- EIB und Renfe unterzeichnen erste Tranche von 250 Mio. Euro für Ersatz von Altfahrzeugen und Beschaffung zusätzlicher Züge
- Neufahrzeuge haben mehr Kapazität, sind barrierefrei und bieten ein Plus bei Interoperabilität, Effizienz und Betriebssicherheit
- Projekt verbessert Serviceangebot und stärkt nachhaltigen ÖPNV in Katalonien
- Kredit entspricht EIB-Priorität Klimaschutz und wird vom InvestEU-Programm unterstützt, mit dem die EU bis 2027 zusätzliche Investitionen von mehr als 372 Mrd. Euro mobilisieren will
Video-Statement der Präsidentin der EIB-Gruppe Nadia Calviño zur Finanzierung (auf Spanisch) https://drive.google.com/file/d/1PRvziPiiPf8bFVtiewd-kv8MRJuzR_BA/view?usp=sharing
Die Europäische Investitionsbank (EIB) und das spanische Bahnunternehmen Renfe haben einen Kredit über 250 Millionen Euro unterzeichnet. Mit dem Geld will Renfe 101 elektrische Züge beschaffen und damit seine Nah- und Regionalverkehrsflotte in Katalonien modernisieren und vergrößern. Der Kredit ist die erste Tranche einer bereits genehmigten EIB-Finanzierung von insgesamt 500 Millionen Euro, die entscheidend dazu beiträgt, das Serviceangebot in Kataloniens Bahnverkehr zu verbessern.
Die neuen Züge ersetzen Altfahrzeuge, die seit 1990 im Einsatz sind. Mit den Neufahrzeugen können künftig jeweils 900 bis 1 800 Personen befördert werden; bisher waren es rund 830. Beschafft werden sowohl Züge mit besonders hoher Fahrgastkapazität für den Pendlerverkehr im Raum Barcelona als auch Züge für den Regionalverkehr.
Die neuen Fahrzeuge sind barrierefrei und mit dem europäischen Eisenbahnverkehrsleitsystem ERTMS ausgestattet, das den Zugverkehr interoperabel, effizient und sicherer macht. Durch die Flottenerneuerung soll der Bahnverkehr zuverlässiger und weniger anfällig für technische Störungen werden.
Das Projekt dürfte das nachhaltige ÖPNV-Angebot in Katalonien spürbar verbessern und im Stadt- und Regionalverkehr den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel fördern. Somit verringert es den CO2-Ausstoß in Ballungsräumen und Randgebieten.
Die Finanzierung leistet einen wichtigen Beitrag zu den Klimazielen, die die EIB-Gruppe in ihrem Strategie-Fahrplan 2024–2027 und in der zweiten Phase ihres Klimabank-Fahrplans 2026–2030 festgelegt hat. Sie wird auch durch das InvestEU-Programm unterstützt, mit dem von 2021 bis 2027 zusätzliche Investitionen von über 372 Milliarden Euro mobilisiert werden sollen.
Hintergrundinformationen
EIB
Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten. Ausgehend von acht Kernprioritäten finanziert die EIB Investitionen, die zu den strategischen Zielen der EU beitragen. So fördern wir die Bereiche Klimaschutz und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, Kohäsion, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, die Kapitalmarktunion und ein stärkeres Europa in einer stabileren, friedlichen Welt.
Die EIB-Gruppe, zu der neben der EIB auch der Europäische Investitionsfonds (EIF) gehört, unterzeichnete 2024 knapp 89 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen für mehr als 900 wirkungsstarke Projekte und macht Europa damit noch wettbewerbsfähiger und sicherer.
In der EU fließt etwa die Hälfte der EIB-Mittel in Kohäsionsregionen, wo das Pro-Kopf-Einkommen unter dem EU-Durchschnitt liegt. Und fast 60 Prozent der jährlichen Investitionen der EIB-Gruppe fördern Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit.
In Spanien unterzeichnete die EIB-Gruppe 2024 neue Finanzierungen von 12,3 Milliarden Euro für mehr als 100 wirkungsstarke Projekte, die dem Land bei der grünen und digitalen Wende helfen, Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit stärken und das Dienstleistungsangebot für die Menschen verbessern.
Auf unserer Website finden Sie hochwertige, aktuelle Fotos vom Sitz der EIB-Gruppe.
InvestEU
Das Programm InvestEU stellt langfristige Schlüsselfinanzierungen in der EU bereit, um umfangreiche private und öffentliche Mittel für eine nachhaltige Erholung zu mobilisieren. Es soll auch private Investitionen ankurbeln, die zu den Prioritäten der EU beitragen, etwa zum europäischen Grünen Deal oder zur digitalen Wende. InvestEU bündelt alle Finanzierungsinstrumente, mit denen die EU bisher Investitionen gefördert hat. Dadurch wird die Finanzierung von Investitionsprojekten in Europa einfacher, effizienter und flexibler. Das Programm besteht aus drei Komponenten: dem InvestEU-Fonds, der InvestEU-Beratungsplattform und dem InvestEU-Portal. Der InvestEU-Fonds wird von Partnern umgesetzt, die in Projekte investieren und dafür die EU-Haushaltsgarantie im Gesamtvolumen von 26,2 Milliarden Euro abrufen können. Die Haushaltsgarantie ist für die Investitionsprojekte der Partner bestimmt. Sie erhöht ihre Risikotragfähigkeit und stößt zusätzliche Investitionen von mindestens 372 Milliarden Euro an.
Renfe
Renfe Operadora ist eines der führenden Eisenbahnunternehmen in Europa. 2024 stellte Renfe einen neuen Rekord auf: Das Unternehmen beförderte insgesamt mehr als 537 Millionen Fahrgäste und damit rund 14 Millionen bzw. 2,7 Prozent mehr als 2023 (523,2 Millionen). Sein Angebot umfasst sowohl kommerzielle Verkehrsdienste (AVE, Avlo, Alvia, Euromed und Intercity) als auch öffentliche (Cercanías, Media Distancia, Ancho Métrico und Avant).