>@Shutterstock
©Shutterstock
  • Zusammenarbeit baut auf erfolgreichem Vorgängerfonds FEFISOL I auf
  • Neue Initiative für kleine ländliche Mikrofinanzinstitute und landwirtschaftliche Betriebe und Genossenschaften mit Fair-Trade-/Bio-Zertifizierung
  • Investitionen in 25 afrikanischen Ländern werden unterstützt
  • Finanzierung in Landeswährung fördert ländliche Mikrofinanzierungen

Mikrofinanzierungen in abgelegenen Regionen Afrikas sowie Investitionen von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die keinen Zugang zum klassischen Finanzwesen haben, erhalten Auftrieb durch eine Beteiligung der EIB am „European Solidarity Financing for Africa“-Fonds FEFISOL II von fünf Millionen Euro.

Die Initiative erreicht mehr als 25 Länder in Subsahara-Afrika und wird voraussichtlich 130 Mikrofinanzinstitute sowie landwirtschaftliche Betriebe und kleinbäuerliche Genossenschaften unterstützen. Bereitgestellt werden langfristige Finanzierungen in einheimischen und internationalen Währungen sowie technische Hilfe.

Ambroise Fayolle, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank: „In den vergangenen zehn Jahren haben die Mikrofinanzierungen über den FEFISOL I im ländlichen Raum Chancen für Tausende Menschen in abgelegenen und benachteiligten Regionen geschaffen. Die Europäische Investitionsbank freut sich, nun auch den FEFISOL II zu unterstützen und damit den Zugang zu Finanzierungen zu verbessern und landwirtschaftliche Investitionen auf dem Kontinent anzustoßen. Damit führen wir die Zusammenarbeit der EIB mit spezialisierten Mikrofinanz-Partnern in Afrika fort.“

SIDI-Geschäftsführer Dominique Lesaffre, für die Leitung und Liquidierung des FEFISOL I und dann für die Strukturierung des neuen Fonds verantwortlich, betonte: „Mit ihrem erneuten Engagement für den FEFISOL II und ihren finanziellen Beiträgen als Anteilseigner bekräftigen die Promoter das Ziel von Alterfin und SIDI, eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in Afrika zu fördern.“

Jean-Marc Debricon, General Manager von Alterfin: „Ländliche Gemeinschaften haben es schwer: Sie bekommen kaum Kredite, und der Klimawandel gefährdet ihre Lebensgrundlagen. Der FEFISOL II stärkt ländliche Mikrofinanzinstitute und ermöglicht Investitionen von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in verschiedenen afrikanischen Ländern.“

Die neue Zusammenarbeit für ländliche Mikrofinanzierungen in Afrika wurde heute im Vorfeld des EU-Afrika-Gipfels auf dem Wirtschaftsforum EU-Afrika offiziell in Brüssel vereinbart. Weitere Investoren des FEFISOL II werden sich bis Ende März 2022 an der ersten Zeichnungsrunde beteiligen.

Besserer Zugang zu Mikrofinanzierungen in ländlichen Gebieten

Die Beteiligung der EIB als wichtigem Geldgeber für Mikrofinanzierungen in Afrika am FEFISOL II verbessert den Zugang zu Krediten in ländlichen Gebieten. Dieser ist nötig, um Armut zu besiegen, die Ernährungssicherheit durch nachhaltigere Landwirtschaft zu verbessern, Frauen und Mädchen zu stärken und nicht zuletzt die wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Folgen der Coronapandemie in ländlichen Gemeinschaften zu bewältigen.

Landwirtschaftliche Finanzierungen, vor allem für kleine Betriebe, die ihre Produktion ausbauen und nachhaltige Verfahren einführen wollen, sind in Afrika nur begrenzt verfügbar, weil Banken den Sektor als zu riskant und nicht rentabel genug ansehen.

Unterstützung von „Fair-Trade-“Betrieben und biologischem Anbau in Afrika

Der FEFISOL II verbessert den Zugang zu Finanzierungen für kleine landwirtschaftliche Betriebe mit Fair-Trade-, Bio- oder anderer Qualitätszertifizierung und ihre Genossenschaften.

Zehn Jahre erfolgreiche Unterstützung ländlicher Mikrofinanzierung

Der neue Fonds knüpft an den Erfolg des ersten „European Solidarity Financing Fund for Africa“ (FEFISOL I) an, der 2011 für eine Laufzeit von zehn Jahren aufgelegt wurde. Die Promoter des FEFISOL II sind zwei europäische Impact-Investoren im Bereich Soziales und Umwelt, die über langjährige Erfahrung verfügen: Alterfin (Belgien) und SIDI (Frankreich). Der FEFISOL I und II unterscheiden sich beide insofern von „klassischen“ Fonds in Afrika, als sie ländliche Mikrofinanzinstitute und landwirtschaftliche Einrichtungen (KMU und Kleinbauergenossenschaften) fördern, die keinen Zugang zu den üblichen Finanzierungskanälen haben.

Maßgeschneiderte Angebote in Landeswährung für die ländliche Entwicklung

Der FEFISOL II wird ländliche Mikrofinanzinstitute und landwirtschaftliche Betriebe mit maßgeschneiderten Angeboten unterstützen. Ein Großteil der Mittel wird in Landeswährung bereitgestellt. Die Kundinnen und Kunden sind so vor dem Fremdwährungsrisiko geschützt.

Die Europäische Investitionsbank ist die weltweit größte supranationale Bank. Seit Beginn der Pandemie hat sie mehr als acht Milliarden Euro für Neuinvestitionen quer durch Afrika bereitgestellt.

Hintergrundinformationen 

Die EIB Global ist der neue Geschäftsbereich der EIB-Gruppe für wirksamere internationale Partnerschaften und Entwicklungsfinanzierung.  Sie wird neben anderen Finanzinstituten und der Zivilgesellschaft eng und zielorientiert mit Team Europe zusammenarbeiten. Über unsere Büros in aller Welt bringt die EIB Global die Gruppe näher zu den Menschen, Unternehmen und Institutionen vor Ort. 

https://twitter.com/EIBGlobal

https://www.linkedin.com/company/eib-global/

https://twitter.com/EIBGlobal

https://www.linkedin.com/company/eib-global/