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Die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Karibische Entwicklungsbank (CDB) haben eine Finanzierungsvereinbarung über 110 Millionen US-Dollar unterzeichnet. Gefördert werden sollen damit Investitionsprojekte in der Karibik im Rahmen der Klimaschutzstrategie der CDB. Das Klimaschutz-Rahmendarlehen „Climate Action II“ baut auf dem Durchleitungsdarlehen für Klimaschutzprojekte („Climate Action Line of Credit“ – CALC) auf, das die EIB und die CDB im Jahr 2011 unterzeichnet haben, und mit dem neun Projekte in sieben Ländern im Karibikraum gefördert werden. Das neue Klimaschutzdarlehen über 100 Millionen EUR ist das größte Darlehen der EIB in der Karibik.

Förderfähig im Rahmen des neuen Klimaschutz-Rahmendarlehens sind Projekte in den folgenden Bereichen: erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Straßenverkehr, Wasserinfrastruktur sowie kommunale physische und soziale Infrastruktur. Die Projekte müssen die Ursachen oder Folgen des Klimawandels bekämpfen oder die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel stärken und die Treibhausgasemissionen senken.

Dr. William Warren Smith, Präsident der CDB, und der für die Karibik zuständige EIB-Vizepräsident Pim van Ballekom unterzeichneten die neue Vereinbarung auf den Turks- und Caicosinseln am 24. Mai 2017 anlässlich der 47. Jahressitzung des Gouverneursrats der CDB.

EIB-Vizepräsident Pim van Ballekom erklärte: „Wir freuen uns sehr über die Unterzeichnung dieses neuen Klimaschutzdarlehens mit der CDB. Es wird neue Projekte in der Karibik fördern und ist das Ergebnis einer mittlerweile fast vier Jahrzehnte dauernden erfolgreichen Partnerschaft. Diese Partnerschaft ermöglicht der CDB, ihre Klimaschutzbemühungen zu systematisieren und damit ihren kreditnehmenden Mitgliedsländern zu helfen. Diese zählen allesamt zu den kleinen Inselentwicklungsländern und sollen in die Lage versetzt werden, angemessen gegen Klimarisiken vorzugehen. Denn die karibischen Länder müssen neben der Bewältigung ihrer wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen auch ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel sicherstellen.“

Dr. William Warren Smith, Präsident der CDB, kommentierte die Vereinbarung wie folgt: „Mit diesem neuen Durchleitungsdarlehen kann die CDB ihren kreditnehmenden Mitgliedsländern dringend benötigte, kostengünstige Finanzmittel bereitstellen und ihnen helfen, die bereits spürbaren Klimaveränderungen zu bekämpfen. Das Darlehen erleichtert unsere Bemühungen zur Verbesserung der Klimaresilienz und stärkt zudem die Anpassungsfähigkeit der kreditnehmenden Mitgliedsländer auf ihrem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung. Die Unterzeichnung dieser Vereinbarung ist ein erneuter Beleg für die langjährige Partnerschaft zwischen der EIB und der CDB und ein Signal für eine noch engere Zusammenarbeit unserer beiden Institute.“

Für das neue Darlehen wurden mithilfe eines von der EIB finanzierten Programms für technische Hilfe neue Klimaschutzprojekte im Wert von über 300 Millionen US-Dollar ermittelt.

Die CDB hat sämtliche aufgrund des laufenden Durchleitungsdarlehens verfügbaren Mittel (50 Millionen Euro) für neun Projekte vergeben. Mit dieser Kofinanzierung konnten Finanzierungsmittel in Höhe von insgesamt rund 191 Millionen US-Dollar für Projekte bereitgestellt werden. Diese Mittel umfassen CDB-Darlehen und -Finanzhilfen, das Klimaschutz-Durchleitungsdarlehen der EIB sowie Finanzmitteln von Vertragspartnern und aus anderen Quellen.

Seit der Genehmigung der CDB-Strategie zur Stärkung der Klimaresilienz im Jahr 2012 beinhalten 58 Prozent der finanzierten Projekte Maßnahmen zur Bekämpfung der Ursachen und/oder Folgen des Klimawandels. Diese Projekte betrafen überwiegend die Bereiche Wasser, Bildung, Landwirtschaft oder physische Infrastruktur, z. B. Küstenschutzanlagen, Entwässerungssysteme oder Straßen. Gemessen anhand der gemeinsamen Methode der multilateralen Entwicklungsbanken machte die Klimaschutzfinanzierung der CDB im Jahr 2015 13 Prozent ihres gesamten Finanzierungsvolumens aus. 2016 genehmigte die CDB 50 Millionen US-Dollar für Projekte, die explizit Maßnahmen zur Förderung der Klimaresilienz und einer nachhaltigen Energieversorgung vorsahen.

Die EIB hat die Entwicklung und die wirtschaftlichen Aktivitäten in der Karibik bisher mit Darlehen und Kapitalbeteiligungen im Umfang von 1,6 Milliarden Euro unterstützt.