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Die mittel- und langfristige Finanzierung kleiner Unternehmen in Ruanda wird sich bald deutlich verbessern. Dies wird durch ein Finanzierungspaket von 8 Mio EUR ermöglicht, das die Europäische Investitionsbank heute mit der Entwicklungsbank des Landes, der Banque Rwandaise de Développement, offiziell vereinbart hat. Das Programm soll vor allem die sehr wichtigen langfristigen Investitionen inländischer Unternehmen – vorwiegend KMU – fördern und damit zum Wachstum und zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen. Das Bankengeschäft in Ruanda ist vor allem auf die Bereitstellung kurzfristiger Kredite ausgerichtet, und der schwierige Zugang zu langfristigen Finanzierungen gilt als ein Haupthindernis für das Wirtschaftswachstum im Land. Bei dieser Initiative zur Unterstützung des Privatsektors in Ruanda (Rwanda Private Sector Support) arbeitet die Europäische Investitionsbank zum fünften Mal mit der Banque Rwandaise de Développement zusammen.

Der Darlehensvertrag wurde heute am Sitz der Europäischen Investitionsbank in Luxemburg geschlossen. Unterzeichner waren Jack Nkusi Kayonga, der CEO der Banque Rwandaise de Développement, und Plutarchos Sakellaris, der für Finanzierungen in Afrika südlich der Sahara zuständige Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank.

„Das Wirtschaftswachtsum in Ruanda gibt das Tempo für die gesamte Region der Großen Seen und für ganz Ostafrika vor. Die Europäische Investitionsbank arbeitet schon seit längerem erfolgreich mit der Banque Rwandaise de Développement zusammen. Sie unterstützt den Finanzsektor in Ruanda und setzt sich für die weitere Entwicklung des Privatsektors in ganz Afrika ein", sagte Plutarchos Sakellaris, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank.

Jack Nkusi Kayonga, CEO der Banque Rwandaise de Développement, kommentierte die Unterzeichnung wie folgt: „Die langjährige enge Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank hat vielen ruandischen Unternehmen den Zugang zu langfristigen Darlehen verschafft. Dank dieser Zusammenarbeit konnte die BRD auch bestimmte Schwierigkeiten auf dem Weg zur Übernahme internationaler Bankgepflogenheiten bewältigen, und wir konnten gewährleisten, dass unsere Mitarbeiter in der Lage sind, zum Wachstum des Privatsektors in Ruanda beizutragen“.

„Das Wachstum des Privatsektors ist wesentlich für die wirtschaftliche Entwicklung und die Verringerung der Armut in Ruanda. Indem die Europäische Investitionsbank die BRD weiter mit langfristigen Finanzierungen unterstützt, hilft sie nicht nur der Wirtschaft Ruandas, sondern trägt auch dazu bei, dass die BRD besser auf künftige Herausforderungen eingehen kann", bemerkte Botschafter Michel Arrion, Leiter der EU-Delegation in Ruanda.

Aus dem Globaldarlehen der Europäischen Investitionsbank kann die Banque Rwandaise de Développement Unternehmenskredite in USD, EUR und Ruanda-Francs gewähren. Die Finanzierungen werden sich auf die Wirtschaftszweige konzentrieren, die derzeit von den Geschäftsbanken nicht ausreichend bedient werden, das heißt vor allem auf die Landwirtschaft, den Dienstleistungssektor, die Tourismusbranche und die Industrie.

Die Initiative zur Unterstützung des Privatsektors in Ruanda wird auch ein gezieltes Programm für technische Hilfe umfassen. Die Maßnahmen sollen es der Banque Rwandaise de Développement ermöglichen, ihre Finanzierungsaktivitäten auszuweiten, Beratung zur elektronischen Abwicklung von Bankgeschäften anzubieten, ihre Risiko- und Kreditanalyse zu verbessern und die Qualität ihres Finanzierungsbestands auf der Grundlage von international anerkannter Best Practice zu erhöhen. Weitere Unterstützung wird die Bereiche Corporate Governance, Corporate Social Responsibility und Innenrevision betreffen. Die Voraussetzungen hierfür wurden durch erhebliche Fortschritte beim Risikomanagement geschaffen, die nach vorangegangenen Maßnahmen der technischen Hilfe erzielt wurden.

Im Rahmen des vorangegangenen Darlehensprogramms der EIB unterstützte die BRD 17 ruandische Unternehmen, wobei drei Firmen mehr als 500 000 EUR erhielten. Dank dieser Finanzierungen konnten sechshundert neue Arbeitsplätze in Unternehmen geschaffen werden, die in den Sektoren Landwirtschaft, Fremdenverkehr, Bildung und Telekommunikation aktiv sind.