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  • Ein Darlehen von 20 Millionen Euro, um das Wachstum eines europäischen KMU zu unterstützen, das eine weltweit einmalige Bildverarbeitungstechnologie entwickelt
  • Die Operation wird im Rahmen der Europäischen Fazilität für Wachstumsfinanzierungen (EGFF) des Juncker-Plans finanziert
  • Bahnbrechende Anwendungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen, für autonome Fahrzeuge und die Industrie 4.0

Die Europäische Investitionsbank gibt die Unterzeichnung eines Finanzierungsvertrags mit Prophesee bekannt. Es handelt sich um ein französisches Unternehmen mit Sitz in Paris, das auf bahnbrechende neuromorphologische Vision-Sensoren und KI-basierte Algorithmen spezialisiert ist. Das Darlehen über 20 Millionen Euro dient dem Ausbau der internationalen Marktpositionen des Unternehmens (Europa, China, Japan und USA) und dem Abschluss der Entwicklung seiner vierten Generation von Sensoren, die 2020 und 2021 auf den Markt für IoT und den Automobilmarkt gebracht werden sollen.

Die Sensoren und KI-basierten Algorithmen von Prophesee werden durch 51 Patente geschützt und läuten eine neue Ära des maschinellen Sehens ein, indem sie die Funktionsweise des Auges und des Gehirns imitieren. Wie beim menschlichen Sehen nehmen die Kameras des Unternehmens statt einer herkömmlichen Abfolge von Einzelbildern Ereignisse wahr, d. h. ausschließlich die wichtigste visuelle Information einer Szene. Diese neue event-basierte Bildsensorik mit dem Namen Metavision® erreicht eine beispiellose Leistungsfähigkeit und Sicherheit.

Die bahnbrechende Technologie von Prophesee bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten auch in der Mobilität (autonome Fahrzeuge), im Gesundheitswesen (Behandlung von sehbehinderten Menschen) oder in der Industrie 4.0 (vorausschauende Verschleißüberwachung).

Die Beteiligung der EIB fällt unter die Europäische Fazilität für Wachstumsfinanzierungen (EGFF) und wird durch eine Garantie der Investitionsoffensive für Europa, des sogenannten Juncker-Plans, besichert. Dieser Mechanismus ermöglicht es der EIB, endfällige Mittel bereitzustellen, die die Eigenkapitalstruktur des Unternehmens nicht verwässern. Das entspricht genau dem Finanzierungsbedarf stark wachsender Unternehmen, die in FuE investieren müssen, bevor sie mit ihren Produkten umfangreiche Einnahmen erwirtschaften.

Aus den Mitteln wird die Markteinführung der dritten Generation der Metavision®-Sensoren finanziert, die jetzt in die industrielle Massenproduktion geht.

Prophesee hat dieses Jahr bereits das erste industrielle event-basierte Kamerasystem gemeinsam mit einem deutschen Partner am Markt eingeführt, wodurch sich für die vorausschauende Wartung in der Industrie 4.0 neue Perspektiven ergeben.

Carlos Moedas, EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation: „Prophesee ist ganz klar ein Pionier im Bereich der künstlichen Intelligenz in Europa, und ich freue mich, dass die europäische Investitionsbank und der Juncker-Plan das Unternehmen finanziell unterstützen. Dank dieses Darlehens über 20 Millionen Euro kann das Unternehmen seine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Bereich innovativer Technologien für autonome Fahrzeuge, das Gesundheitswesen und das Internet der Dinge fortsetzen.“

Ambroise Fayolle, Vizepräsident der EIB: „Die EIB freut sich als Bank der Europäischen Union sehr, ein europäisches Unternehmen unterstützen zu können, das eine wichtige Rolle bei autonomen Fahrzeugen, im Gesundheitssektor und bei der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie 4.0 spielen wird. Das Kamerasystem von Prophesee stützt sich auf künstliche Intelligenz und hat deswegen einen besonders niedrigen Energieverbrauch. Das kommt unserem Ziel sehr entgegen, Innovationen zu fördern, die sich günstig auf die Entwicklung einer CO2-armen Wirtschaft auswirken.“

„Wir freuen uns, dass die EIB das Unternehmen Prophesee und seine disruptiven Technologien finanziell unterstützt. Dank dieser Investition kann Prophesee, dessen Sensoren das maschinelle Sehen umwälzen, seine führende Rolle im Deep-Tech-Sektor in Europa stärken. Die industriellen Anwendungsmöglichkeiten unserer Technologie eröffnen nunmehr beispiellose Marktperspektiven, wie es sie seit der Erfindung herkömmlicher Kameras nicht mehr gegeben hat.“