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  • EIB-Darlehen über 20 Millionen Euro aus der Europäischen Fazilität für Wachstumsfinanzierungen im Rahmen des „Juncker-Plans“
  • Europa setzt sich weiter für Datenhoheit ein und schafft dabei Arbeitsplätze in Bereichen wie Verkehr, Zahlungen und Identifizierung, in denen Famoco vorwiegend tätig ist
  • Das französische Unternehmen will mit dem Darlehen schneller seine Strategie für Innovation und Demokratisierung der digitalen Sicherheit für mobiles Arbeiten umsetzen und seine internationale Positionierung, insbesondere in Afrika, stärken

Das Unternehmen Famoco setzt sich seit seiner Gründung 2010 für Datenhoheit ein. Es hat die berufliche Nutzung von Smartphones revolutioniert und ermöglicht derzeit weltweit über 1 400 Unternehmen in 50 Ländern (darunter 30 in Afrika), alle ihre Anwendungen über eine SaaS-Plattform auf einem sicheren Endgerät einzusetzen.

Famoco hat sich umfangreiches Know-how in den Bereichen Verkehr, Zahlungen und Identifizierung erworben und will seine internationale Präsenz ausbauen. Insbesondere in Afrika will das Unternehmen die digitale Wende mit seinem Fachwissen begleiten und neue mobile Nutzungen sicher machen.

Mit dem Darlehen der EIB kann Famoco seine Innovationsstrategie vor allem für Zahlungen schneller umsetzen. Beruflich genutzte Smartphones sollen zu Bezahlterminals werden, die alle neuen Zahlungsmittel unterstützen: QR-Code, kontaktlose Karten, Biometrie, Kryptowährungen, Gesichtserkennung usw.

Weltweit sind 250 000 Endgeräte des Unternehmens im Einsatz. Famoco will mit seinen Partnern eine gemeinsame Plattform bilden, die alle erforderlichen mobilen Anwendungen für Zahlungen und eine erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit umfasst.

Die Beteiligung der EIB fällt unter die Europäische Fazilität für Wachstumsfinanzierungen (EGFF) und wird durch eine Garantie der Investitionsoffensive für Europa, des sogenannten Juncker-Plans, besichert. Dieser Mechanismus ermöglicht es der EIB, endfällige Mittel bereitzustellen, die die Eigenkapitalstruktur des Unternehmens nicht verwässern. Das entspricht genau dem Finanzierungsbedarf stark wachsender Unternehmen, die in FuE investieren müssen, bevor sie mit ihren Produkten umfangreiche Einnahmen erwirtschaften.

Valdis Dombrovskis, Vizepräsident der Europäischen Kommission für eine Wirtschaft im Dienste der Menschen: „Mobiles Bezahlen ist im Leben der Verbraucher angekommen. Die Kommission unterstützt das französische Fintech-Unternehmen Famoco, das mit dem 20-Millionen-Euro-Darlehen innovative und sichere mobile Bezahlsysteme entwickeln kann. Es schafft damit Arbeitsplätze und kurbelt das Wachstum in über 50 Ländern an, nicht zuletzt in Europa und Afrika.“

EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle: „Die Bank der EU freut sich, Famoco auf seinem Wachstumskurs zu unterstützen. Das Unternehmen verbindet digitale Innovation mit Entwicklungszusammenarbeit. Es erfüllt damit mehrere langfristige Investitionsziele der EIB, die europäische Fintech-Unternehmen und gleichzeitig inklusives Wachstum in Entwicklungsländern fördern will.“

Lionel Baraban, CEO von Famoco: „Durch die digitale Revolution sind in Afrika Nutzungen entstanden, auf die man im infrastrukturreichen Europa niemals gekommen wäre. Das gilt vor allem für mobiles Bezahlen. Die Nord-Süd-Achse hat sich umgekehrt: Innovation kommt aus Bamako, Addis Abeba, Kampala oder Nairobi zu uns. Afrika kommt heute mit seiner Erfahrung Europa zugute. Famoco ist für diesen Austausch und die Entwicklung neuer Nutzungen in Europa gut aufgestellt.“

Hinweis für die Redaktion

Famoco

Famoco revolutioniert die berufliche Nutzung sicherer Smartphones für Verkehr, Zahlungen und Identifizierung. Famoco entwickelt eine Soft- und Hardwarelösung, mit der Unternehmen alle ihre wichtigen Anwendungen über eine SaaS-Plattform auf einem Endgerät einsetzen können. Das technologisch innovative französische Fintech-Unternehmen erzielt 80 Prozent seines Umsatzes im Export. Es hat über 1 000 Kunden in mehr als 50 Ländern, darunter 30 in Afrika. Famoco demokratisiert das mobile Arbeiten und schützt dabei Datenhoheit und Datensicherheit. Zu den Hauptkunden gehören die Vereinten Nationen, Orange, SNCF, HID, Vodacom, Keolis, WeChat, Alipay und FDJ.