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  • Erste Investition des Land Degradation Neutrality Fund
  • Wiederaufforstung von 9 000 Hektar geschädigter Flächen in Peru
  • Voraussichtlich 1,3 Tonnen weniger CO2-Ausstoß

Der Land Degradation Neutrality Fund, der Ende 2018 eingerichtet wurde und an dem auch die Europäische Investitionsbank (EIB) als Investor beteiligt ist, hat sein erstes Investment getätigt. Das Geld fließt in ein Programm zur Sanierung geschädigter Böden in Lateinamerika, das durch agroforstwirtschaftliche Methoden die Lebensgrundlagen von 2 400 Produzenten verbessern soll.

Das Programm „Urapi Sustainable Land Use“, das von ECOTIERRA entwickelt wurde, wirkt der Bodendegradation entgegen, trägt so zum Klimaschutz bei und fördert zugleich die soziale Integration. Dazu ist geplant, nachhaltige landwirtschaftliche Methoden einzuführen und die Wirtschaftsmodelle von Genossenschaften zu stärken. Das erste Projekt des Programms betrifft vier Kaffeegenossenschaften und die Sanierung geschädigter Böden für die agroforstwirtschaftliche Nutzung in Peru.

Die für Finanzierungen in Lateinamerika zuständige EIB-Vizepräsidentin Emma Navarro erklärte: „Es gibt immer mehr klimabedingte Katastrophen, und sie richten immer mehr Schäden an. Das beschleunigt die Bodendegradation und belastet die betroffenen Gemeinschaften. Mehr als 1,3 Milliarden Menschen leben auf geschädigten Böden. Das erhöht das Risiko von Massenflucht und Binnenmigration und erfordert umfangreiche finanzielle Ressourcen. Aus diesem Grund beteiligt sich die EIB am Land Degradation Neutrality Fund, der in Projekte investiert, die konkrete und zügige Maßnahmen zur Beendigung der Bodendegradation ermöglichen. Ich freue mich, dass die erste Investition des Fonds diesem Wiederaufforstungsprogramm in Peru zugutekommt, das dazu beiträgt, die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern und die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort zu verbessern.“

Der Land Degradation Neutrality Fund soll einen transformativen Beitrag zum globalen Kampf gegen den Klimawandel leisten. Ziel ist, die nachhaltige Bewirtschaftung von 500 000 Hektar Land zu fördern, den CO2-Ausstoß um 35 Millionen Tonnen zu senken, Arbeitsplätze zu schaffen und die Lebensgrundlagen für über 100 000 Menschen zu verbessern. Der Fonds investiert vor allem in Afrika und Asien. Der Fonds wird insgesamt 300 Millionen US-Dollar in Landbewirtschaftungs- und Bodensanierungsprojekte auf der ganzen Welt investieren, um bis 2030 die Bodendegradation zu stoppen – eines der UN-Entwicklungsziele.