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  • EIB und QEV bündeln Kräfte für saubere und nachhaltige Mobilität
  • EIB-Finanzierung trägt zur Schaffung von rund 150 direkten Arbeitsplätzen bei
  • Finanzierung wird durch Juncker-Plan besichert
  • EIB nimmt zum zweiten Mal am Web Summit teil, einer der größten Technologieveranstaltungen der Welt

Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt QEV Technologies (QEV) eine Quasi-Eigenkapital-Finanzierung von 17 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung (FuE) bereit. Das Unternehmen entwickelt elektrische Antriebssysteme für Kleinfahrzeuge im städtischen Nahverkehr, Elektrofahrzeuge, Schnellladesysteme und Elektrotechnologie für den Rennsport. Der Vertrag wurde heute auf dem Web Summit in Lissabon von EIB-Vizepräsidentin Emma Navarro und dem CEO von QEV Miguel Valldecabres unterzeichnet. Die Finanzierung wird durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) besichert, das Kernstück der Investitionsoffensive für Europa („Juncker-Plan“).

QEV ist ein spanisches Technologie- und Ingenieurunternehmen, das Elektrofahrzeuge und Einzelteile entwickelt und fertigt – von Formel-E-Rennwagen bis hin zu Elektrosätzen (E-Kits) für die Umrüstung von Minibussen oder die Produktion neuer Minibusse. Dank des im Rennsport gesammelten Know-hows wurde QEV Technologiepartner mehrerer Automobilhersteller, die vollelektrische Fahrzeuge produzieren, wie das spanische Unternehmen Hispano Suiza.

Mit der Finanzierung trägt die EIB nicht nur zu nachhaltiger Mobilität und zum Kampf gegen den Klimawandel bei, sondern auch zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Mitarbeiterzahl von QEV dürfte bis 2023 von 100 auf 250 steigen, 215 davon in der FuE und im Ingenieursbereich.

Emma Navarro, EIB-Vizepräsidentin mit Aufsicht über Finanzierungen in Spanien und Portugal und Klimaschutzfinanzierungen: „Wir freuen uns, hier auf dem Web Summit die FuE-Aktivitäten eines spanischen Unternehmens zu unterstützen, das in Europa und weltweit einen sauberen Verkehr fördern will. Als Bank der EU fördern wir innovative Investitionen, die zum Umstieg auf eine CO2-arme Wirtschaft beitragen. Dieser Umstieg wird uns helfen, den Klimawandel zu bewältigen und das Wirtschaftswachstum und die Entstehung von Arbeitsplätzen anzukurbeln. Der Web Summit bietet die ideale Gelegenheit, innovative Projekte wie mit QEV zu unterzeichnen, die zu der Zusage der EIB passen, mehr Finanzierungen und sonstige Ressourcen für den Klimaschutz zur Verfügung zu stellen.“

Carlos Moedas, EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation: „Der heute auf dem Web Summit unterzeichnete Vertrag zeigt einmal mehr, wie sehr sich der Juncker-Plan laufend für Forschung, Entwicklung und Innovation in Europa einsetzt. Darüber hinaus kann QEV mithilfe der Finanzierung weitere 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen. Durch Investitionen, die dank dem Juncker-Plan ermöglicht wurden, entstanden bislang bereits 1,1 Millionen neue Jobs auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Das war eine gute Woche für die europäische Technologiebranche. Danke, Web Summit!“

Miguel Valldecabres, CEO von QEV Technologies: „Die EIB-Finanzierung hilft uns, Innovationen in der Elektromobilität zu beschleunigen und unsere Produkte weiterzuentwickeln, damit sie spürbar zur weltweiten Elektrifizierung beitragen. Im Rahmen unserer Serie für den Elektrorennsport wollen wir weiterhin neue Technologien entwickeln, die später auch bei verschiedenen Projekten zum Zuge kommen, an denen wir mit etablierten Automobilunternehmen arbeiten. Wir sind sehr stolz darauf, dass die EIB ihr Vertrauen in unsere FuE-Projekte setzt und uns auf diesem Weg begleitet. Der Web Summit – die beste Technologiekonferenz Europas – ist die ideale Plattform, um diesen neuen Erfolg für die Elektromobilität zu verkünden.“

Mit den EIB-Mitteln will QEV Innovationen für sauberere und nachhaltigere Mobilitätslösungen im Kampf gegen den Klimawandel entwickeln. Dies ist eine der obersten Prioritäten der EIB. Das Unternehmen wird auch weiterhin an Elektrosätzen für die Elektrifizierung öffentlicher Verkehrsmittel in Asien, Lateinamerika und Afrika arbeiten. In den Philippinen hat QEV zehn moderne Minibusse (GET) und verschiedene Jeepneys mit Elektrosätzen ausgerüstet. Jeepneys sind die beliebtesten öffentlichen Verkehrsmittel in dem Land, die pro Tag allein in Manila 3 654 Tonnen CO2 verursachen. Die Emissionen konnten dadurch deutlich gesenkt werden. Bis Jahresende will QEV außerdem weitere 100 Minibusse in die philippinische Hauptstadt liefern. Pro Jahr sollen es weltweit bis zu 10 000 Minibusse sein.

Hintergrundinformationen

Die EIB und ihr Beitrag zum Klimaschutz

Die EIB zählt zu den weltweit größten multilateralen Klimafinanzierern. Sie will eine führende Rolle bei der Mobilisierung des Kapitals spielen, das zum Erreichen der Pariser Klimaziele benötigt wird, nämlich die Erderwärmung bei unter zwei Grad Celsius zu halten und möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Auf dem Klimagipfel im September in New York kündigte die EIB-Gruppe eine Ausweitung ihrer Klimamaßnahmen an. Sie will ihre Mittel für Klima- und Umweltziele bis 2025 schrittweise auf 50 Prozent ihres Vergabevolumens erhöhen und bis 2030 bis zu einer Billion Euro mobilisieren, um Investitionen zu unterstützen, die zu diesen Zielen beitragen. Außerdem will sie ihre Aktivitäten durchgängig auf die Ziele der Pariser Vereinbarung ausrichten.

QEV

QEV Technologies ist ein Vorreiter auf dem Gebiet der Elektromobilität. COO Joan Orús entwickelte vor 20 Jahren das erste Solarelektroauto, das in Australien über Salzseen fuhr. Das spanische Technologieunternehmen hat mittlerweile drei verschiedene Geschäftssegmente: Elektrorennsport, Entwicklung kompletter Fahrzeuge oder von Antrieben für andere Kunden aus der Automobilindustrie und Herstellung von Elektrosätzen für die Umrüstung vorhandener Minibusse oder die Produktion neuer Elektrominibusse. Mit modernsten Technologien in den Bereichen Elektromotoren, Batteriesysteme, elektronische Steuergeräte und Fahrzeugdynamik will das Unternehmen die Grenzen heutiger Elektrofahrzeuge erweitern.

Web Summit

Der Web Summit ist eine Technologiekonferenz in Lissabon, an der jährlich 70 000 Besucherinnen und Besucher teilnehmen. Er gilt als eine der wichtigsten Technologieveranstaltungen weltweit.