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©Mercedes Landete/Iberdrola
  • Der aus vier Windparks bestehende Windkomplex Cavar mit einer Gesamtleistung von 111 Megawatt wird im ersten Quartal 2020 in Betrieb gehen
  • Während der Bauphase dieses neuen Erneuerbare-Energien-Projekts entstehen bis zu 200 Arbeitsplätze
  • Für die Projektentwicklung ist Renovables de la Ribera verantwortlich, ein 50:50-Joint Venture zwischen Iberdrola und Caja Rural de Navarra

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat einen weiteren Schritt auf dem Weg zur sauberen Energieerzeugung in Spanien getan. Die Bank der EU stellt 50 Millionen Euro für Renovables de la Ribera bereit. Das Joint Venture, an dem der spanische Energieversorger Iberdrola und die Caja Rural de Navarra zu je 50 Prozent beteiligt sind, baut ein neues Erneuerbare-Energien-Projekt: den Windkomplex Cavar im spanischen Navarra.

Die EIB unterstützt den Komplex mit einem grünen Darlehen – eine Finanzierung für Projekte, die völlig in Einklang mit den im Programm der Bank für Klimaschutzanleihen (Climate Awareness Bonds) festgelegten Erfordernissen stehen und die daher unter das Portfolio fallen, für das Emissionserlöse aus den Klimaschutzanleihen bereitgestellt werden können.

Der aus vier Windparks bestehende Komplex liegt in den Kommunen Cadreita und Valtierra und verfügt über eine installierte Leistung von 111 Megawatt. Während seines Baus entstehen bis zu 200 Arbeitsplätze. Geplanter Betriebsbeginn ist im ersten Quartal 2020.

Mit ihrer Finanzierung für Renovables de la Ribera trägt die Bank der EU dazu bei, das von der Europäischen Kommission ausgegebene Ziel zu erfüllen: Im Jahr 2030 sollen 32 Prozent der Energieversorgung der EU aus erneuerbaren Quellen stammen. Der neue Windkomplex verursacht keinerlei umweltschädliche Emissionen und erzeugt ausreichend saubere Energie, um den Strombedarf von 46 500 Menschen zu decken. Zugleich wird der Ausstoß von jährlich 84 000 Tonnen CO2 in die Atmosphäre vermieden.

Cavar ist außerdem das erste Windkraftprojekt in Spanien, dessen erzeugte Energie an ein Großunternehmen verkauft wird: Über eine langfristige Stromkaufvereinbarung werden 40 Megawatt sauberer Energie an Nike in Europa geliefert.

Emma Navarro, EIB-Vizepräsidentin mit Aufsicht über Klimafinanzierungen: „Spanien hat ein großes Potenzial bei erneuerbaren Energien, und die EIB möchte ihren Beitrag dazu leisten, dass das Land in diesem Sektor Maßstäbe setzt. Daher ermöglichen wir Investitionen, die den Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft fördern und gleichzeitig zu Wirtschaftswachstum und Beschäftigung beitragen. Die Förderung sauberer Energien ist eines unserer wichtigsten vorrangigen Ziele. Die EIB hat in ihrem Bestreben, sich als Klimabank der EU zu konsolidieren, ihre Bereitschaft bestätigt, ihre Klimafinanzierung auszuweiten. So will sie Europa bei seinen Plänen unterstützen, als erster Kontinent im Jahr 2050 klimaneutral zu werden.“

Ángeles Santamaría, CEO von Iberdrola Spanien, unterstrich „die Bedeutung von Instrumenten für die Klimafinanzierung, um den benötigten Energiewandel zu beschleunigen. Dank dieser Maßnahmen sowie der Festlegung von Emissionszielen und der Umsetzung einer ökologischen Industrie- und Finanzstrategie können wir zur Dekarbonisierung unserer Wirtschaft und zur Abschwächung der globalen Erwärmung beitragen. Mit diesem Ziel vor Augen investiert Iberdrola in Spanien gestützt auf einen ehrgeizigen Aktionsplan in erheblichem Umfang in erneuerbare Energien. Bis 2022 wollen wir 3 000 Megawatt neue Leistung installieren, bis 2030 bis zu 10 000 Megawatt.“

Für die Caja Rural de Navarra „steht die Mitwirkung an diesem Projekt zur Erzeugung erneuerbarer Energien im Einklang mit ihrer Umweltverantwortung und ihrer Förderung der regionalen Wirtschaftstätigkeit. Dieses Projekt im ländlichen Raum kombiniert die traditionelle Landwirtschaft mit neuen und umweltfreundlichen Möglichkeiten der Energieerzeugung.“

