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Die Führungsspitzen der größten nationalen Förderbanken und -institute Europas haben sich heute in München getroffen: BGK (Polen), Caisse des Dépôts (CDC, Frankreich), Cassa Depositi e Prestiti (CDP, Italien), KfW (Deutschland), Instituto de Crédito Oficial (ICO, Spanien) und die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe). 2025 haben diese Institute, die seit über zehn Jahren eng zusammenarbeiten, insgesamt mehr als 300 Milliarden Euro vergeben. In München bekräftigten sie ihre gemeinsame Entschlossenheit, Investitionen, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz in der EU zu beschleunigen.

In einem sich rasch verändernden globalen Umfeld unterstrichen die Institute ihre Bereitschaft, gemeinsam auf die drängendsten wirtschaftlichen Herausforderungen Europas zu reagieren. Sie wollen die Wettbewerbsfähigkeit fördern, bestehende Investitionslücken schließen und die strategische Autonomie der EU stärken.

Ihre Führungsspitzen hoben hervor, wie wichtig langfristige öffentliche Investoren sind, um privates Kapital zu mobilisieren und strategische Investitionen anzustoßen, die den Prioritäten der EU entsprechen.

Engere Zusammenarbeit bei strategischen Prioritäten

Die Institute zogen Bilanz über bisherige Fortschritte und verständigten sich auf die nächsten Maßnahmen in mehreren Schwerpunktbereichen:

  • Wettbewerbsfähigkeit: Aufbauend auf dem wegweisenden Draghi-Bericht zur künftigen Wettbewerbsfähigkeit Europas, dem Letta-Bericht zum Binnenmarkt und aktuellen nationalen Analysen bekräftigten die Institute ihr Engagement für eine tiefere Integration und mehr Investitionen in Innovation, Kompetenzen und Infrastruktur, um das Unternehmensumfeld in Europa zu verbessern. Diese Agenda wollen die Institute und die EIB-Gruppe nun mit koordinierten, langfristigen Finanzierungen und innovativen Instrumenten in konkrete Maßnahmen umsetzen.
  • Sicherheit und Verteidigung: Die Institute wollen gemeinsam zusätzliche Investitionen in Sicherheit und Verteidigung auf den Weg bringen, die Europa für seine Sicherheit und industrielle Resilienz braucht. Dazu muss auch privates Kapital mobilisiert werden, um den Investitionsbedarf in diesem Bereich zu decken.

Nach der im Juni 2025 in Warschau erzielten Vereinbarung begrüßen die Institute zwei weitere Partner, die sich dieser Initiative für Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Verteidigung anschließen – Banco Português de Fomento (Portugal) sowie NRW.Bank (Deutschland).

Bei dem Treffen wurde eine Analyse zur Einrichtung eines Fonds mit einem gewissen Volumen für Sicherheits- und Verteidigungsinfrastruktur vorgestellt, der kritische Infrastrukturprojekte unterstützt, um Europas Sicherheit und industrielle Resilienz stärken. Ziel ist, die Schaffung solcher Fonds zu fördern und private Mittel für Europas Investitionsbedarf in diesem Bereich zu mobilisieren.

  • Digitale Souveränität: Prüfung von Strategien zur Stärkung der digitalen Souveränität sowie Umsetzung konkreter Maßnahmen für technologische Autonomie und Resilienz. Die Institute vereinbarten, einen Index für digitale Resilienz zu entwickeln, der digitale Abhängigkeiten misst, um Europa unabhängiger zu machen.
  • Spar- und Investitionsunion: Engere Zusammenarbeit bei marktbasierten Instrumenten, etwa durch Ausweitung der erfolgreichen European Tech Champions Initiative, bessere Exit- und Verbriefungslösungen sowie stärkere Komplementarität mit nationalen Initiativen wie dem Deutschlandfonds der KfW und dem BGK-Dachfonds Future Tech Poland.
  • Wohnen: Aufbauend auf dem EU-Plan für erschwinglichen Wohnraum wollen die nationalen Förderbanken und -institute und die EIB-Gruppe ihre Zusammenarbeit intensivieren, um europaweit die Finanzierung von Wohnungsbauprogrammen zu verbessern und auszuweiten.

Hintergrundinformationen

Caisse des Dépôts-Gruppe

Die Caisse des Dépôts (CDP) und ihre Tochtergesellschaften sind eine staatliche Bankengruppe. Als langfristiger Investor dient sie dem öffentlichen Interesse und fördert die wirtschaftliche Entwicklung der Regionen.

Sie vereint fünf Kompetenzfelder: Sozialpolitik (Renten, Berufsausbildung, Behinderung, Alter, Gesundheit), Vermögensverwaltung, Überwachung von Tochtergesellschaften und strategischen Beteiligungen, Unternehmensfinanzierung (mit Bpifrance) und Banque des Territoires.

