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  • 110,4 Millionen Euro für Abgasreinigungs- und Ballastwassermanagement-Systeme auf 42 Spliethoff-Schiffen im Rahmen des 300 Millionen Euro-Partnerschaftsprojekts der EIB und ING für umweltfreundliche Schiffe
  • EIB-Darlehen wird durch den „Juncker-Plan“ und die „Connecting-Europe-Fazilität“ der EU besichert

Die ING und die Europäische Investitionsbank (EIB) haben heute einen Darlehensvertrag über 110 Millionen Euro unterzeichnet. Mit den Mitteln wird das niederländische Schifffahrtsunternehmen Spliethoff’s Bevrachtingskantoor B.V. 42 seiner Schiffe mit Abgasreinigungs- und Ballastwassermanagement-Systemen nachrüsten. Spliethoff wird dadurch die Auflagen der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation und die EU-Richtlinien über Luftschadstoffemissionen und die Freisetzung von für die Meeresumwelt schädlichen Krankheitserregern erfüllen können. Das EIB-Darlehen wird durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) – das Kernstück der Investitionsoffensive für Europa (Juncker-Plan) – und die Connecting-Europe-Fazilität (CEF) besichert.

Das Darlehen ist Teil einer Vereinbarung, die die EIB und die ING im Jahr 2018 unterzeichnet haben, um eine nachhaltige Schifffahrt mit 300 Millionen Euro zu fördern. Ziel ist es, Sponsoren grüner und nachhaltiger Seeverkehrsprojekte durch günstige Finanzierungen zu unterstützen. Die EIB stellt 49,5 Millionen Euro für eine von der ING Bank NV eingerichtete Fazilität von 110,4 Millionen Euro bereit. Die Mittel fließen in die Installation von Abgasreinigungs- und Ballastwassermanagement-Systemen auf 42 Schiffen der Spliethoff-Flotte. 17 Schiffe werden mit beiden Systemen nachgerüstet, auf 5 Schiffen werden Abgasreinigungssysteme und auf 20 Schiffen Ballastwassermanagement-Systeme installiert.

Die nachgerüsteten Schiffe werden wesentlich weniger Schwefeloxidemissionen und Feinstaub ausstoßen. Ferner werden durch die neuen Systeme weniger invasive Organismen und Krankheitserreger mit dem Ballastwasser verschleppt.

EIB-Vizepräsident Vazil Hudák: „Unser gemeinsames Programm mit der ING zeigt, dass ökologische Maßnahmen im Transportsektor nicht nur der Umwelt zugutekommen, sondern sich auch wirtschaftlich lohnen. Die Unterstützung der Europäischen Kommission erleichtert der EIB Finanzierungen im Seetransportsektor und ist ein gutes Beispiel für europaweites Teamwork.“

Michel Fransen, CFO der Spliethoff-Gruppe: „Wir installieren seit 2013 Abgasreinigungsanlagen, auch Scrubber genannt, auf unseren Schiffen und sind mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden. Scrubber sind eine besonders umweltfreundliche Lösung, mit der wir die IMO-Vorschriften für 2020 einhalten können. Auf lange Sicht könnten Flüssigerdgas oder Wasserstoff zukünftig sogar noch bessere Alternativen sein. Außerdem liegen die Investitionen in Scrubber im Interesse unserer Aktionäre, wenn wir an Risiken bei der Kraftstoffverfügbarkeit und an die Preisrisiken denken.“

Stephen Fewster, Global Head of ING Shipping: „Nachhaltigkeit ist ein wichtiger strategischer Schwerpunkt der ING. Als Bank möchten wir eine möglichst große Wirkung mit unseren Finanzierungen erzielen. Deshalb sind wir sehr stolz auf die Zusammenarbeit mit der EIB. So können wir Spliethoff bei der Umstellung auf ein nachhaltigeres Geschäftsmodell unterstützen, das gleichzeitig höhere Umweltstandards erfüllt.“

Die Anwaltskanzlei Loyens & Loeff fungierte als Transaction Lawyer für die ING Bank und koordinierte die Dokumentation zwischen den drei Parteien.