralen Geldgeber für Klimafinanzierungen ist die EIB schon jetzt die Klimabank der EU. Und wir haben noch sehr viel mehr vor. Daher ist es so wichtig für uns, den Menschen zuzuhören. Nur so können wir wirklich auf ihre Sorgen eingehen, ohne jemanden zurückzulassen.“

Der Abschied von fossilen Energieträgern und die Ausrichtung auf das Pariser Abkommen: Chancen und Herausforderungen

Auf dieser COP-25-Veranstaltung am 6. Dezember 2019 im EIB/Benelux-Pavillon geht es darum, was die Forderung, keine fossilen Energieträger und entsprechende Projekte mehr zu finanzieren, für Anleger und Geldgeber bedeutet. Die EIB, der weltgrößte multilaterale Geldgeber, hat letzten Monat beschlossen, ab Ende 2021 keine neuen Finanzierungen für fossile Energieprojekte ohne CO2-Minderung – einschließlich Gasprojekte – zu vergeben. Diese Entscheidung erntete gleichermaßen Lob und Kritik. Wir stellen nun die Frage, wie es weitergeht und wie ein „fairer“ Übergang gefördert werden kann. Außerdem: Setzt die EIB dadurch möglicherweise einen neuen Standard für andere? Mit EIB-Vizepräsident Andrew McDowell, David McCauley, Senior Vice-President und Global Lead für Partnerschaften mit dem öffentlichen Sektor beim WWF, und Sandrine Dixson-Declève, Senior Associate bei E3G. EIB-Pavillon 10.00–11.00 Uhr.

EIB-Pressekonferenz: Der neue Klima- und Energiefahrplan – ein neuer globaler Standard? 

Am 9. Dezember 2019 um 12.30 Uhr wird die Bank der EU mit ihrem Präsidenten Werner Hoyer eine Pressekonferenz abhalten. Die Konferenz findet am offiziellen Veranstaltungsort der COP 25 auf dem Madrider Messegelände IFEMA statt und steht akkreditierten Journalistinnen und Journalisten offen. Raum CHILOE, Halle 10.

Global Climate City Challenge: Fünf Städte als Klimavorreiter ausgewählt

Am 10. Dezember 2019 werden der Globale Konvent der Bürgermeister für Klima und Energie (GCOM) und die EIB die fünf Städte bekannt geben, die in der im September 2018 ins Leben gerufenen Global Climate City Challenge als Klimavorreiter ausgewählt wurden. Die fünf Städte haben sich unter 140 eingereichten Projekten und 100 Bewerberstädten durchgesetzt. Derzeit arbeiten Fachleute für Stadtfinanzierung und Klimafragen mit den Kommunen und ihren Partnern daran, ihre Projektanforderungen im Einzelnen festzulegen. Die Projekte werden im Erfolgsfall auch einen erheblichen sozialen und ökologischen Nutzen haben.

EIB-Präsident Hoyer wird zusammen mit den beiden Co-Vorsitzenden des GCOM, Michael Bloomberg und Frans Timmermans, eine Erklärung für die Presse abgeben. Global Climate Action Hub, Halle 4, 11.30–12.10 Uhr.

Finanzierung des Pariser Übereinkommens: Wie lassen sich private Anleger mobilisieren?

Dies ist das Thema einer gemeinsamen Veranstaltung am 10. Dezember 2019, an der EIB-Präsident Werner Hoyer teilnehmen wird. Zusammen mit dem Gründer von Bloomberg LP und Bloomberg Philanthropies und Vorsitzenden der Taskforce „Klimabezogene Finanzinformationen“, Michael Bloomberg, der spanischen Wirtschaftsministerin Nadia Calviño und dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Valdis Dombrovskis spricht er über die Erfahrungen der EIB bei der Mobilisierung privater Mittel. Außerdem geht es darum, wie sich Nachhaltigkeit im Finanzsystem verankern lässt, um erfolgreich die Weichen für eine grünere, nachhaltigere Zukunft zu stellen. Spanischer Pavillon, 10.00–12.15 Uhr.

Medieninterviews

Wenn Sie an einem Interview mit EIB-Präsident Werner Hoyer, Vizepräsidentin Emma Navarro oder Vizepräsident Andrew McDowell interessiert sind, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.