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  • Gemeinsame Erklärung bringt Partner zusammen, um Investitionen, strategische Beratung und technische Hilfe für die Energiewende und die Klima- und Entwicklungsziele Nordmazedoniens zu mobilisieren
  • EIB Global beschleunigt Umsetzung mit verstärkter technischer Hilfe und Finanzierungen
  • 2023 hat die Bank in Nordmazedonien über 100 Mio. Euro in grüne Projekte investiert und neue technische Hilfe für nachhaltige Finanzierungen auf den Weg gebracht

Auf der UN-Klimakonferenz COP28 hat die EIB Global, der Geschäftsbereich der Europäischen Investitionsbank (EIB) für Aktivitäten außerhalb der EU, eine gemeinsame Erklärung zu einer Investitionsplattform für einen gerechten Übergang in Nordmazedonien unterzeichnet. Über die von der Regierung Nordmazedoniens mit technischer Hilfe der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) initiierte Plattform sollen bis zu drei Milliarden Euro für Investitionen sowie strategische Beratung und technische Hilfe mobilisiert werden. Damit wollen die Initiatoren die Energiewende des Landes sowie den Bau von 1,7 Gigawatt neuer Erzeugungskapazität für erneuerbare Energie bis 2030 und von neuer Netz- und Speicherinfrastruktur beschleunigen. Das Paket wurde geschnürt, um die grüne Wende erfolgreich zu meistern und gleichzeitig Arbeitsplätze und Existenzgrundlagen in den betroffenen Kommunen zu schützen.

EIB-Vizepräsident Thomas Östros: „Wir begrüßen die neue Plattform – sie entspricht voll und ganz dem Klimabank-Fahrplan der EIB und unserem Anspruch, auch außerhalb der EU einen gerechten Übergang und eine gerechte Resilienz zu unterstützen. Nordmazedonien ist Mitglied der Kommissionsinitiative für Kohleregionen im Wandel für den westlichen Balkan und die Ukraine, deshalb kann das Land technische Hilfe für die Ausarbeitung von Strategien und Programmen für eine nachhaltige Abkehr von Kohle erhalten. Mit den vergrößerten Teams der EIB Global im Westbalkan wollen wir helfen, die Plattform umzusetzen, damit Nordmazedonien seine ehrgeizigen Klimaziele erreichen kann.“

Unterzeichner der Erklärung waren der Wirtschaftsminister von Nordmazedonien Kreshnik Bekteshi, EBWE-Präsidentin Odile Renaud-Basso, EIB-Vizepräsident Thomas Östros sowie Vertreterinnen und Vertreter des Klimainvestitionsfonds, der Cassa Depositi e Prestiti, der Entwicklungsbank des Europarats und der KfW.

EBWE-Präsidentin Odile Renaud-Basso: „Wir sind sehr stolz darauf, bei dieser innovativen, ländergeführten Plattform Nordmazedoniens Partner zu sein. Sie bringt staatliches Engagement, internationale Unterstützung und private Finanzierungen zusammen, um bei der gerechten Energiewende Tempo zu machen. Aus unserer Sicht kann die Plattform eine Blaupause dafür sein, wie sich die Klimafinanzierung in Nordmazedonien, auf dem westlichen Balkan und darüber hinaus skalieren lässt. Gerne arbeiten wir mit der Regierung an der Realisierung dieser hohen Ambitionen.“

Auch die EIB Global ist Partner der Erklärung. Sie will helfen, Nordmazedoniens Energiesektor ohne Abstriche bei der Versorgungssicherheit rasch und gerecht umzubauen. Um neue Projekte für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und die Modernisierung der Energieinfrastruktur auf die Beine zu stellen, hat die Bank ihre Zusammenarbeit mit der Regierung, öffentlichen Versorgern und dem Privatsektor erheblich ausgeweitet. 2023 wurden über 100 Millionen Euro für grüne Investitionen in Nordmazedonien unterzeichnet und neue technische Hilfe für nachhaltige Projekte geleistet.

