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Aisti
  • EIB vergibt 20 Mio. Euro an finnisches Start-up für den Ausbau der Produktion biobasierter Akustikpaneele für Gebäude
  • Finanzierung dient dem Ausbau der Produktionskapazität der Fabrik in Ostfinnland
  • Kredit mit InvestEU-Garantie fördert die klima- und regionalpolitischen Ziele der EU

Die Europäische Investitionsbank (EIB) vergibt an Aisti einen Kredit über 20 Millionen Euro, um seine Produktionskapazität zu erhöhen. Das finnische Unternehmen stellt biobasierte abgehängte Deckenpaneele zur Lärmminderung her. Die Platten, sogenannte Akustikpaneele, werden aus Holzfasern hergestellt. Das Material ist patentiert und bietet eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Mineralwolleplatten. Es ist für den Einsatz im gewerblichen und öffentlichen Sektor konzipiert, etwa in Schulen und Bürogebäuden.

Aisti will den EIB‑Kredit nutzen, um die geplante Kapazität seiner großen Produktionsanlage in Kitee, einer ländlich geprägten Stadt in Ostfinnland, zu verdoppeln. Der Produktionsstart für die Platten ist in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorgesehen.

Die Vereinbarung treibt die Klimaschutzbemühungen der EU voran: Treibhausgasemissionen von Gebäuden werden verringert, zugleich werden kreislauforientierte Modelle gefördert, in denen Produkte recycelt und erneut genutzt werden. Neben ihrer geringeren CO2‑Intensität und höheren Nachhaltigkeit gegenüber herkömmlichen Akustikdecken enthalten die Platten von Aisti keine Mineralwolle und geben keine Mineralwollefasern an die Raumluft ab.

Karl Nehammer, Vizepräsident der EIB: „Der Erfolg des grünen Wandels in Europa beruht auf innovativen Unternehmen wie Aisti. Mit der Unterstützung dieses Projekts fördern wir die Kreislaufwirtschaft, stärken die ländliche Entwicklung und erhöhen Europas Fähigkeit, nachhaltige Baustoffe in großem Maßstab herzustellen.“

Die Vereinbarung markiert einen bedeutenden Schritt für Aisti, ein Start-up, das 2019 gegründet wurde, und eröffnet die Möglichkeit, die ursprünglich vorgesehene Produktionskapazität zu verdoppeln. Die Finanzierung wird unter dem InvestEU-Programm in Form eines eigenkapitalähnlichen „Venture-Debt“-Darlehens bereitgestellt. Diese Art von Kredit mit langer Laufzeit ist auf innovative Unternehmen zugeschnitten.

Venture Debt verbindet flexible Bedingungen mit dem Vorteil, Eigentumsanteile nicht zu verwässern. Es schließt die Lücke zwischen frühen Eigenkapitalrunden und herkömmlichen Bankkrediten, sodass Unternehmen schneller und zugleich finanziell stabiler wachsen können.

Mikko Paananen, CEO von Aisti: „Mit der EIB an unserer Seite können wir das Tempo erhöhen und unseren ursprünglichen Businessplan deutlich übertreffen. Durch die Kapazitätsverdoppelung können wir unsere natürliche, recycelbare Alternative zu herkömmlichen Akustikplatten in dem Umfang bereitstellen, den der Markt heute nachfragt. Die Partnerschaft bringt uns unserer Vision näher, das Bauwesen grundlegend zu wandeln und gesündere, CO2-ärmere Baustoffe als neuen Standard in der Branche zu etablieren.“

Die geplante Fabrik des Unternehmens ist selbst nachhaltig ausgelegt: Ein energieeffizienter Produktionsprozess, gespeist mit sauberem Strom, bildet das Kernstück. Geplant ist eine anfängliche Jahreskapazität von 2,5 Millionen Quadratmetern, also rund 17 Prozent des Marktes für Akustikplatten in den nordischen Staaten.

Über die Finanzierung der Fabrik hinaus erlaubt der EIB‑Kredit Aisti, die Forschungs‑ und Entwicklungsarbeit zu intensivieren und die Akustik- und Brandschutzmerkmale der Platten weiter zu verbessern. Auf diese Weise wird die Expansion in den europäischen Märkten, auch in den nordischen Ländern, zusätzlich unterstützt.

Neben seinem Beitrag zu den EU‑Zielen in den Bereichen Klimaschutz, ökologische Nachhaltigkeit und Bioökonomie stärkt der EIB‑Kredit die Entstehung qualifizierter Arbeitsplätze in einer strukturschwachen ländlichen Region und begünstigt den Wissenstransfer in der biobasierten Industrieproduktion. Gleichzeitig unterstützt das Projekt die TechEU-Initiative der EIB, weil es Innovationen bei nachhaltigen, biobasierten Lösungen vorantreibt.

Hintergrundinformationen

Die EIB-Gruppe

Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten. 2024 unterzeichnete die EIB-Gruppe fast 89 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen für mehr als 900 wirkungsstarke Projekte in acht Kernbereichen, die die strategischen Ziele der EU unterstützen: Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, Kohäsion, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, die Kapitalmarktunion und ein stärkeres Europa in einer stabileren und friedlichen Welt. Alle Projekte, die die EIB-Gruppe finanziert, entsprechen dem Pariser Klimaabkommen.

Auf unserer Website finden Sie hochwertige, aktuelle Fotos vom Sitz der EIB-Gruppe.

InvestEU

Das InvestEU-Programm mobilisiert umfangreiche private und öffentliche Mittel für langfristige Finanzierungen in der EU, um die Wirtschaft nachhaltig zu stärken. Es stößt auch private Investitionen an, die zu EU-Zielen wie dem europäischen Grünen Deal und dem digitalen Wandel beitragen. InvestEU vereint die EU-Instrumente für Investitionen in der EU unter einem Dach. So macht es die Finanzierung von Investitionsprojekten in Europa einfacher, effizienter und flexibler. Das Programm hat drei Bausteine: den InvestEU-Fonds, die InvestEU-Beratungsplattform und das InvestEU-Portal. Der InvestEU-Fonds wird von Finanzierungspartnern umgesetzt, die für Kredite auf die EU-Haushaltsgarantie von 26,2 Milliarden Euro zurückgreifen können. Diese Garantie erhöht die Risikotragfähigkeit der Partner und mobilisiert mindestens 372 Milliarden Euro an zusätzlichen Investitionen.

Aisti

Aisti ist ein finnisches Unternehmen für Werkstofftechnologie, das abgehängte Akustikdeckenplatten aus erneuerbaren Holzfasern herstellt. Es nutzt Schaumformtechnik, um Fasern in leistungsstarke Akustikpaneele zu verwandeln, die sicher, nachhaltig, recycelbar und preislich wettbewerbsfähig sind. Aistis Produkte sind auf die Bedürfnisse von Architekturbüros, Bauunternehmen und Projektentwickler zugeschnitten und bieten akustische Spitzenleistung ohne Kompromisse. Gleichzeitig helfen sie der Bauindustrie, auf gesündere, CO2-ärmere und zirkulärere Gebäudelösungen umzustellen.

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Referenz

2025-546-DE