Die EIB und der Klimaschutz

Die EIB ist einer der weltweit größten multilateralen Geldgeber für den Kampf gegen den Klimawandel. Sie will bei der Mobilisierung des Kapitals vorangehen, das notwendig ist, um die Erderwärmung unter zwei Grad Celsius zu halten und auf 1,5 Grad zu begrenzen. So soll das Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens erreicht werden. Am 14. November beschloss der Verwaltungsrat der EIB die neuen Klimaziele und die neue Energiefinanzierungspolitik der Bank. Diese wird den Anteil ihrer Klima- und Umweltfinanzierungen bis 2025 schrittweise auf 50 Prozent erhöhen. Bis 2030 will die EIB-Gruppe mindestens eine Billion Euro für Investitionen mobilisieren, die zum Erreichen ihrer Klima- und Umweltziele beitragen. Sie erklärte auch, dass sie alle ihre Aktivitäten auf das Pariser Abkommen abstimmen wird. Entsprechend wird die EIB ab Ende 2021 keine Projekte mehr finanzieren, die auf fossilen Energieträgern basieren.

2018 stellte die EIB in Spanien fast 1 300 Millionen Euro für den Klimaschutz bereit und finanzierte damit Projekte für emissionsärmere Verkehrsmittel und umweltfreundlichere Produktionsverfahren.

Hintergrundinformationen:

Iberdrola

Iberdrola ist einer der führenden Energieerzeuger weltweit, der größte Windstromproduzent und gemessen an der Marktkapitalisierung eines der führenden Stromunternehmen der Welt. Die Gruppe versorgt etwa 100 Millionen Menschen in zahlreichen Ländern wie Spanien, Großbritannien (ScottishPower), den USA (AVANGRID), Brasilien (Neoenergia), Mexiko, Deutschland, Portugal, Italien und Frankreich mit Energie. Mit rund 34 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von mehr als 113 Milliarden Euro erzielte sie 2018 einen Umsatz von gut 35 Milliarden Euro und einen Jahresüberschuss von rund 3 Milliarden Euro.

Iberdrola ist bei der Energiewende führend. Das Unternehmen investiert in erneuerbare Energien, intelligente Netze, die Energiespeicherung im großen Maßstab und den Digitalisierungsprozess, um seinen Kunden die modernsten Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Dank seines Engagements für saubere Energien gehört Iberdrola zu den Unternehmen mit dem geringsten CO2-Ausstoß und setzt mit seinem Beitrag zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit internationale Maßstäbe.

Caja Rural de Navarra

Die Caja Rural de Navarra ist ein Finanzinstitut mit 965 Beschäftigten und 252 Niederlassungen. Ihre Leitungs- und Beschlussorgane sitzen in der Region, in der das Institut tätig ist. Diese Nähe zum eigenen Markt und die entsprechende Marktkenntnis machen die Caja Rural de Navarra zu einem kundennahen Institut, das schnell und flexibel reagieren kann.

Kreditwürdigkeit: Mit ihrer guten Kapitalausstattung ist die Caja Rural de Navarra eines der finanzkräftigsten Institute im spanischen Finanzsystem. Die harte Kernkapitalquote (CET 1) auf Basis der vollständigen Umsetzung von Basel III belief sich im Dezember 2018 auf 16,40 Prozent – eine der höchsten Quoten aller spanischen Finanzinstitute.

Die Caja Rural de Navarra steht für Professionalität, Menschlichkeit, Modernität und einen persönlichen Umgang. Mit Engagement, Verantwortung und Kundennähe baut sie ihre auf Vertrauen gestützten Kundenbeziehungen aus. Das Institut betreut 600 000 Kunden in Navarra, im Baskenland und in La Rioja und ist Teil der Finanzgruppe Caja Rural. In der Gruppe, die sich am Modell der europäischen Genossenschaftsbanken orientiert, bleibt das Institut in seiner Verwaltung völlig unabhängig, kann dabei aber die Dienste und Skaleneffekte einer großen Finanzgruppe nutzen. Die Caja-Rural-Gruppe ist in ganz Spanien tätig. Sie betreibt 2 338 Niederlassungen und 2 500 Geldautomaten und hat 8 413 Beschäftigte, 6,8 Millionen Kunden und 1,5 Millionen Mitglieder. Die größten Unternehmen der Gruppe sind die Banco Cooperativo, Rural Servicios Informáticos und Seguros RGA.