- ICF investiert in Bau und Sanierung von Pflegeheimen, Tagesstätten und Einrichtungen für betreutes Wohnen und schafft damit rund 7 500 zusätzliche Plätze
- EIB-Kredit ist zweite und letzte Tranche einer 150-Mio.-Euro-Finanzierung für soziale Infrastruktur
- Finanzierung ist durch das InvestEU-Programm besichert, das öffentliche und private Investitionen für die Ziele der EU mobilisiert
Die Europäische Investitionsbank (EIB) und die katalanische Förderbank Institut Català de Finances (ICF) haben einen Kredit über 50 Millionen Euro unterzeichnet. Das Geld fließt in den Ausbau sozialer Infrastruktur in Katalonien.
Bei dem Projekt geht es um den Bau, den Erwerb und die Sanierung von Pflegeheimen, Tagesstätten und Einrichtungen für betreutes Wohnen für ältere Menschen, Menschen mit Behinderung und andere Gruppen mit besonderem Bedarf. Für sie entstehen damit in Katalonien rund 7 500 zusätzliche Plätze. Das entlastet auch Pflegende – zumeist Frauen – die diese Arbeit unentgeltlich leisten. Der Kredit ist die zweite und letzte Tranche einer Finanzierung von insgesamt 150 Millionen Euro. Die erste Tranche über 100 Millionen Euro wurde im Mai 2025 unterzeichnet.
Das Projekt wurde auf einer Veranstaltung in Barcelona vorgestellt, an der die Präsidentin der EIB-Gruppe, Nadia Calviño, die katalanische Ministerin für Wirtschaft und Finanzen, Alícia Romero, die Ministerin für Soziale Rechte und Inklusion, Mònica Martínez Bravo, sowie Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen des Sozialsektors teilnahmen. Unterzeichnet wurde der Kredit von Vanessa Servera, CEO des ICF, und Alessandro Izzo, Direktor der Abteilung Eigenkapital, Wachstumskapital und Projektfinanzierung der EIB.
Nadia Calviño, Präsidentin der EIB-Gruppe: „Die EIB-Gruppe vergab vergangenes Jahr 2,2 Milliarden Euro in Katalonien, hauptsächlich für Investitionen in soziale Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraum und bessere Bildungseinrichtungen. Jeder vierte Euro, der in Katalonien investiert wurde, floss in soziale Infrastruktur wie Wohnraum.“
Alícia Romero, Ministerin für Wirtschaft und Finanzen: „Der Kredit, den wir heute unterzeichnen, mag vom Betrag her klein erscheinen. Aber er ist ein weiterer Schritt, damit ältere Menschen und Menschen mit Behinderung einen Ort haben, wo sie gut und in Würde leben können. Und das wünschen wir uns doch alle.“ Rückblickend auf 30 Jahre EIB-Finanzierungen für strategische Wohnprojekte in Katalonien dankte sie der Bank für die Zusammenarbeit, durch die Prioritäten in Investitionen münden.
Mònica Martínez Bravo, Ministerin für Soziale Rechte und Inklusion: „Mit dem Projekt stärken wir unseren Sozialsektor. Wir schaffen mehr Pflegeheime, mehr Tagesstätten, mehr Wohnformen für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung. Dafür müssen wir alle verfügbaren Ressourcen mobilisieren. Und durch den EIB-Kredit an das ICF können wir ausgezeichnete öffentliche Dienstleistungen anbieten, die die Menschen brauchen.“
Alessandro Izzo, Direktor der Abteilung Eigenkapital, Wachstumskapital und Projektfinanzierung der EIB: „Der Vertrag zwischen der EIB und dem ICF spiegelt unser gemeinsames Engagement für das soziale Wohl wider. Mit der neuen Tranche finanzieren wir wichtige Infrastruktur wie Pflegeheime, Tagesstätten und Einrichtungen für betreutes Wohnen. Das verbessert die Lebensqualität von älteren Menschen, Menschen mit Behinderungen und anderen vulnerablen Gruppen.“
Vanessa Servera, CEO des ICF: „Mit dem Geld der EIB werden wir die soziale Infrastruktur in Katalonien direkt ausbauen und modernisieren. Der heute unterzeichnete Kredit hilft uns, flächendeckend mehr und bessere Plätze für eine hochwertige Betreuung zu schaffen.“
Mit den EIB-Geldern kann das ICF in Katalonien gezielte Kredite an gemeinnützige Organisationen, Stiftungen, Kommunen sowie öffentliche und private Unternehmen vergeben, die in soziale Infrastruktur investieren. Alle geförderten Projekte müssen die europäischen Standards für nachhaltiges Bauen erfüllen, vor allem die Anforderungen für Niedrigstenergiegebäude. Das ICF stellt seinerseits insgesamt 50 Millionen Euro bereit. Zudem bietet sein spezielles Kreditprodukt eine Zinsvergünstigung von 2 Prozent, die vom Ministerium für Soziale Rechte und Inklusion über einen neuen, mit 15 Millionen Euro ausgestatteten Sozialfonds finanziert wird.
