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  • 260 Millionen Euro für vorrangige Wasserprojekte in ganz Jordanien
  • Das Programm unterstützt Jordaniens Anpassung an den Klimawandel

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat mit dem Haschemitischen Königreich Jordanien ein Rahmendarlehen in Höhe von 260 Millionen Euro unterzeichnet, um vorrangige Investitionen in den Wassersektor des Ministeriums für Wasser und Bewässerung zu unterstützen. Das Programm wird dazu beitragen, die Gewinnung, den Transport und die Verteilung von Wasser in Jordanien zu optimieren.

Aus den Mitteln der EIB werden Projekte zum Bau, zur Modernisierung und zur Verbesserung verschiedener Wasserversorgungseinrichtungen in mehreren Gouvernements Jordaniens finanziert. Die Durchführung dieser Projekte wird die Resilienz des Wasserversorgungssektors erhöhen, seine Anpassung an den Klimawandel unterstützen und Arbeitsplätze während der Bau- und der Betriebsphase schaffen.

Neben der EIB-Finanzierung wird aus den Mitteln für technische Hilfe der Initiative zur Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz ein Zuschuss von drei Millionen Euro für technische Hilfe bereitgestellt, um die erforderlichen Vorbereitungs- und Machbarkeitsstudien und die Aufteilung in Einzelprojekte im Rahmen des Programms zu unterstützen. Die Resilienzinitiative ist Bestandteil der Antwort der EU auf die Herausforderungen in der südlichen Nachbarschaft und im Westbalkan.

Das Rahmendarlehen dient dazu, die Ziele der jordanischen Regierung im Rahmen der nationalen Wasserstrategie 2016–2025 und die Projekte zu unterstützen, die zu einem widerstandsfähigen Wassersektor beitragen. Die Durchführung des Programms wird zur einer Verbesserung der wirtschaftlichen Resilienz und der sozioökonomischen Infrastruktur Jordaniens beitragen.

EIB-Vizepräsident Dario Scannapieco sagte anlässlich der Vertragsunterzeichnung: „Als Bank der Europäischen Union messen wir Klimaschutzprojekten hohe Priorität bei. Wir freuen uns, unsere Unterstützung für den jordanischen Wassersektor zu erhöhen. Dieses Rahmendarlehen wird den Bau, die Modernisierung und die Verbesserung zahlreicher jordanischer Wasserversorgungsanlagen unterstützen. Die Projekte sind dringend erforderlich, um den Zugang der Menschen zu Wasser in den kommenden Jahren zu verbessern.“

Die Botschafterin der EU in Jordanien Maria Hadjitheodosiou: „Die aus dem Rahmendarlehen finanzierten Wasserprojekte tragen dazu bei, die Widerstandsfähigkeit des Wasserversorgungssektors zu stärken, und befähigen Jordanien, besser mit den Herausforderungen des Klimawandels fertig zu werden. Diese Projekte stehen vollständig in Einklang mit der Partnerschaft der EU mit Jordanien und den gemeinsamen Anstrengungen, die Klimafolgen zu mindern.“

Laut Nasser Shraideh, dem jordanischen Minister für Planung und internationale Zusammenarbeit, ist es das Ziel des Abkommens, für Jordanien in den nächsten sechs Jahren Mittel zu günstigen Finanzierungsbedingungen (mit einem außergewöhnlich langen Rückzahlungszeitraum von bis zu dreißig Jahren) zu sichern. Die Mittel werden für vorrangige jordanische Wasserprojekte verwendet, um die Ziele der nationalen Wasserstrategie 2016–2025 durch den Bau, die Modernisierung und die Verbesserung verschiedener Wasserversorgungsanlagen in Gouvernements in ganz Jordanien zu erreichen.

Die Durchführung dieser Projekte wird die Widerstandsfähigkeit der Wasserversorgung verbessern und die Anpassung an den Klimawandel unterstützen. Darüber hinaus werden Arbeitsplätze während der Bau- und der Betriebsphase geschaffen.

Der Wassersektor ist für die Regierung Jordaniens von zentraler Bedeutung, weil das Land unter gravierender Wasserknappheit leidet und der Sektor für die Sicherung der langfristigen sozialen und wirtschaftlichen Stabilität Jordaniens eine wesentliche Rolle spielt. Jordanien zählt zu den Ländern mit der geringsten verfügbaren Wassermenge pro Einwohner und ist das Land mit der zweitgrößten Wasserarmut der Welt. In den nächsten Jahren wird sich die Wasserverfügbarkeit aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels und des erwarteten Bevölkerungszuwachses in Jordanien noch verringern. Die neue EIB-Finanzierung fällt unter das Außenmandat der EU 2014–2020 und ist letztlich vollständig durch die EU-Gesamtgarantie abgesichert. Sie steht in Einklang mit dem Außenmandat der EIB in Hinblick auf den Ausbau sozialer und wirtschaftlicher Infrastruktur, mit dem Leitfaden der EIB für die Finanzierungspolitik im Wassersektor und mit der Europäischen Nachbarschaftspolitik.

Außerdem ist die neue EIB-Finanzierung Teil des erheblichen Engagements der Bank im jordanischen Wassersektor. Dieses Engagement wurde in den letzten Jahren im Kontext der Initiative zur Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz sukzessive ausgeweitet. 2015 unterzeichnete die EIB ein Darlehen über 54 Millionen US-Dollar für das Projekt Wadi Al Arab Water System II, für das die EU ebenfalls einen Investitionszuschuss von 13,75 Millionen Euro bereitstellt. 2019 unterzeichnete die EIB ein Darlehen über 65 Millionen Euro und einen Investitionszuschuss über 16,25 Millionen Euro für das Projekt Deir Alla Water and Sanitation.