Nordmazedoniens Wirtschaftsminister Kreshnik Bekteshi: „Unser deutliches ‚Ja‘ zu einem gerechten Übergang unterstreicht unser Bekenntnis zu den Grundsätzen des Pariser Abkommens und stellt einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigeren, wettbewerbsfähigeren und gerechteren Zukunft dar. Mit der Annahme des Fahrplans für einen gerechten Übergang erreichten wir im vergangenen Jahr wichtige Fortschritte. Dass die internationale Gemeinschaft unsere Anstrengungen und Ambitionen jetzt anerkennt, ehrt uns. Wir freuen uns, als erstes Land in Europa und eines der ersten beiden kleinen Länder dem Programm für den beschleunigten Kohleausstieg beizutreten.“

Hintergrundinformationen

Die EIB auf dem Klimagipfel COP28

Besuchen Sie unsere Website mit Informationen über die EIB auf der COP28. Die EIB ist mit einem Pavillon im Side-Event-Bereich der blauen Zone vertreten und bietet Veranstaltungen zu verschiedenen Themen an (alle Details in der Agenda). Sie können sich die Veranstaltungen live oder als Aufzeichnung ansehen. Darüber hinaus teilt sich die EIB einen Pavillon mit der Gruppe der multilateralen Entwicklungsbanken (Agenda des MDB-Pavillons).

Die EIB

2019 wurden die Leitlinien der EIB für Energiefinanzierungen genehmigt. Als erste multilaterale Entwicklungsbank beendete sie die Finanzierung von Projekten, die fossile Energieträger einschließlich Erdgas einsetzen, ohne den CO2-Ausstoß zu mindern.

2021 richtete die EIB als erste multilaterale Entwicklungsbank ihr gesamtes Geschäft auf die Ziele des Pariser Abkommens aus.

Mit ihrem Klimabank-Fahrplan will die EIB-Gruppe in den entscheidenden zehn Jahren bis 2030 Investitionen von 1 Billion Euro in Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit mobilisieren.

Die EIB hat sich das Ziel gesetzt, bis 2025 den Anteil für Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit auf über 50 Prozent ihres jährlichen Finanzierungsvolumens zu steigern – mit 58 Prozent übertraf sie dieses Ziel schon vergangenes Jahr.

Die EIB Global ist der Geschäftsbereich der EIB-Gruppe für Finanzierungen außerhalb der EU. Sie ist zentraler Partner der Global-Gateway-Strategie der EU. Bis Ende 2027 will die EIB Global Investitionen von mindestens 100 Milliarden Euro anschieben – das ist ein Drittel des Gesamtziels der Initiative. Sie arbeitet als Teil von Team Europa eng und zielorientiert mit anderen Entwicklungsfinanzierungsinstituten und der Zivilgesellschaft zusammen. Über Büros in aller Welt bringt die EIB Global die EIB-Gruppe näher zu den Menschen, Unternehmen und Institutionen vor Ort.

Die EIB in Nordmazedonien

Die EIB ist seit der Staatsgründung im Jahr 1991 in Nordmazedonien tätig und vergibt landesweit Finanzierungen für wichtige Infrastrukturprojekte, Gebietskörperschaften sowie kleine und mittlere Unternehmen. Insgesamt hat die Bank bislang 1,3 Milliarden Euro für kleine Unternehmen, Verkehrs- und Energieprojekte sowie Versorgungsinfrastruktur bereitgestellt. Die EIB stellt ihr technisches und finanzielles Know-how ihren Partnern vor Ort durch maßgeschneiderte Beratung und technische Unterstützung zur Verfügung. Weitere Informationen über die Projekte der EIB in Nordmazedonien unter Nordmazedonien und die EIB.

Die EIB im Westbalkan

Die EIB ist einer der größten internationalen Geldgeber im Westbalkan. Weitere Informationen zur Arbeit der EIB der Region unter /de/publications/the-eib-in-the-western-balkans.