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Die Europäische Investitionsbank hat sich der neuen Globalen Energieallianz für Mensch und Planet (Global Energy Alliance for People and Planet) (GEAPP) angeschlossen, die am 2. November 2021 auf der Weltklimakonferenz COP 26 ins Leben gerufen wurde. Die neue Allianz hat zunächst 10 Milliarden US-Dollar zugesagt, um weltweit eine gerechtere grüne Energiewende voranzutreiben. 

In den nächsten zehn Jahren will die Allianz 100 Milliarden US-Dollar an öffentlichen und privaten Geldern mobilisieren, um drei tiefgreifende Probleme anzugehen:

1) Strom – zuverlässige Versorgung von einer Milliarde Menschen mit grünem Strom
2) Klima – Vermeidung von vier Milliarden Tonnen CO2-Emissionen
3) Arbeitsplätze – Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten und mehr als 150 Millionen neuen Arbeitsplätzen

Die Allianz kündigte auch einen globalen Aufruf für transformative Länderpartnerschaften an, die die Zukunft verändern. Zudem forderte sie die Entwicklungsländer auf, technische Hilfe und Finanzierungen zu beantragen, um Investitionen in saubere Energie zu beschleunigen. 

Die Länder, die heute noch immer unter Energiearmut leiden, sind nur für 25 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Laut einer Analyse der Allianz könnte ihr Anteil an den Emissionen bis 2050 auf 75 Prozent anwachsen. Auf diese Länder entfallen nur 13 Prozent der weltweiten Finanzierungen für saubere Energie, obwohl sie fast die Hälfte der Weltbevölkerung stellen.

In den Entwicklungsländern sind Kohlekraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 243 Gigawatt in Planung, genehmigt oder im Bau. Sie würden in den kommenden Jahrzehnten 38 Milliarden Tonnen CO2 ausstoßen. Das entspricht fast den gesamten weltweiten Emissionen des vergangenen Jahres. Um diese Entwicklung aufzuhalten und gleichzeitig Arbeitsplätze und Lebensgrundlagen zu sichern, wird die Allianz mehr als 10 Milliarden US-Dollar bereitstellen. Mit dem Geld will sie die Abkehr von fossilen Brennstoffen, die Netzintegration erneuerbarer Energien und die dezentrale Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien vorantreiben.

Zu den Mitgliedern der GEAPP gehören:

  • Weltweit tätige philanthropische Stiftungen: Rockefeller Foundation, IKEA Foundation, Bezos Earth Fund
  • Öffentliche Entwicklungsbanken: Afrikanische Entwicklungsbank-Gruppe, Asiatische Entwicklungsbank, Europäische Investitionsbank, Interamerikanische Entwicklungsbank, International Finance Corporation, CDC-Gruppe (Vereinigtes Königreich), US International Development Finance Corporation und Weltbank
  • Länder: Gastgeber der 26. Klimakonferenz – Italien, Vereinigtes Königreich und Dänemark

Rajiv Shah, Präsident der Rockefeller Foundation: „Die Welt befindet sich in einem wirtschaftlichen Umbruch, bei dem die Ärmsten immer weiter zurückbleiben und unter den Folgen des Klimawandels leiden. Nur eine grüne Energiewende und die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien können den wirtschaftlichen Fortschritt für alle wieder in Gang setzen und die Klimakrise beenden.  Die Globale Energieallianz ist eine der ehrgeizigsten und transformativsten Initiativen unserer Geschichte. Sie ermöglicht uns den Übergang zu einer modernen Wirtschaft und echte, messbare Fortschritte im Kampf gegen die existenziellen Bedrohungen des Klimawandels.“

EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle: „Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, müssen wir die Energieinvestitionen bis 2030 verdreifachen und weltweit saubere Energie zu erschwinglichen Preisen zugänglich machen. Als Klimabank der EU weitet die Europäische Investitionsbank ihre Klimafinanzierungen in Entwicklungs- und Schwellenländern aus. Wir freuen uns, der Globalen Energieallianz beizutreten. In enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern werden wir die Entwicklung und Finanzierung von Erneuerbare-Energien-Anlagen unterstützen – mit besonderem Schwerpunkt auf Subsahara-Afrika. Wir danken der Rockefeller Foundation und der IKEA Foundation, dass sie diese wichtige Allianz ins Leben gerufen haben.“