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Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat ein Darlehen von 109 Millionen Pfund Sterling für den Bau eines neuen allgemeinen Bezirkskrankenhauses (District and General Hospital) in Dumfries zugesagt. Damit wird den Bewohnern im Südwesten Schottlands eine moderne Gesundheitsversorgung ermöglicht. Das Darlehen der EIB hat eine Laufzeit von 26 Jahren und deckt rund die Hälfte der Projektkosten ab. Es ist in diesem Jahr bereits der zweite Finanzierungsbeitrag der EIB für den Neubau eines Krankenhauses in Schottland. Im Februar hatte die Bank eine Unterstützung in Höhe von 83 Millionen Pfund Sterling für das neue Royal Hospital for Sick Children zugesagt.

„Der EIB ist bewusst, dass Investitionen in neue Krankenhäuser eine wesentliche Grundvoraussetzung für die Bewältigung der Bevölkerungsalterung in Europa und für die Sicherstellung einer erstklassigen Gesundheitsversorgung sind. Die zwei neuen Krankenhäuser in Schottland werden Patienten über Jahre hinweg zugutekommen. Das Krankenhauspersonal bekommt modernste Techniken an die Hand; darüber hinaus werden kleinere Unternehmen vor Ort maßgeblich in die Bauarbeiten eingebunden. Als Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen hat sich die EIB dazu verpflichtet, langfristige Investitionsvorhaben zu unterstützen, die zur Verbesserung der Lebensqualität der Einwohner Schottlands sowie zur Stärkung der Wirtschaftsaktivitäten des Landes beitragen. Bereits vor den Darlehen für den Neubau des Dumfries and Galloway Hospital sowie des Royal Hospital for Sick Children hat die EIB Unterstützung für Infrastrukturvorhaben in den Bereichen Verkehr, Bildung, Energie, Wasser und Telekommunikation in ganz Schottland bereitgestellt“, so EIB-Vizepräsident Jonathan Taylor.

„Der Abschluss der Finanzierungsverträge stellt für den Bau des neuen Krankenhauses einen Meilenstein dar. Aus Sicht des Health Boards bietet der Abschluss mit High Wood Health über die gesamte Vertragslaufzeit ein hervorragendes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Hier wurden die Erwartungen sogar noch übertroffen. Der Vertrag beinhaltet einen ehrgeizigen, innovativen und erstklassigen Entwurf, bei dem Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Flexibilität im Vordergrund stehen. Damit kann das neue Versorgungsmodell des Health Boards umgesetzt werden. Der Vertragsabschluss bringt auch zahlreiche Vorteile für die Gesellschaft mit sich. So werden 150 neue Arbeitsstellen, 36 moderne Ausbildungsplätze und zahlreiche Aufträge für kleine und mittlere Unternehmen geschaffen. Dadurch erhält die einheimische Wirtschaft Auftrieb, was zu einer wirtschaftlichen Neubelebung beiträgt“, erklärt Dennis O'Keeffe, NHS Projektleiter für das neue Krankenhaus Dumfries and Galloway.

Nach seiner Fertigstellung im Jahr 2018 wird das neue Krankenhaus von Dumfries die veraltete derzeitige Einrichtung ersetzen und 150 000 Bewohner im Südwesten Schottlands versorgen. Die Patienten werden in den Genuss einer modernen Gesundheitsversorgung kommen und in Einzelzimmern mit Bad und WC untergebracht sein. Dadurch verringert sich das Ansteckungsrisiko und Privatsphäre und Würde der Patienten werden besser berücksichtigt. Projektträger ist die Gesundheitsbehörde von Dumfries and Galloway (NHS Dumfries and Galloway Health Board). Die Projektdurchführung erfolgt unter Anwendung des Non-Profit-Verteilungsmodells (NPD) der schottischen Regierung.

Im Rahmen der Neugestaltung des Royal Hospital for Sick Children werden Pädiatrie, Neonatologie, Notfallversorgung sowie Neurologie an einem Standort zusammengeführt. 2017 soll das neue sechsstöckige Krankenhaus neben der Royal Infirmary of Edinburgh fertiggestellt sein. Dadurch werden nicht nur höchste Standards bei der medizinischen Versorgung erreicht, Edinburgh gewinnt als Universitätsstandort im Bereich Medizin auch noch an akademischer Stärke.

In Großbritannien hat die EIB Darlehen für den Neu- und Ausbau des Royal Liverpool Hospital, des Alder Hey Hospital, des Southmead Hospital in Bristol sowie des Royal Stoke University Hospital bereitgestellt. Derzeit wird geprüft, ob der Neubau des Papworth Hospital in Cambridge und der Neubau des Midland Metropolitan Hospital in den West Midlands für einen Finanzierungsbeitrag der EIB in Betracht kommen.

Die EIB arbeitet eng mit der schottischen Regierung, Unternehmen und wichtigen Interessensgruppen wie dem Scottish Futures Trust und der Europäischen Kommission zusammen, um langfristige Investitionsvorhaben in Schottland zu unterstützen. So wurde vor sieben Jahren die Finanzierung des Baus elf neuer Schulen in der Provinz Dumfries and Galloway bewilligt.

Im letzten Jahr gewährte die EIB Darlehen für diverse Projekte in Schottland. Dazu zählten die Fertigstellung der Autobahnverbindung M8 zwischen Glasgow und Edinburgh und der westlichen Umgehungsstraße für die Stadt Aberdeen, die Modernisierung des Gas- und Stromnetzes von Scotia Gas Networks und Scottish Hydro sowie Investitionen in den sozialen Wohnungsbau im Glasgower Stadtviertel New Gorbals.

Im vergangenen Jahr stellte die EIB langfristige Darlehen in einer Rekordhöhe von 6 Milliarden Pfund Sterling für wichtige Infrastrukturvorhaben im Vereinigten Königreich bereit.