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Die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Arab Bank haben eine Finanzierungsvereinbarung über 300 Millionen Euro unterzeichnet. Die Mittel sind für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie für Midcap-Unternehmen in Jordanien, Ägypten, Libanon, Marokko und im Westjordanland bestimmt. Die Finanzierung fällt unter die Resilienzinitiative, mit der die EIB in der Region ein robustes und inklusives Wachstum sowie nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten fördern will. Mit diesem neuen Darlehen hat die EIB in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 1,8 Milliarden Euro für die Entwicklung des Privatsektors in den südlichen Nachbarländern der EU bereitgestellt.

Das Darlehen ist die erste Finanzierung der EIB für kleine und mittlere Unternehmen in den ausgewählten Ländern. Die Mittel werden über die Arab Bank zu günstigen Zinssätzen an kleine und mittlere Unternehmen in der Region weitergeleitet und dürften das Wirtschaftswachstum fördern, indem sie weitere private Investitionen mobilisieren und beschleunigen.

Die Arab Bank ist die führende Bank in Jordanien und vorrangiger Finanzdienstleister in der Region Naher Osten und Nordafrika. Sie unterstützt somit die wirtschaftliche Entwicklung und den Handel in dieser Region. Das Institut ist in wichtigen Finanzmärkten und Finanzzentren tätig, so u. a. in London, Dubai, Singapur, Genf, Paris, Frankfurt, Sydney und Bahrain.

Die Zusammenarbeit zwischen der EIB und der Arab Bank stützt sich des Weiteren auf die Resilienzinitiative der EIB, über die sie verstärkt den als Wachstumsmotor fungierenden privaten Sektor und die Beschäftigung und damit letztlich die wirtschaftliche Entwicklung in der Region fördern will. Die Resilienzinitiative wurde auf Wunsch der 28 EU-Mitgliedstaaten auf den Weg gebracht. Sie ist Teil der Maßnahmen, die die Europäische Union durchführt, um die mit Vertreibung und Migration verbundenen Herausforderungen in der Region zu meistern. Im Fokus steht dabei die Bekämpfung der längerfristigen Migrationsursachen. Investitionen in den Privatsektor und in wichtige Infrastruktur sollen in den südlichen Nachbarländern der EU und im Westbalkan die wirtschaftliche Resilienz erhöhen, Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen und die Lebensbedingungen und das Geschäftsklima verbessern.

Andrea Matteo Fontana, Botschafter der EU in Jordanien: „Die EU unterstützt Jordanien in seinen Bemühungen um wirtschaftliche Stabilität und Resilienz. Wir arbeiten mit den nationalen Behörden, der Zivilgesellschaft und dem Finanzsektor zusammen, um den privaten Sektor zu unterstützen und den Zugang zu Finanzierungen zu verbessern. Alle Mitglieder der jordanischen Bevölkerung – auch Frauen, junge Menschen und Flüchtlinge – sollen gleichberechtigt bessere und mehr Möglichkeiten nutzen können, um ihre finanzielle Situation und ihre Beschäftigungsaussichten zu verbessern.“

Flavia Palanza, Direktorin bei der EIB für Operationen in den EU-Nachbarländern: „Wir freuen uns über diese neue Partnerschaft mit der Arab Bank. Durch unsere Zusammenarbeit können wichtige Finanzierungen für Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen in Jordanien, Ägypten, Libanon, Marokko und im Westjordanland schneller bereitgestellt werden. KMU leisten einen wesentlichen Beitrag zu Beschäftigung, Innovationen und nachhaltigem Wirtschaftswachstum. Als Bank der EU ist es unser Ziel, den Aufbau stärkerer und widerstandsfähiger Volkswirtschaften voranzutreiben, die Arbeitsplätze schaffen. Die Förderung des privaten Sektors in den Nachbarländern der EU gehört zu den vorrangigen Zielen der Resilienzinitiative der EIB.“

Nemeh Sabbagh, CEO der Arab Bank: „Wir freuen uns, im Rahmen dieser besonderen Initiative mit der EIB zusammenzuarbeiten. Die Resilienzinitiative unterstützt uns in unseren laufenden Bemühungen um ein stärkeres und nachhaltiges Wirtschaftswachstum in Jordanien und in der gesamten Region. Die Förderung des KMU-Sektors ist zudem ein vorrangiges Ziel aller Regierungen in der Region Naher Osten und Nordafrika. Die Arab Bank verfügt in diesem Teil der Welt über eine besondere Präsenz und ist daher stolz, zur erfolgreichen Entwicklung dieses Sektors beitragen zu können.“