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  • Neue Strategie soll bestehende und potenzielle neue Ungleichheiten durch Klimawandel und Coronapandemie bekämpfen
  • Übergeordnete Ziele: ein gerechtes und ein grünes Europa

Die EU-Minister für Raumordnung, Raumentwicklung und/oder territorialen Zusammenhalt haben heute die Territoriale Agenda 2030 verabschiedet – einen handlungsorientierten Rahmen zur Förderung des territorialen Zusammenhalts und einer sicheren Zukunft für alle Orte und Menschen in Europa. Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat aktiv an der Agenda mitgewirkt und steht bereit, durch Finanzierung, Mittelkombination und Beratung zu ihrer erfolgreichen Umsetzung beizutragen. Für die EIB sieht die neue Territoriale Agenda eine aktive Rolle bei der Finanzierung nachhaltiger Investitionen aller Größenordnungen in den unter die Agenda fallenden Bereichen vor. Außerdem soll die Bank einen Beitrag zu Pilotmaßnahmen der EU-Mitgliedsländer leisten. Die Agenda definiert zwei übergeordnete Ziele, ein „gerechtes Europa“ und ein „grünes Europa“ mit sechs Prioritäten für die Entwicklung des gesamten europäischen Raums (siehe Abbildung 1).

Lilyana Pavlova, EIB-Vizepräsidentin mit Aufsicht über die Finanzierungen im Bereich wirtschaftlicher und sozialer Zusammenhalt: „Wir begrüßen die Territoriale Agenda 2030 und werden sie uneingeschränkt unterstützen. Die EIB spielt seit über 60 Jahren eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung territorialer Disparitäten. Diesem Ziel wird sie auch in Zukunft einen erheblichen Teil ihrer Finanzierungen und Beratungsleistungen widmen. Die Agenda hat sich aber auch ein grüneres Europa auf die Fahnen geschrieben. Für die EIB, die Klimabank der EU, ist der Weg in eine umweltfreundliche und klimaneutrale Gesellschaft, auf dem niemand zurückbleibt, von strategischer Bedeutung.“

Rede von Vizepräsidentin Lilyana Pavlova beim informellen Treffen der Minister für territorialen Zusammenhalt

Hier erfahren Sie mehr darüber, was unsere Expertinnen und Experten für regionale Entwicklung über räumliche Ungleichheiten und über den Beitrag der EIB zu ihrer Bekämpfung berichten.

Abbildung 1

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Hintergrundinformationen

Die EIB vergibt langfristige Mittel für solide Projekte, die den Zielen der EU entsprechen, wie etwa den Querschnittszielen Klimaschutz und sozialer Zusammenhalt. 30 Prozent aller neuen Finanzierungen der EIB in EU-, Heranführungs- und EFTA-Ländern sollen jedes Jahr zur Kohäsion beitragen. Dieses Ziel hat die Bank bislang stets erreicht. Im Zeitraum 2015–2019 stellte die EIB 84,4 Milliarden Euro für Projekte in den EU-Kohäsionsregionen bereit. Mit ihrem Klimabank-Fahrplan hat sich die EIB dazu verpflichtet, ihre gesamten Finanzierungen bis Ende dieses Jahres auf die Grundsätze und Ziele des Übereinkommens von Paris abzustimmen und bis 2025 mindestens 50 Prozent ihrer Darlehen für Klimaschutzmaßnahmen und ökologische Nachhaltigkeit bereitzustellen.