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  • 6,1 Milliarden Euro für Klimaschutz, Unternehmen, Gesundheit und Bildung
  • 2,5 Milliarden Euro für wirtschaftliche Resilienz in der Coronapandemie und Unternehmen
  • 2,2 Milliarden Euro für Klimaprojekte, sauberen Verkehr und erneuerbare Energien
  • 1,1 Milliarden Euro für Gesundheit und Bildung

Der Verwaltungsrat der Europäischen Investitionsbank (EIB) hat heute beschlossen, die weltweite Anpassung an den Klimawandel und Kohäsionsinvestitionen in Europa verstärkt zu unterstützen. Er genehmigte auch einen Rahmen, der die Empfänger von EIB-Darlehen dazu verpflichtet, sich an den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens auszurichten, das die Erderwärmung auf höchstens 1,5 Grad Celsius begrenzen will.

EIB-Präsident Werner Hoyer: „In drei Wochen treffen sich Führungsspitzen aus aller Welt in Glasgow zur 26. UN-Klimakonferenz. Sie wollen die Gefahr einer katastrophalen globalen Erwärmung abwenden, um unsere Erde zu retten. Als Klimabank der EU setzt sich die EIB künftig noch stärker für Investitionen ein, die Menschen vor Extremwettersituationen wie Hochwasser und Waldbränden schützen. Aber auch große CO2-Verursacher werden wir bei der Emissionsreduzierung unterstützen. Heute genehmigte die EIB Finanzierungen für transformative Klimamaßnahmen und eine stärkere Resilienz in der Coronakrise – in Europa und weltweit. So schaffen wir Chancen und fördern eine bessere, grünere Zukunft.“

Der Verwaltungsrat genehmigte 6,1 Milliarden Euro für 28 Projekte, um die wirtschaftliche Resilienz in der Coronapandemie zu stärken, den Klimaschutz zu fördern und das öffentliche Gesundheits- und Bildungswesen zu verbessern.

EIB fördert verstärkt Klimaanpassung und Emissionssenkung

Im Vorfeld der UN-Klimagespräche in Glasgow genehmigte der Verwaltungsrat der EIB heute detaillierte neue Pläne, um wichtige Infrastrukturanlagen besser für den Klimawandel zu rüsten und große Emittenten bei der Senkung ihrer Gesamtemissionen zu unterstützen. Beides sind wichtige Ziele des Klimabank-Fahrplans der EIB-Gruppe.

Der erste Anpassungsplan der EIB sieht mehr Investitionen und technische Unterstützung vor, um Projekte für extreme Wettersituationen zu wappnen. Gleichzeitig soll bestehende und neue Infrastruktur klimaresistenter werden. Vorgestellt wird der neue Plan in Glasgow. Die EIB wird ihre Finanzierungen für die Klimaanpassung erheblich ausweiten, um zur Anpassungsstrategie der Europäischen Union beizutragen, mit der eine intelligentere, systemischere und raschere Anpassung in Europa und weltweit erreicht werden soll.

Mit dem Rahmen für die Paris-Ausrichtung von Geschäftspartnern ist die EIB die erste multilaterale Bank, die nicht nur die Klimaauswirkungen der von ihr finanzierten Projekte, sondern auch die allgemeinen Aktivitäten der Darlehensnehmer in Betracht zieht. Der Rahmen soll sicherstellen, dass EIB-finanzierte Projekte Paris-konform sind und Geschäftspartner auf eine Dekarbonisierung hinarbeiten und sich klimafest aufstellen.

Unter der neuen Initiative stellt die EIB technische Unterstützung für emissionsintensive Unternehmenskunden und für Finanzintermediäre bereit. So sollen sie die Ziele des Pariser Abkommens einhalten können und zur nachhaltigen Gestaltung der Zukunft beitragen.

Mehr Klimaschutz und Innovationen in Kohäsionsregionen

Die EIB genehmigte heute einen neuen Rahmen für Kohäsionsaktivitäten in den Jahren 2021 bis 2027. Für 2023 wurde eine Halbzeitüberprüfung vereinbart.

Spätestens 2025 sollen 45 Prozent der EIB-Finanzierungen in der Europäischen Union in Kohäsionsregionen fließen, 23 Prozent sind für Investitionen in den weniger entwickelten Gebieten Europas bestimmt. Dabei handelt es sich um Gebiete, in denen das Pro-Kopf-BIP unter 75 Prozent des EU-Durchschnitts liegt.

Die EIB verpflichtete sich außerdem, ihre allgemeine Unterstützung für Innovationen und die Entwicklung des privaten Sektors in diesen Regionen auszuweiten.

2,5 Milliarden Euro für wirtschaftliche Resilienz in der Coronapandemie und Unternehmen

Die EIB genehmigte heute 2,5 Milliarden Euro für neue Investitionen des Privatsektors. Davon werden Tausende Unternehmen und Firmen in ganz Europa profitieren.

Rund 1,75 Milliarden Euro entfallen auf neue Durchleitungsdarlehen für Sektoren, die besonders stark von den Folgen der Pandemie betroffen sind. Bei diesen Darlehen arbeitet die EIB mit Finanzierungspartnern in Frankreich, Italien und Spanien zusammen. Hinzu kommen Finanzierungen für Kleinunternehmen in ganz Europa im Rahmen des Europäischen Garantiefonds.

2,2 Milliarden Euro für Klimaprojekte, sauberen Verkehr und erneuerbare Energien

Die EIB genehmigte neue Finanzierungen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen in Österreich, Frankreich, Spanien, Portugal und Nordafrika. Weitere EIB-Mittel für Investitionen zur Klimaanpassung sichern die Wasserversorgung in 300 süddeutschen Städten und Gemeinden.

Außerdem unterstützt die EIB den verstärkten Einsatz von Elektroautos durch Unternehmen in Italien, die Modernisierung des litauischen Hafens Klaipeda und die Anschaffung von mehr als 700 neuen Eisenbahnwagen. Letztere sollen in Europa eine Alternative zum Gütertransport auf der Straße bieten.

Auch die EIB-Finanzierungen für die neuen Verbundleitungen Neuconnect zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich und Greenlink zwischen dem Vereinigten Königreich und Irland wurden bestätigt.

1,1 Milliarden Euro für Gesundheit und Bildung

Die EIB fördert den öffentlichen Gesundheitssektor in Rumänien, den Niederlanden, Schweden und Finnland. Die Mittel fließen in ein neues Regionalkrankenhaus in Craiova, die Modernisierung der regionalen Gesundheitseinrichtungen im Raum Leiden und den Ausbau örtlicher Gesundheitsdienste in den beiden nordischen Ländern.

Die EIB wird sich zudem an der Covid-19-Soforthilfe für Bangladesch beteiligen und die Pandemiebereitschaft des Landes stärken.

An ungarische Studierende richtet sich ein neues, EIB-gefördertes Programm für Studienkredite. Schulen im Großraum Paris werden im Zuge eines neuen Finanzierungsprogramms mit Beteiligung der EIB modernisiert.

Überblick über die vom Verwaltungsrat genehmigten Projekte