Die Finanzierung trägt zur strategischen Priorität der EIB bei, die soziale Infrastruktur in Europa zu stärken. Dieses Thema gehört zu den acht Kernprioritäten, die die EIB-Gruppe in ihrem Strategie-Fahrplan 2024–2027 verankert hat.
Der EIB-Kredit ist durch das InvestEU-Programm besichert, mit dem die EU im Zeitraum 2021–2027 zusätzliche Investitionen von mehr als 372 Milliarden Euro aus öffentlichen und privaten Quellen mobilisieren will.
Hintergrundinformationen
ICF-Gruppe
Das Institut Català de Finances (ICF) ist die öffentliche Förderbank Kataloniens. Mit Krediten, Garantien und Risikokapitalfinanzierungen an einheimische Unternehmen fördert es das Wachstum und den Wandel der katalanischen Wirtschaft.
Seit seiner Gründung im Jahr 1985 hat das ICF Kredite von mehr als 16 Milliarden Euro an über 37 000 Kundinnen und Kunden vergeben.
Als öffentliche Förderbank ergänzt das ICF das Angebot privater Finanzinstitute und anderer Einrichtungen. Mit Krediten fördert es Sektoren und Projekte, die für Katalonien strategische Bedeutung haben, etwa Industrie, Energiewende, sozialer Wohnungsbau und Primärsektor. Zudem erleichtern die langen Laufzeiten die Rückzahlung.
EIB-Gruppe
Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die 27 Mitgliedstaaten der EU. Die EIB gehört weltweit zu den größten multilateralen Entwicklungsbanken. 2025 unterzeichnete die EIB-Gruppe 100 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen und Beratung für mehr als 870 wirkungsstarke Projekte in acht Kernbereichen, die die strategischen Ziele der EU unterstützen: Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, territorialer Zusammenhalt, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, starke globale Partnerschaften sowie die Spar- und Investitionsunion. Neben der Vergabe langfristiger Darlehen für große Infrastrukturprojekte mobilisiert die EIB-Gruppe privates Kapital für risikoreiche innovative Projekte und Unternehmen. Auf den europäischen Märkten für Venture Debt, Risikokapital, Garantien und Verbriefungen kommt ihr eine wachsende Bedeutung zu.
2025 vergab die EIB-Gruppe in Spanien Finanzierungen von rund 11 Milliarden Euro. Weitere 2,9 Milliarden Euro kamen aus dem Fonds für regionale Resilienz (NextGenerationEU-Kredite).
Der Europäische Investitionsfonds (EIF) ist die auf Garantien und Eigenkapitalbeteiligungen spezialisierte Tochtergesellschaft der EIB-Gruppe, die kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start‑ups europaweit den Zugang zu Finanzierungen erleichtert. Als Ankerinvestor mobilisiert der EIF über sein breites Netz von Partnerbanken und Investmentfonds privates Kapital und stärkt das Risikokapital‑Ökosystem, um innovative Unternehmerinnen und Unternehmer in Europa zu fördern.
2023 lancierte der EIF gemeinsam mit sechs Mitgliedstaaten (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Belgien und Niederlande) die European Tech Champions Initiative, einen Dachfonds zur Förderung innovativer Start-ups. Mit dieser Initiative wurden bislang bereits 13 europäische Risikokapital-Megafonds und das Scale-up von 38 Unternehmen unterstützt, darunter elf Unicorns (Start-ups mit einem Marktwert von über 1 Milliarde Euro).
Fotos vom Sitz und vom Management der EIB-Gruppe, Logos und unser B-Roll-Video finden Sie auf unserer Website.
InvestEU
Das Programm „InvestEU“ stellt langfristige Schlüsselfinanzierungen in der EU bereit, um umfangreiche private und öffentliche Mittel für eine nachhaltige Erholung zu mobilisieren. Es soll auch private Investitionen ankurbeln, die zu den Prioritäten der EU beitragen, etwa zum europäischen Grünen Deal oder zur digitalen Wende. InvestEU bündelt alle Finanzierungsinstrumente, mit denen die EU bisher Investitionen in ihren Mitgliedstaaten gefördert hat. Dadurch wird die Finanzierung von Investitionsprojekten in Europa einfacher, effizienter und flexibler. Das Programm besteht aus drei Komponenten: dem InvestEU-Fonds, der InvestEU-Beratungsplattform und dem InvestEU-Portal. Der InvestEU-Fonds wird von Finanzierungspartnern umgesetzt, die in Projekte investieren und dafür die EU-Haushaltsgarantie im Gesamtvolumen von rund 26,2 Milliarden Euro abrufen können. Die Haushaltsgarantie ist für die Investitionsprojekte der Durchführungspartner bestimmt und erhöht ihre Risikotragfähigkeit. Sie soll zusätzliche Investitionen von mindestens 372 Milliarden Euro anstoßen.
El BEI e ICF firman un préstamo 50 millones de euros para impulsar infraestructuras sociales en Cataluña
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