>@Anne-Cécile Auguin/EIB
©Anne-Cécile Auguin/EIB

Auf dem Kongress der französischen Gesellschaft für sozialen Wohnungsbau (USH) gaben André Yché, Président du Directoire der SNI-Gruppe, und Ambroise Fayolle, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), die Unterzeichnung eines Darlehens von 200 Millionen Euro für Modernisierungs- und energetische Sanierungsmaßnahmen an 25 000 Sozialwohnungen bekannt. Abgesichert wird das neue Darlehen durch eine Garantie der EU im Rahmen der Investitionsoffensive für Europa, des sogenannten Juncker-Plans. Dies ist der vierte Finanzierungsvertrag, den die EIB mit der SNI-Gruppe unterzeichnet.

Das Projekt, dessen Gesamtkosten sich auf 770 Millionen Euro belaufen, wird von der EIB mit einem Darlehen von 200 Millionen Euro finanziert. Es betrifft die Sanierung von 25 000 Wohnungen der Sozialwohnungsgesellschaften (Entreprises Sociales pour l'Habitat, ESH) der SNI-Gruppe in Problembezirken (davon liegen 75 Prozent in der Region Ile-de-France).

Mithilfe des Darlehens können insgesamt mehr Vorhaben durchgeführt werden, da Sanierungsmaßnahmen, die umfassender sind als geplant, beschleunigt werden. Dank der Maßnahmen werden die Wohnungen aufgewertet und die Heizkosten sinken. Neben dem ökologischen und sozio-ökonomischen Effekt tragen die Sanierung der Wohnungen und ihre Anpassung an die Standards auch zum Wirtschaftswachstum in den jeweiligen Regionen bei, da die Maßnahmen sehr umfangreich sind.

Das Darlehen ermöglicht es der SNI-Gruppe, die im Gesetz zur Energiewende für grünes Wachstum festgelegten Ziele für die energetische Sanierung von Sozialwohnungen zu erfüllen.

EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle erklärte bei der Unterzeichnung des Darlehens: „Ich freue mich über den neuen Finanzierungsvertrag mit der SNI-Gruppe für die Sanierung von Sozialwohnungen, mit dem gleich zwei Ziele verfolgt werden: Zum einen sollen die Wohnungen aufgewertet werden, zum anderen sollen die Energiekosten für die Mieter sinken. Insgesamt kommen die Maßnahmen bis 2021 25 000 Sozialwohnungen zugute. Dieser Beitrag zum Klimaschutz, zur Energieeffizienz von Gebäuden und zur Verbesserung der Lebensqualität steht in Einklang mit den Schwerpunkten, die die EU im Juncker-Plan gesetzt hat. Außerdem wirkt sich das Projekt spürbar auf die Beschäftigung in den Regionen aus. Das Darlehen entspricht zudem den Zielen des Investitionsplans, den der Premierminister am Montag angekündigt hat und dessen Schwerpunkt auf dem ökologischen Wandel liegt.“

André Yché, Président du Directoire der SNI-Gruppe, erklärte: „Jedes Projekt bringt uns Europa ein Stück weit näher. Nachdem die EIB bereits geförderte Wohnungen und die CEB Notunterkünfte finanziert hat, wird nun auch der soziale Wohnungsbau in Frankreich mit europäischen Mitteln gefördert.“

Zu den vier Finanzierungen der EIB an die SNI-Gruppe gehörte ein Direktdarlehen von 550 Millionen Euro für den Bau von geförderten Wohnungen und Notunterkünften im Jahr 2015. 2016 finanzierte die EIB im Rahmen des Juncker-Plans mit 500 Millionen Euro den Fonds SOLINTER ACTIFS (Société pour le logement intermédiaire – Gesellschaft für geförderte Wohnungen), der von der SNI-Gruppe verwaltet wird.

Damit hat die EIB seit 2015 insgesamt knapp 2,7 Milliarden Euro für den Wohnungsbau in Frankreich bereitgestellt.

Mit dieser neuen Finanzierung gewinnt der Juncker-Plan in Frankreich noch weiter an Bedeutung: Bislang vergab die EIB-Gruppe 99 Finanzierungen im Umfang von insgesamt 7,5 Milliarden Euro, die zusätzliche Investitionen von 35,4 Milliarden Euro in dem Land ermöglichten.