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©Atelier d'Architecture Michel Rémon/Atelier d'Architecture Michel Rémon

Am 23. Oktober 2017 haben das Universitätsklinikum (CHU) Montpellier und die Europäische Investitionsbank (EIB) die Unterzeichnung eines Finanzierungsvertrags über 55 Millionen Euro bekannt gegeben. Die Mittel fließen in den Bau eines neuen Labormedizingebäudes, das den Standards für Gebäude mit hoher Umweltqualität (Haute Qualité Environnementale, HQE) entsprechen wird. Bei der Unterzeichnung waren Thomas Le Ludec, Generaldirektor des CHU Montpellier, und Tanguy Desrousseaux, bei der EIB für die Finanzierung von Infrastruktur und des öffentlichen Sektors zuständig, anwesend.

Bei dem Neubau handelt es sich um die erste Phase des Gesamtkonzepts für den Umbau des CHU Montpellier, das langfristig die Zusammenlegung der labormedizinischen Aktivitäten an einem einzigen Standort vorsieht. Dank ihres AAA-Ratings konnte die EIB das Darlehen zu sehr attraktiven Konditionen vergeben. Dadurch kann der zweitwichtigste Akteur im Gesundheitswesen der Region Okzitanien seine Gesundheitsleistungen modernisieren und sie am Hauptstandort des CHU Montpellier zentral anbieten. 

Ein Großprojekt: Laborgebäude und Hubschrauberlandeplatz

Im Rahmen seines Investitionsprogramms 2012–2017 stellte das CHU ein Gesamtkonzept für den Umbau auf. Langfristig will es damit seine sämtlichen Infrastruktureinrichtungen modernisieren und seine Gesundheitsleistungen an einem zentralen Standort bündeln.

Die erste Phase des Projekts betrifft den Bau eines Gebäudes, das die 19 Labors für Labormedizin, Pathologie und Genetik, die derzeit auf mehrere Einzelgebäude verteilt sind, zentral beherbergen soll. Gleichzeitig wird der Hauptstandort des CHU (Lapeyronie) für Modernisierungsmaßnahmen vorbereitet. Diese umfassen hauptsächlich den Bau neuer Parkplätze und eines moderneren Hubschrauberlandeplatzes, aber auch die Sicherstellung der Stromversorgung durch den Bau einer neuen Notstromanlage. Die Kosten für die erste Phase werden derzeit auf 112 Millionen Euro veranschlagt.

Finanzierung des Projekts durch die Europäische Investitionsbank

Das CHU Montpellier beantragte für seine Modernisierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen eine Finanzierung bei der EIB, woraufhin die EIB dem CHU ein Darlehen von 55 Millionen Euro zu äußerst günstigen Bedingungen zur Verfügung stellte.

Dieses Darlehen entspricht dem vorrangigen Ziel der EIB, eine nachhaltige Infrastruktur zu fördern, die die Lebensbedingungen der Bürgerinnen und Bürger unmittelbar verbessert. Als größter europäischer Geldgeber für Infrastrukturprojekte in Frankreich hat die EIB seit Januar 2016 bereits 7,8 Milliarden Euro für eine moderne und nachhaltige Infrastruktur in den Bereichen städtischer Verkehr, Breitbandausbau, Sekundar- und Hochschulen und Krankenhäuser bereitgestellt. Mehr als die Hälfte der Finanzierungen der EIB in Frankreich betreffen Infrastrukturvorhaben. Dies ist mehr als im europäischen Durchschnitt.  

Der Gesundheitssektor ist im Übrigen ein vorrangiger Förderbereich der EIB. Seit Anfang der 2000er-Jahre hat die Bank in Frankreich fast 5 Milliarden Euro für Investitionsvorhaben im Gesundheitswesen vergeben.