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  • EIB-Vizepräsidentin Lilyana Pavlova eröffnete den ersten Westbalkan-Bahngipfel in Belgrad
  • Lilyana Pavlova bekräftigte das Engagement der EIB für schnellere, nachhaltigere und digitale Entwicklung der Region
  • 2021 unterzeichnete die EIB bereits Finanzierungen von 325 Millionen Euro für Serbien

Die Europäische Investitionsbank (EIB), die Bank der Europäischen Union, unterstützt auch weiterhin schnellere, nachhaltigere und grüne Investitionen in den Klimaschutz, eine bessere Konnektivität und den Wiederaufbau nach Covid-19. Damit steht sie der Republik Serbien bei ihrem angestrebten EU-Beitritt zur Seite, so EIB-Vizepräsidentin Lilyana Pavlova während ihres Besuchs in Serbien Anfang der Woche. Vizepräsidentin Pavlova eröffnete den ersten Bahngipfel für den Westbalkan, auf dem Verkehrsministerinnen und -minister, Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen und der Europäischen Kommission sowie Fachleute aus dem Bahnsektor die künftige Entwicklung und Modernisierung des regionalen Schienennetzes erörterten.

Während ihres Besuchs in Serbien traf die EIB-Delegation unter Leitung von EIB-Vizepräsidentin Pavlova die serbische Ministerpräsidentin Ana Brnabić, die stellvertretende Ministerpräsidentin Zorana Mihajlović, Finanzminister Siniša Mali, den EU-Botschafter für Serbien Emanuele Giaufret und den Direktor des Sekretariats der Verkehrsgemeinschaft Matej Zakonjsek. Allein im Jahr 2021 hat die EIB bereits Finanzierungen von 325 Millionen Euro für Serbien unterzeichnet, vor allem für die Erholung des Privatsektors von Covid-19 und für eine bessere Diversifizierung der Energieversorgung.

Lilyana Pavlova, EIB-Vizepräsidentin mit Aufsicht über Finanzierungen im Westbalkan: „Die EIB ist nach wie vor einer der größten institutionellen Geldgeber in Serbien und eine zuverlässige Quelle für Finanzierungen und technische Hilfe für öffentliche und privatwirtschaftliche Investitionen. Bislang haben wir über 6,5 Milliarden Euro in Serbien investiert. Künftig wollen wir uns noch mehr einbringen, vor allem mit Blick auf eine nachhaltige und grüne Verkehrsinfrastruktur, den Wiederaufbau nach Covid-19 und den Klimaschutz. Die grüne Agenda der EU bietet eine einzigartige Chance, die Infrastruktur zu modernisieren, Emissionen zu verringern und den Energiemix zu diversifizieren. Die EIB wird Serbien außerdem aktiv bei der Inanspruchnahme von Finanzierungsmitteln aus dem mit 30 Milliarden Euro ausgestatteten Wirtschafts- und Investitionsplan der Europäischen Kommission für den Westbalkan unterstützen.“

Zorana Mihajlović, stellvertretende Ministerpräsidentin der Republik Serbien, nannte die EIB einen sehr wichtigen Partner für ihr Ministerium und blickte auf die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit zurück: „Ihre Unterstützung ist für uns äußerst wichtig. Gemeinsam haben wir so viel erreicht, als ich mein ehemaliges Ministerium leitete. Ich glaube, dass wir im Energie- und im Bergbausektor noch viel mehr ausrichten können – jetzt, da mit der Energiewende ein sehr wichtiger Prozess für die gesamte Region in Gang gesetzt wird. Neben aktuellen Projekten wie dem Bau der Gasverbundleitung zwischen Serbien und Bulgarien und dem Projekt für ‚intelligente Zähler‘ besteht noch Potenzial für die Zusammenarbeit in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz.“

Finanzminister Siniša Mali dankte EIB-Vizepräsidentin Pavlova für die Unterstützung Serbiens und unterstrich die guten wirtschaftlichen Ergebnisse dieses Jahres. „Wir kooperieren in zahlreichen Bereichen mit der EIB, aktuell vor allem in denjenigen, die am stärksten von der Pandemie beeinträchtigt sind – die Wirtschaft und das Gesundheitswesen.“ Seiner Ansicht nach ist die Europäische Investitionsbank der wichtigste Akteur bei der Umsetzung der europäischen Investitionsstrategie. Sie priorisiert Projekte des Privatsektors und Investitionen, die das Leben aller Bürgerinnen und Bürger verbessern.

Die EIB will ein schnelleres, grüneres und nachhaltiges Wirtschaftswachstum in Serbien fördern und dem Staat bei den Reformen in Einklang mit den Zielen und der Erweiterungsstrategie der EU helfen. Angesichts der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit dem serbischen Staat und dem öffentlichen Sektor freut sich die Bank der EU darauf, neue Umwelt-, Digital- und Verkehrsprojekte in dem Land zu unterstützen und die serbische Wirtschaft nachhaltiger, moderner und wettbewerbsfähiger zu machen.

Hintergrundinformationen

Die EIB in Serbien

Die EIB ist seit 1977 in Serbien tätig und vergibt dort Finanzierungen für wichtige Infrastrukturprojekte, die Industrie, den Dienstleistungssektor, Gebietskörperschaften sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Insgesamt hat die Bank bislang über 6,5 Milliarden Euro für KMU, Verkehrs-, Bildungs- und Gesundheitsprojekte und die Versorgungsinfrastruktur bereitgestellt.

Die EIB im Westbalkan

Die EIB ist einer der größten internationalen Geldgeber im Westbalkan.

Die EIB und der Klimaschutz

Die Europäische Investitionsbank ist in rund 160 Ländern tätig und der weltweit größte multilaterale Geldgeber für Klimaprojekte. Vor Kurzem hat die EIB-Gruppe ihren Klimabank-Fahrplan verabschiedet, um ihre ehrgeizigen Ziele zu erreichen: In den zehn Jahren bis 2030 will sie eine Billion Euro für Klimaschutz und ökologisch nachhaltige Investitionen mobilisieren und bis 2025 mehr als 50 Prozent ihrer Finanzierungen für Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit bereitstellen. Im Rahmen des Fahrplans werden ab Anfang 2021 auch alle neuen EIB-Gruppenoperationen an die Ziele und Grundsätze des Übereinkommens von Paris angepasst.