Arnold Verbeek und Liesbet Goovaerts haben uns jede Menge Wissen in den Kreislauf gepumpt., EIB

Im Podcast „A Dictionary of Finance“ geht es diesmal um die Kreislaufwirtschaft – Recycling schont die Umwelt und kann ein einträgliches Geschäft sein.

Die Kreislaufwirtschaft setzt auf Wiederverwendung und Reparatur. Abfall vermeiden und weniger Rohstoffe verschwenden, lautet die Devise. Das ist ein Gegenentwurf zur Linearwirtschaft oder „Wegwerfwirtschaft“, in der Unternehmen aus neu gewonnenen Rohstoffen Produkte herstellen, die am Ende auf dem Müll landen.

Die Kreislaufwirtschaft verkürzt die „Linie“ in der Linearwirtschaft und schließt sie zu einem Kreis, erklärt uns Liesbet Goovaerts, die als Ingenieurin für moderne Werkstoffe bei der Europäischen Investitionsbank arbeitet (ja, wir haben Ingenieure und eine Abteilung für moderne Werkstoffe in der Bank!).

Neben Liesbet ist Arnold Verbeek bei dieser Folge von „A Dictionary of Finance“ mit dabei. Arnold ist Berater für Innovationsfinanzierungen bei der EIB.

Den Prozess, den die beiden beschreiben, bezeichnet man auch als geschlossenen Kreislauf oder Closed Loop.

Wir erfahren, wie unverarbeitete Rohstoffe (also natürliche Ressourcen oder Naturkapital) erstmals gewonnen werden – und warum es besser ist, Produkte wiederzuverwerten und die Sekundärrohstoffe daraus zu verwenden. Liesbet und Arnold erklären uns auch, was es mit dem Cradle-to-Cradle-Konzept auf sich hat (bildlich gesprochen werden Produkte oder ihre Einzelteile zurück an die „Wiege“ ihres Entstehens gebracht). Ein anderer Name dafür ist Ökodesign.

Bei näherer Betrachtung gibt es auch gute geschäftliche Argumente für die Kreislaufwirtschaft. Die Absicherung gegen Preisschwankungen bei Rohstoffen beispielsweise.

Wenn Unternehmen der Kreislaufwirtschaft Kredite beantragen, übersehen die Banken solche Aspekte oft und haben nur das im Blick, was an ihnen anders ist. Vielleicht stellen sie langlebigere Produkte her und machen dadurch weniger Umsatz, haben aber eine treuere Kundschaft. Oder sie vermieten Maschinen, statt sie zu verkaufen. Dann kommt das Geld nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach in die Kasse.

Was glauben Sie? Wären die Experten der Kreislaufwirtschaft dafür, an der Uni weiter die Lehrbücher aus den 1970er-Jahren zu verwenden? Nein, sie würden die Bücher eher modernisieren. In unserem Podcast erfahren Sie, warum.

Wenn Sie trotzdem dann und wann gerne einen ganz neuen Podcast hören möchten (wir geben uns alle Mühe, möglichst wenig unverarbeitete Rohstoffe bei der Produktion zu verbrauchen!), dann abonnieren Sie „A Dictionary of Finance“! Sie finden uns auf Acast, Spotify, in iTunes und auf den meisten anderen Podcast-Plattformen.

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