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Heute haben die Europäische Investitionsbank (EIB) und die marokkanische Strom- und Trinkwasserbehörde ONEE (Office National de l’Electricité et de l’Eau Potable) einen Finanzierungsvertrag über 75 Millionen Euro unterzeichnet. Mit dem Darlehen der EIB sollen in Marokko die Systeme für die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung ausgebaut werden. Die Vorhaben tragen gleichzeitig zum Wachstum und zur Schaffung von Arbeitsplätzen in den Gemeinden bei. Das Darlehen steht in Einklang mit den vorrangigen Zielen des Mandats der EIB für Finanzierungen außerhalb der EU und entspricht der nationalen Strategie Marokkos für 2012-2016. Die Mittel sollen einen gleichberechtigten Zugang der Bevölkerung zur Grundversorgung ermöglichen und zur Modernisierung vorrangiger Infrastruktur beitragen. 

Der Vertrag wurde im marokkanischen Haushaltsministerium unterzeichnet. Anwesend waren der beigeordnete Haushaltsminister Driss El Azami El Idrissi, die Direktorin der Finanzabteilung des ONEE Nawal Khalifa, der Botschafter der Europäischen Union Rupert Joy und EIB-Vizepräsident Román Escolano. Der marokkanische Minister für Energie, Bergbau, Wasser und Umwelt wurde durch seinen Kabinettschef Abdelali Gour vertreten.

EIB-Vizepräsident Escolano betonte, wie wichtig das Darlehen für Marokko ist: „Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist für die Wirtschaft und Gesellschaft eines Landes von grundlegender Bedeutung. Wasser ist lebensnotwendig und muss um jeden Preis geschützt werden. Deshalb ist es so wichtig, in jeder Gemeinde für eine moderne, leistungsfähige und umweltschonende Infrastruktur zu sorgen. Eine Infrastruktur, die die Wirtschaft stärkt und gleichzeitig die Lebensqualität der Bewohner verbessert.“

Marokko verzeichnet seit vielen Jahren ein starkes Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum. Dadurch steigt auch der Wasserbedarf im ganzen Land.

Mit dem Darlehen der EIB sollen mehrere kleine Vorhaben unterstützt werden, um die Wasser- und Abwassersysteme leistungsfähiger und zuverlässiger zu machen. Ziel ist es, überall in Marokko die Infrastruktur zur Wassergewinnung und -versorgung sowie zur Abwasserentsorgung zu modernisieren. Dabei sollen vor allem die Wasserverluste deutlich reduziert werden.

Die aus dem Darlehen mitfinanzierten Vorhaben werden in den Gemeinden spürbare soziale und ökologische Auswirkungen haben. Das gilt vor allem für die öffentliche Gesundheit. So dürften sich die Lebensbedingungen der Bevölkerung durch eine gute Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung verbessern. Unter anderem werden weniger Abwässer in Gewässer eingeleitet, die Infrastruktur wird klimaresistenter und die Wasserressourcen können optimal genutzt werden. Mit ihrem Darlehen unterstützt die EIB die Modernisierung von Infrastruktur, die für die Bevölkerung von wesentlicher Bedeutung ist. Zugleich fördert sie in den betreffenden Gemeinden das Wirtschaftswachstum, die soziale Integration, die Geschäftstätigkeit von KMU und die Beschäftigung.

Die EIB ist Marokkos wichtigster Darlehensgeber. Bisher hat die Bank knapp 6,7 Milliarden Euro für Investitionsvorhaben in den wichtigsten Sektoren der marokkanischen Wirtschaft bereitgestellt, unter anderem in den Bereichen Energie, Verkehr, Wasser und Abwasser, Bildung, Gesundheit, sozialer Wohnungsbau, Industrie, KMU und Innovation.