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  • EIB vergibt langfristiges Darlehen über 500 Mio. Euro an polnische Förderbank BGK für Bau der S17 in Südostpolen
  • Investitionen in Straßen fördern Wirtschaft und regionale Entwicklung, außerdem unterstützen sie die zivile und militärische Mobilität
  • Vereinbarung über 275 Mio. Euro mit polnischem Ministerium für Staatsvermögen macht Straßeninfrastruktur klimafester

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat ein langfristiges Darlehen über 500 Millionen Euro an die polnische Förderbank Bank Gospodarstwa Krajowego (BGK) vergeben. In der Woiwodschaft Lublin im Südosten des Landes sollen mit dem Geld mehrere Abschnitte der Schnellstraße S17 von insgesamt 93 Kilometern Länge gebaut werden. Die diesjährigen Investitionen der EIB in das polnische Straßennetz steigen so auf fast 1,38 Milliarden Euro. Damit fördert die EIB neben der wirtschaftlichen Aktivität und der regionalen Entwicklung auch die zivile und militärische Mobilität in Polen und in Europa.

Der Förderbetrag für 2025 enthält auch eine Vereinbarung mit der BGK über 600 Millionen Euro zur Ko-Finanzierung der Schnellstraße S74 sowie eine Vereinbarung mit dem polnischen Ministerium für Staatsvermögen über 275 Millionen Euro für das nationale Programm zur Stärkung des Straßennetzes bis 2030. Ein wichtiges Ziel dieses Programms ist es, die Straßeninfrastruktur klimafest zu machen. 2025 lag die Förderung der EIB für den Straßenausbau in Polen deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre.

EIB-Vizepräsidentin Teresa Czerwińska: „Vom starken Engagement der EIB für den Ausbau des polnischen Straßennetzes profitieren der Gütertransport, die Sicherheit der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, das dynamische Wachstum der Regionen und das Land insgesamt. Außerdem lässt sich der internationale Verkehr besser organisieren. Hinzu kommt, dass strategische Investitionen in Straßen auch der militärischen Mobilität nutzen. Mit unserem innovativen Ansatz können wir zudem Klima-Herausforderungen angehen. Über unsere langjährige Partnerschaft mit BGK finanzieren wir Investitionen, die für die Wirtschaft und Sicherheit Polens und der gesamten EU entscheidend sind.“

Zwischen Piaski und Hrebenne werden vier Abschnitte der S17 ausgebaut, um Warschau mit der ukrainischen Grenze zu verbinden. Die Arbeiten umfassen die gesamte Straßeninfrastruktur, einschließlich Kreuze, Zufahrtsstraßen, Lärmschutz und Rastanlagen.

Maciej Kliś, BGK-Vizepräsident: „Mit der EIB-Finanzierung können wir eine unserer wichtigsten Aufgaben erfüllen und Investitionen fördern, die die Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit des Landes stärken. Die S17 ist eine zentrale Verkehrsachse, die Polen mit der Ukraine verbindet. Ihr Ausbau verbessert den Waren- und Personenverkehr und erleichtert die militärische Mobilität an der Ostflanke. Gerade solche langfristigen, strategischen Projekte, von denen die gesamte Wirtschaft profitiert, verdeutlichen die Rolle der polnischen Förderbank.“

Die EIB hat bislang knapp 35 Milliarden Euro für die Modernisierung und den Ausbau des polnischen Verkehrsnetzes bereitgestellt – rund ein Drittel ihrer gesamten Investitionen im Land. Zusammen mit den Investitionen in die Schiene summiert sich die EIB-Förderung für Polens Verkehrsinfrastruktur im Jahr 2025 auf fast 2,5 Milliarden Euro. Mit der BGK hat sie bisher 49 Straßenprojekte umgesetzt, darunter die Finanzierungsvereinbarung für die S74, eine der größten ihrer Art.

Neben langfristigen Finanzierungen bietet die EIB auch Beratung an. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Vereinbarung, die im Juli 2025 mit dem Ministerium für Staatsvermögen unterzeichnet wurde, um die Tragfähigkeit der Nationalstraßen und ihre Klimaresilienz zu verbessern. Finanzielle Unterstützung und technische Hilfe ermöglichen es der Generaldirektion für Nationalstraßen und Autobahnen (GDDKiA), bis zu 125 Kilometer Nationalstraßen zu sanieren, einschließlich Instandsetzung von Brücken und Anpassung der Entwässerungssysteme an stärkere Regenfälle, um Überschwemmungen zu verhindern.

Hintergrundinformationen

EIB
Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Finanzierungseinrichtung der EU für Investitionen, die die Ziele der EU fördern. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten. Sie vergibt langfristige Kredite für Projekte, die zu ihren acht Kernprioritäten beitragen. So fördern wir die Bereiche Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, wirtschaftliche und regionale Kohäsion, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, die Kapitalmarktunion und ein stärkeres Europa in einer stabileren und friedlichen Welt.

Die EIB-Gruppe, zu der neben der EIB auch der Europäische Investitionsfonds (EIF) gehört, unterzeichnete 2024 knapp 89 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen für mehr als 900 wirkungsstarke Projekte, die Europa wettbewerbsfähiger und sicherer machen. Rund die Hälfte der EIB-Finanzierungen innerhalb der EU fließen in Kohäsionsregionen, wo das Pro-Kopf-Einkommen unter dem EU-Durchschnitt liegt. In Polen investierte die EIB-Gruppe vergangenes Jahr 5,7 Milliarden Euro.

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