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Die Europäische Investitionsbank (EIB) vergibt an die Republik Tadschikistan ein Darlehen von 7 Mio EUR für die Modernisierung des Mittel- und Niederspannungsverteilnetzes. Im Wesentlichen sind die Mittel für die Installation von Stromzählern und der zugehörigen Ausrüstung bestimmt.

Philippe Maystadt, Präsident der EIB, sagte bei der gemeinsamen Unterzeichnung des Darlehens mit dem tadschikischen Finanzminister Safarali Najmuddinov: „Ich begrüße es sehr, dass dieses Vorzeigeprojekt auch durch Mittel der EIB unterstützt wird. Das Projekt leistet einen Beitrag dazu, das Stromnetz zu modernisieren, die Übertragungsverluste zu senken und die wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung des Energiesektors in der Republik Tadschikistan zu fördern.“ 

Die Vertreter Tadschikistans betrachten die Unterzeichnung des Darlehens als logische Fortsetzung des konstruktiven Dialogs zwischen den beiden Parteien und als Zeichen dafür, dass die EIB die Vorhaben des Landes im Energiesektor unterstützt.  

Gleichzeitig äußern sie die Hoffnung, dass die mit der EIB geführten Gespräche ihrer Partnerschaft einen starken Schub verleihen.

Das erste Darlehen der EIB in der Republik Tadschikistan ist für die Installation von Stromzählern und der zugehörigen Ausrüstung bestimmt. Mit dieser Maßnahme soll es ermöglicht werden, ein aktives Lasten- und Nachfragemanagement zu betreiben, die Übertragungsverluste im Verteilnetz zu verringern und die Energieeffizienz zu erhöhen.

Das Vorhaben ist ein gutes Beispiel für die partnerschaftliche Zusammenarbeit internationaler Finanzierungsinstitutionen, da es von der EIB und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung mit jeweils 7 Mio EUR finanziert und darüber hinaus durch einen Zuschuss aus der Investitionsfazilität für Zentralasien unterstützt wird.

Durch die Zusammenarbeit mit der EU in den Bereichen Energie und Umwelt bei diesem Projekt werden die strategischen Entwicklungsziele der EU und die nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung Tadschikistans und der Region allgemein unterstützt.

Hintergrundinformationen

Als Bank der Europäischen Union trägt die EIB durch die Finanzierung tragfähiger Investitionsvorhaben zur Integration, zur ausgewogenen Entwicklung und zum wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt der EU-Mitgliedstaaten bei. In Zentralasien unterstützt die EIB die strategischen Ziele der EU zur Diversifizierung der Energiequellen, indem sie schwerpunktmäßig Projekte in den Bereichen Energieversorgung, Energieübertragung und Umweltschutz fördert. Die EIB ist seit Februar 2010 in der Republik Tadschikistan aktiv.

Sie finanziert die Vorhaben in der Region aus Mitteln des Asien-Mandats über 1 Mrd EUR, das der Rat und das Europäische Parlament für den Zeitraum 2007-2013 erteilt haben. Davon sind 100 Mio EUR für Zentralasien vorgesehen. 

Darüber hinaus kommen die zentralasiatischen Länder auch im Rahmen der Fazilität für Nachhaltigkeit und Sicherheit der Energieversorgung (ESF) für Finanzierungsbeiträge in Betracht. Diese Fazilität ermöglicht es der Bank, als bonitätswürdig eingestufte Projekte, die in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kohlenstoffabscheidung, -transport und -speicherung durchgeführt werden und der Verringerung der Treibhausgasemissionen dienen, auf eigenes Risiko zu finanzieren. Auch Projekte, die wesentlich zur Sicherheit der Energieversorgung der EU beitragen, kommen in Betracht.