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  • Vilnius erhält von EIB und NIB insgesamt 168 Millionen Euro für den Bau von neun Schulen und Kindergärten
  • Neue Einrichtungen sollen ab 2028 rund 4 290 Kinder aufnehmen
  • Schulen und Kindergärten entstehen in Stadtteilen, in denen besonders viele Plätze fehlen

Litauens Hauptstadt Vilnius baut neun Schulen und Kindergärten und erhält dafür insgesamt 168 Millionen Euro von zwei internationalen Geldgebern: Die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Nordische Investitionsbank (NIB) stellen jeweils 84 Millionen Euro bereit.

Die Kredite von EIB und NIB gehen an die städtische Zweckgesellschaft Vilnius Education Infrastructure. Mit dem Geld entstehen in den kommenden drei Jahren fünf Kindergärten und vier Schulen für mehr als 4 000 Kinder. Die neuen Einrichtungen entsprechen hohen Standards in puncto Energieeffizienz und ökologische Nachhaltigkeit.

EIB-Vizepräsident Karl Nehammer: „Investitionen in gute Bildungsinfrastruktur sind Investitionen in Litauens Zukunft. Unsere Finanzierung hilft Vilnius beim Bau moderner, klimafreundlicher Schulen und Kindergärten, die den Alltag für Familien leichter machen.“

Ab 2028 sollen die neuen Gebäude rund 4 290 Kinder aufnehmen – das sind 3,5 Prozent aller Kinder in Vilnius. Konkret betrifft das Projekt 2 004 Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe, 1 710 Grundschul- und 576 Vorschulkinder. Für sie wird der Schulweg damit kürzer.

André Küüsvek, Präsident und CEO der NIB: „Wenn Städte wachsen, wird der Zugang zu hochwertiger öffentlicher Infrastruktur immer wichtiger. Diese Investition stellt sicher, dass Kinder in Vilnius in modernen, gut erreichbaren Einrichtungen lernen können, die heutigen Bildungsstandards entsprechen. Gleichzeitig hilft sie der Stadt, auf den raschen demografischen Wandel zu reagieren und Schulen näher an die Wohnorte der Familien zu bringen.“

Die Zweckgesellschaft Vilnius Education Infrastructure wurde von der städtischen Vilnius Development Company gegründet und soll das Projekt umsetzen und finanzieren. Die Initiative ist in der Region die erste dieser Größe, bei der ein städtisches Unternehmen selbstständig bei Finanzinstituten Kredite für neue Bildungsinfrastruktur aufnimmt.

Die Vilnius Development Company beteiligt sich ihrerseits mit rund neun Millionen Euro am Projekt. Damit stehen insgesamt 177 Millionen Euro zur Verfügung.

Die neuen Kindergärten werden in den Stadtteilen Jeruzalė, Šnipiškės, Verkiai, Pašilaičiai und Pilaitė gebaut, die Schulen in Santariškės, Perkūnkiemis, Pavilnys und Kalnėnai. In diesen Stadtteilen fehlen derzeit besonders viele Schul- und Kindergartenplätze. Am größten Standort in Kalnėnai entstehen ein Kindergarten und eine Grundschule für rund 1 000 Kinder.

Die Vilnius Development Company hatte Angebote von sechs institutionellen und Geschäftsbanken geprüft und sich schließlich für das Finanzierungspaket von EIB und NIB entschieden.

Laura Joffė, CEO der Vilnius Development Company: „Mit den ausgewählten Banken haben wir besonders günstige Konditionen ausgehandelt. Die langfristigen Finanzierungen sind solide und bringen der Stadt dauerhafte Vorteile.“

Für die Planung aller neuen Gebäude werden die lokalen Gemeinschaften eingebunden und Architekturwettbewerbe durchgeführt. Auch auf Barrierefreiheit wird geachtet. Außerhalb der Schulzeiten stehen Einrichtungen wie Sporthallen und Schwimmbäder der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Bei der Vorbereitung des Projekts half das Beratungsteam der EIB der Vilnius Development Company, Sorgfaltsprüfungsberichte zu erstellen und ein tragfähiges Finanzmodell für die Gespräche mit Finanzinstituten zu entwickeln. Dabei erhielten die Beschäftigten des städtischen Unternehmens auch praxisorientierte Schulungen, um solche Großprojekte künftig selbst zu verwalten.

Die Beratung läuft noch bis Ende 2026 und umfasst Überprüfungen des Baufortschritts sowie Monitoring-Berichte mit Blick auf einen fristgerechten Projektabschluss. Die Einbindung des EIB-Beratungsteams wurde möglich, nachdem Vilnius im Mai 2025 für die EU-Mission für klimaneutrale und intelligente Städte ausgewählt wurde.

Hintergrundinformationen

Die EIB-Gruppe

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten. Ausgehend von acht Kernprioritäten finanzieren wir Investitionen, die zu den Zielen der EU beitragen. So fördern wir die Bereiche Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, Kohäsion, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, die Kapitalmarktunion und ein stärkeres Europa in einer stabileren und friedlichen Welt.

Die EIB-Gruppe, zu der neben der EIB auch der Europäische Investitionsfonds (EIF) gehört, unterzeichnete 2024 knapp 89 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen für mehr als 900 wirkungsstarke Projekte, die Europa wettbewerbsfähiger und sicherer machen.

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Die NIB

Die NIB ist das internationale Finanzierungsinstitut Dänemarks, Estlands, Finnlands, Islands, Lettlands, Litauens, Norwegens und Schwedens. Die Bank finanziert Projekte, die die Produktivität steigern und zum Umweltschutz in den nordischen und baltischen Ländern beitragen. Die NIB hat ihren Sitz in Helsinki und ein Regionalzentrum in Riga. Von S&P Global Ratings und Moody’s wird sie mit AAA/Aaa bewertet, dem bestmöglichen Rating.

Die Vilnius Development Company

Die Vilnius Development Company setzt städtische Infrastrukturprojekte um – für ein modernes Vilnius. Dabei misst sich das Unternehmen in puncto Planung, Entwicklung und Verwaltung von Immobilien an höchsten Standards.

Die Vilnius Development Company erbringt Raumplanungsleistungen für die Stadt Vilnius. Zudem verwaltet und überwacht sie die Planung und den Bau städtischer öffentlicher Einrichtungen, verwaltet Gebäude städtischer Bildungseinrichtungen und kümmert sich um die Immobilien der Stadt Vilnius.

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