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  • Darlehen von 68 Millionen Euro an den Betreiber Ente autonomo Volturno für den Kauf von 40 neuen Elektrozügen
  • Signifikanter Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen und zum Kampf gegen den Klimawandel
  • Positive Auswirkungen mit Blick auf eine Entlastung des Pendler- und Touristenverkehrs in einer der am dichtesten besiedelten Regionen Europas

Die 40 neuen Elektrozüge für die sogenannte Circumvesuviana, das regionale Eisenbahnnetz im Großraum Neapel, werden zu einer erheblichen Verkehrsentlastung und einer deutlichen Verringerung der Umweltbelastung in der gesamten Region führen. Das ist das Ziel des Fünfjahresplans der Ente autonomo Volturno (EAV), dem Betreiber der Regionalbahn im vollständigen Eigentum der Region Kampanien. Die Europäische Investitionsbank unterstützt dieses Ziel mit einem Darlehen von 68 Millionen Euro. Die Finanzierung ist mit einer Garantie des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) ausgestattet, einer Säule der Investitionsoffensive für Europa, des sogenannten Juncker-Plans.

Die Investitionskosten der EAV belaufen sich auf insgesamt ca. 220 Millionen Euro für den Ersatz von 40 Zügen, die das Ende ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer erreicht haben. Die neuen Züge werden auf den Strecken der Circumvesuviana in einer der am dichtesten besiedelten Regionen Europas eingesetzt werden: 47 Kommunen mit etwa 2,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Die wichtigste Strecke ist die zwischen Neapel und Sorrente, die neben dem Pendlerverkehr auch eine ganze Reihe bedeutender touristischer Ziele wie Herkulaneum und Pompeji bedient.

Für die EAV, ein vollständig von der Region Kampanien kontrolliertes Unternehmen, ist es eine Priorität, in ein modernes und umweltgerechtes Mobilitätsprogramm zu investieren. Das durch den enormen Pendlerstrom und durch die Zunahme des Verkehrs aufgrund der wachsenden Zahl von Touristen bereits stark belastete Verkehrssystem soll so funktionsfähig bleiben. Das Projekt wird es der EAV-Flotte ermöglichen, die neuesten Anforderungen an Sicherheit, Betriebseffizienz und Energie zu erfüllen.

Mit Blick auf die Ziele der Bank der Europäischen Union wird die Operation eine deutliche Verringerung der CO2-Emissionen ermöglichen und die EIB in die Lage versetzen, ihren Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele weiter zu erhöhen. Der Beschäftigungseffekt wird sich auf 1 347 Arbeitsplätze während der Bauzeit und auf 46 neue Dauerarbeitsplätze für den Betrieb belaufen.

Dario Scannapieco, EIB-Vizepräsident: „Die Bahnlinien der Circumvesuviana sind im Großraum Neapel von strategischer Bedeutung für Pendler und Touristen. Ich bin daher stolz, dass die EIB dieses Projekt unterstützt, auch weil es mit positiven sozialen Auswirkungen einhergeht und durch die Umstellung auf Elektrozüge die Umweltbelastung deutlich verringert wird. Außerdem trägt es zum Erreichen der ehrgeizigen, aber durchaus erreichbaren Ziele der Europäischen Union und der EIB bei.“

Paolo Gentiloni, EU-Kommissar für Wirtschaft: „Das Darlehen von 68 Millionen Euro für den Kauf von 40 neuen Zügen für die Circumvesuviana verbessert den Alltag der Einwohner des Ballungsraums und fördert das kulturelle Leben und die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Die Europäische Union ist ein enger Partner der Regionen und mit dem Juncker-Plan bewirkt sie weiterhin konkrete Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger. Wir arbeiten nun daran, diese Maßnahmen zu verstärken und zu vervielfachen. Positiv ist, dass dabei Entwicklungsziele mit dem Kampf gegen den Klimawandel verknüpft werden können.“

Vincenzo De Luca, Präsident der Region Kampanien: „Bei der Wiederbelebung der EAV bleiben wir am Ball. Wir sind stolz, dass unser Unternehmen nach dessen historischer finanziellen Sanierung das erste öffentliche Verkehrsunternehmen Süditaliens ist, das im Rahmen des Juncker-Plans eine Finanzierungsvereinbarung mit der EIB abgeschlossen hat. Dies wird es uns ermöglichen, die bereits mit den Regionalfonds begonnene Dynamik bei der Anschaffung zusätzlicher Verkehrsmittel fortzusetzen, um unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern immer bessere und modernere Dienstleistungen anbieten zu können.“

Umberto De Gregorio, Präsident der EAV: „In den vergangenen drei Jahren haben wir eine marode EAV durch 800 Transaktionen und das Abtragen von Schulden in Höhe von etwa 700 Millionen Euro verwandelt. In den Jahren 2016–2018 erzielten wir ein operatives Ergebnis von gut 90 Millionen Euro gegenüber Verlusten von 330 Millionen Euro im Zeitraum 2012–2015, und unser Eigenkapital ist von 10 auf 152 Millionen Euro gestiegen. Heute ist die EAV ein gesundes Unternehmen, das investiert und Arbeitsplätze schafft. Eine neue Ära beginnt. Das Darlehen der EIB zeugt von der geleisteten Arbeit.“