Cassa Depositi e Prestiti

Die Cassa Depositi e Prestiti ist Italiens Förderbank und unterstützt seit 1850 die Wirtschaft des Landes. Sie soll in erster Linie die Entwicklung der Industrie und Infrastruktur in Italien vorantreiben und damit das wirtschaftliche und soziale Wachstum ankurbeln. Im Mittelpunkt steht eine nachhaltige Entwicklung auf lokaler Ebene. Dazu unterstützt die CDP italienische Unternehmen auf ihrem Innovations- und Wachstumskurs, auch international. Als Finanzierungs- und Beratungspartner hilft sie Kommunen, Infrastruktur aufzubauen und öffentliche Dienstleistungen zu verbessern. Die CDP beteiligt sich aktiv an Initiativen der internationalen Zusammenarbeit für Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern. Sie refinanziert sich vollständig über privates Kapital (durch den Vertrieb von Postsparbüchern und Postsparbriefen sowie über Emissionen an nationalen und internationalen Finanzmärkten).

EIB-Gruppe

Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) ist der Finanzierungsarm der Europäischen Union und eine der weltgrößten multilateralen Entwicklungsbanken. Ihre Anteilseigner sind die 27 Mitgliedstaaten. 2025 unterzeichnete die EIB-Gruppe 100 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen und Beratung für mehr als 870 wirkungsstarke Projekte in acht Kernbereichen, die die strategischen Ziele der EU unterstützen: Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, territorialer Zusammenhalt, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, starke globale Partnerschaften sowie die Spar- und Investitionsunion. Neben der Vergabe langfristiger Darlehen für große Infrastrukturprojekte mobilisiert die EIB-Gruppe privates Kapital für risikoreiche innovative Projekte und Unternehmen. Auf den europäischen Märkten für Venture Debt, Risikokapital, Garantien und Verbriefungen kommt ihr eine wachsende Bedeutung zu.

Der Europäische Investitionsfonds (EIF) ist die auf Garantien und Eigenkapitalbeteiligungen spezialisierte Tochtergesellschaft der EIB-Gruppe und erleichtert kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start‑ups europaweit den Zugang zu Finanzierungen. Als Ankerinvestor mobilisiert der EIF über sein breites Netz von Partnerbanken und Investmentfonds privates Kapital und stärkt das Risikokapital‑Ökosystem, um innovative Unternehmerinnen und Unternehmer in Europa zu fördern.

2023 lancierte der EIF gemeinsam mit sechs Mitgliedstaaten (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Belgien und Niederlande) die European Tech Champions Initiative, einen Dachfonds zur Förderung innovativer Start-ups. Mit dieser Initiative wurden bislang bereits 13 europäische Risikokapital-Megafonds und das Scale-up von 38 Unternehmen unterstützt, darunter elf Unicorns (mit einem Marktwert von über 1 Milliarde Euro).

Fotos vom Sitz und vom Management der EIB-Gruppe, Logos und unser B-Roll-Video finden Sie auf unserer Website. 

ICO

Das Instituto de Crédito Oficial (ICO) ist Spaniens nationale Förderbank und untersteht dem Ministerium für Wirtschaft, Handel und Unternehmen. Die Förderbank ist sowohl für KMU als auch bei großen Investitionen eine Anlaufstelle für Finanzierungen. Sie trägt zu nachhaltigem Wachstum bei, indem sie wirtschaftliche Aktivitäten fördert, die aufgrund ihrer sozialen, kulturellen, innovativen oder ökologischen Bedeutung förder- und ausbaufähig sind.

KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist eine der führenden Förderbanken der Welt. Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung setzt sie sich im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland und der Länder weltweit für bessere wirtschaftliche, soziale und ökologische Lebensbedingungen ein. Ihre Finanzierungs- und Fördermaßnahmen sind auf die Agenda 2030 der Vereinten Nationen abgestimmt und tragen zu den17 UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) bei.

Bank Gospodarstwa Krajowego

Die Bank Gospodarstwa Krajowego (BGK) ist die einzige Förderbank Polens. Sie unterstützt die nachhaltige soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Mit ihren Aktivitäten trägt sie zur Schaffung von Arbeitsplätzen, zum Bau von Wohnungen und Infrastruktur und zur Verbesserung der Luftqualität bei. Die BGK denkt zudem an künftige Generationen – sie baut Sozialkapital auf, fördert Unternehmertum und steht für verantwortungsvolles Finanzieren. Sie ist in allen Regionen Polens tätig und unterhält Büros in Brüssel, Frankfurt am Main und Kyjiw. Die Bank beteiligt sich an der Umsetzung der europäischen Fonds in Polen sowie von Produkten, die aus Mitteln des nationalen Aufbau- und Resilienzplans finanziert werden. Die BGK unterstützt polnische Unternehmen bei Exporten und dem Ausbau ihres Auslandsgeschäfts. Gemeinsam mit Unternehmen, dem öffentlichen Sektor und Finanzinstituten geht sie auf wirtschaftliche Bedürfnisse ein.

Kontakt

Referenz

2026-067-DE