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    Österreichische Antriebsforschung für Elektroautos schützt Klima und fördert Innovation

    Erfahren Sie, wie innovative Forschung und Entwicklung die weltweite Autoindustrie durch grüne Technologien verändern wird.

    • Autonom fahrende Fahrzeuge und Elektroautos gehören zu den Lösungen für eine emissionsfreie Zukunft unserer Städte. In Österreich werden sie entwickelt!

    Abonnieren Sie „Future Europe“ in iTunes oder auf iTunesSpotify oder Acast.

    „Future Europe“ stellt jedes der 28 EU-Länder in einem Podcast vor. In jeder Folge geht es um ein Projekt, das zeigt, wie wir künftig in Europa leben werden. Darüber sprechen wir mit Menschen, die die Projekte selbst kennen.

    Ein Antriebssystem für Elektroautos

    Professor Helmut List hat sein ganzes Berufsleben darauf verwendet, den Schadstoffausstoß von Fahrzeugen zu senken. „Langsam nähern wir uns einem Niveau, wo wir guten Gewissens sagen können, dass die Luftqualität in den Städten nicht mehr darunter leidet“, sagt er. „Und genau das ist unser Ziel.“

    List ist Geschäftsführer des österreichischen Familienunternehmens AVL aus Graz. Seit Vater hatte das Unternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, er selbst stieg 1967 ein. AVL hat sich von Anfang an mit Forschung und Entwicklung beschäftigt, um innovative Systeme für Verbrennungsmotoren zu entwickeln. Vor fünfzehn Jahren beschloss List, sich auf komplette Antriebssysteme zu konzentrieren. Ein Antriebssystem umfasst alles, was ein Fahrzeug zum Fahren bringt, also auch Brennstoffzellen, Elektroantriebe, Steuerungssoftware, Getriebe und Batterien.

    Heute stehen zunehmend Forschung und Entwicklung für Hybrid- und Elektroantriebe im Mittelpunkt. Neue Perspektiven im Verkehr eröffnen sich auch mit autonomen Fahrzeugen.

    Praxistest für Elektroautos

    Für Aris Pofantis, Ingenieur der Europäischen Investitionsbank, sind die Simulationsprüfstände der AVL entscheidend für ihren Erfolg. „Dieses Projekt trägt maßgeblich zu dem Wandel bei, der in der Autoindustrie unbedingt passieren muss“, so Pofantis. Der Ingenieur brachte das 70 Millionen-Euro-Darlehen mit auf den Weg, das die Bank der EU Anfang 2018 an die AVL für FuE-Aktivitäten vergab. „Hersteller müssen Tausende von Szenarios durchspielen und Millionen von Testkilometern zurücklegen. Die Datenmengen, die gesammelt und analysiert werden müssen, sind enorm. Praxistests auf der Straße werden sich nie vermeiden lassen, aber die richtigen Simulationsvorrichtungen können die Entwicklung wesentlich verkürzen.“

    Elektrofahrzeuge mit grüneren Antriebstechnologien

    Die EIB arbeitet seit 2007 eng mit der AVL zusammen und hat sie in vier wichtigen Bereichen unterstützt:

    • Die AVL zählt zu den Marktführern, wenn es um die Entwicklung von Antriebstechnologien geht, und kann in diesem Bereich beachtliche Erfolge vorweisen. Das Darlehen der EIB half, ihren Ruf auf internationaler Ebene zu festigen und noch bekannter zu werden.

    • Expansion des Unternehmens – die Zahl der hoch qualifizierten Ingenieure stieg im Jahresvergleich um zehn Prozent. So konnte die Forschung zur Elektrifizierung von Antriebssystemen, Hybridantrieben, Brennstoffzellen und Batterien rascher vorangetrieben werden.

    • Ausbau des Firmensitzes der AVL in Graz, Bau neuer Büros und Prüfstandzentren sowie 45 verbundene Unternehmen weltweit.

    • Mitarbeit an über 150 EU-Projekten in den letzten Jahren, Schaffung einer offenen Entwicklungsplattform für die gesamte Autoindustrie in einer komplexen und sich rasch ändernden Welt.

    „In der AVL kommt es auf kreatives Denken an“, so AVL-Personalchef Dr. Markus Tomaschitz. „Wir arbeiten für die Zukunft und mit der Zukunft. Ich glaube, wir haben ein ziemlich klares Bild davon, wie die Zukunft aussehen könnte. Und dann tun wir, was heute getan werden muss, damit wir morgen erfolgreich sein können. Darin liegt unsere Stärke.“

    Dr. Tomaschitz sagt, dass es in den letzten Jahren steil aufwärtsging – nicht zuletzt wegen des EIB-Darlehens. Das Unternehmen ist jährlich um zehn Prozent gewachsen und will nächstes Jahr 300 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen.