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Die Präsidenten der Asiatischen Entwicklungsbank (AsDB) und der Europäischen Investitionsbank (EIB) haben am 2. November 2021 auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen COP 26 eine Absichtserklärung unterzeichnet, die ihre Zusammenarbeit in Asien und in den Pazifikstaaten stärkt.

Dabei soll der Fokus auf der verstärkten Kofinanzierung grüner Projekte liegen. Gleichzeitig werden private Mittel mobilisiert und technische Hilfe bereitgestellt, um bankfähige Projekte in Entwicklungsländern, die Mitglieder der AsDB sind, auf den Weg zu bringen.

Bereiche der Zusammenarbeit sind erneuerbare Energien und Energieeffizienz, nachhaltiger Verkehr und Stadtentwicklung, nachhaltige Wertschöpfungsketten in der Landwirtschaft, sichere Wasserversorgung, Forstwirtschaft und Landnutzung, Anpassung an den Klimawandel und Katastrophenrisikomanagement, Erhalt der Biodiversität, saubere Meere und die sogenannte blaue Wirtschaft.

Die beiden Banken werden sondieren, wo sie bei der Entwicklung von Finanzierungsinstrumenten zur Risikominderung und bei Finanzierungen in Landeswährung für die ärmeren Mitgliedsländer der AsDB kooperieren können. Sie wollen Know-how teilen – insbesondere bei der Entwicklung neuer Produkte und bei den Best Practices – und mehr Personal entsenden und Wissen austauschen.

AsDB-Präsident Masatsugu Asakawa: „Unsere Partnerschaft mit der EIB kann Länder in Asien und im Pazifischen Ozean dabei unterstützen, sich an die Klimafolgen anzupassen und sie abzufedern. Zwei Dinge helfen dabei: Unser Ziel, Klimafinanzierungen von insgesamt 100 Milliarden US-Dollar in den Jahren 2019–2030 an unsere ärmeren Mitgliedstaaten auszureichen, und der Klimabank-Fahrplan der EIB.“ Asakawa gratulierte der EIB-Gruppe zudem zu ihrem Beschluss, einen Geschäftsbereich Entwicklung für die Tätigkeit außerhalb der Europäischen Union einzurichten.

EIB-Präsident Werner Hoyer: „Um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, müssen multilaterale Entwicklungsbanken zusammenarbeiten und ihre Klimafinanzierungen ausbauen. Wir arbeiten seit Jahren erfolgreich mit der Asiatischen Entwicklungsbank bei der Finanzierung nachhaltiger Energie- und Verkehrsprojekte zusammen. Die Absichtserklärung, die wir heute auf der COP 26 unterzeichnen, wird unsere Zusammenarbeit insbesondere in Asien und in den Pazifikstaaten weiter stärken. Gemeinsam sind wir entschlossen, die Länder bei ihrem Übergang zur grünen Wirtschaft zu unterstützen und die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.“

Die AsDB fördert eine gerechte, widerstandsfähige und nachhaltige Entwicklung in Asien und im Pazifikraum und will extreme Armut beseitigen. Sie wurde 1966 gegründet und hat 68 Mitglieder – 49 davon aus der Region.

Seit 25 Jahren unterstützt die EIB die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Asien und im pazifischen Ozean durch vielfältige Projekte: von einer neuen U-Bahn-Linie in Bangalore bis hin zu preisgünstiger und sauberer Energie im Westen Nepals.